Monthly Archives: August 2017

Invest – Bericht, Prognosen aus 2016 und die Spekulation um die steigende Nervosität

Der ruhige Markt hat den Stillhaltern einen schönen Gewinn in der letzten Woche beschert. Ein Segen, wenn man geduldig wartet und das richtige Risikomanagement betreibt. Wenn managt man die Risiken „richtig“? Nun, ich habe gelernt, dass ich am meisten durch Verkauf von Optionen verdiente, wenn ich

–          zum einen wenige Trades in der Woche tätigte

–           und zum anderen, wenn ich tagsüber kaum an die Börse dachte und last but not least

–          Niemals nachts beim Aufwachen grübelte und mir ausrechnete, was ich mit dem verlorenen Geld hätte anderes anstellen können.

Alle drei Voraussetzungen werden quasi automatisch erfüllt, sobald der Kontoumfang mich nicht überfordert. Je größer desto besser. Eine realistische Rendite gehört ebenfalls dazu.  Große Gewinne werden stets durch plötzliche noch größere Verluste begleitet. Zum Beginn eines Optionsmonats liegt meine Renditeerwartung bei 25% auf das verfügbare  Kapital, was natürlich weit höher ist, als der für Margin eingesetzte Betrag. Im Laufe des Monats kann sich durchaus eine Chance ergeben, mehr zu verdienen.

Zurzeit halte ich eine Position in DAX-Optionen, einen DBK Bull-Put-Spread und einen DTE Bull-Put-Spread. DBK-Spreaad läuft wie erwartet, hingegen fällt die Telekom und ich werde wohl nächste Woche etwas tun müssen, bevor die Shortseite ins Geld kommt.

Insgesamt also eine gute Woche für mich mit sehr wenig Handel. Der DAX bleibt auf der Stelle und steht nach meiner Chartanalyse kurz vor dem Ausbruch aus dem Dreieck. Dieser wird einmal erfolgen, nicht zwangsläufig in der kommenden Woche.

Übrigens muss ich wieder etwas schmunzeln, wenn ich an die Prognosen zum Jahresanfang im Rückspiegel betrachte.

http://www.deraktionaer.de/aktie/boersenexperte-so-extrem-wird-2017–294430.htm

Hier wird von der Krise der deutschen Banken geträumt und vom Aufstieg der italienischen Banken. Und es ist vom Bitcoin –Hype die Rede. Beides scheint sich zu erfüllen.

Überhaupt scheinen auch andere Prognostiker nicht ganz zu falsch gelegen, wie ich es erwartet hätte. Mehr Mathematik und der gesunde Menschenverstand bei der Schätzung sind wohl die Gründe. Und natürlich Big Data.

http://www.focus.de/finanzen/boerse/prognosen-fuer-dax-dow-gold-2017-damit-sollten-anleger-im-neuen-jahr-rechnen_id_6411069.html

Auch die Korrektur im August wurde anscheinend von vielen erwartet.

Ich denke, die richtige Prognose im Bullenmarkt ist keine große Kunst. Schwieriger ist es immer, die unerwarteten kurzen und schnellen Abstürze vorherzusagen. Doch diese Korrekturen fehlen, vielleicht deswegen, weil alle auf sie warten.

Ich beobachte die Volatilität stets sehr aufmerksam, sie ist nicht nur ein Stimmungsbarometer sondern sie ist auch nicht zu einfach zu  antizipieren. Auch wenn alle dergleichen Meinung sind, wird sich das nicht sofort auf die tatsächliche Volatilität auswirken.

Die Volatilität verläuft in Clustern. Ob wir am Anfang eines neuen Clusters sind, das überlasse ich dem Leser. Es kommt ein wenig darauf an, ob neue Tiefs tiefer sein werden als die vorherigen. … Meines Ereachtens bildet sich bereits ein neuer Cluster im VDAX. Das kann mit der Bundestagswahl, mit der Zinserwartung oder auch mit der angeblichen Unberechenbarkeit des US-Präsidenten zusammenhängen.

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25.08.2017
ODAX C SEP17 12.600,0000 0 0 0 0 1 0 0 EUR 44,00 -86,00
ODAX C SEP17 13.100,0000 0 2 0 0 0 0 0 EUR -18,00 17,00
ODAX C DEZ17 13.900,0000 0 1 0 0 0 0 0 EUR -32,50 25,00
ODAX P SEP17 10.250,0000 0 1 0 0 0 0 0 EUR -32,00 15,50
ODAX P SEP17 11.250,0000 0 0 0 0 1 0 0 EUR 132,00 -73,00
ODAX P DEZ17 9.500,0000 0 1 0 0 0 0 0 EUR 12,50 132,50

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Invest-Bericht im August 2017

Die Märkte scheinen den Prophezeiungen vom Jahresanfang zu folgen, und sie werden schwächer. Im August lässt es sich auch nicht vermeiden. Das gerne zitierte Argument, Trader-Robots machen keinen Urlaub mag richtig sein, ihre humanen Betreiber sind wohl oft nicht im Einsatz. Die Umsätze fallen und der Optimismus schwindet. Man sucht nach potenziellen Auslösern eines Crashs. Die deutsche links-liberale Presse hofft auch den Trump und wird nicht müde, seine Untauglichkeit und das von ihm ausgelöstes Chaos hinzuweisen. Dabei übersieht sie, dass die Wirtschaft weniger auf die moralische Seite sondern auf die Auswirkungen einer Amtsführung auf das Kapital achtet.  Trumps Handlungen will ich hier nicht kommentieren, das ist nicht der Zweck dieses Blogs. Ich sehe dennoch keine unmittelbare Bedrohung für die Märkte. Für die Börsen sind andere Faktoren maßgebend, etwa die Zinsen, das Wirtschaftswachstum und Absatzmärkte.

Kriege sind für die Märkte im Prinzip nicht schlecht, wenn sie die USA nicht unmittelbar bedrohen.

Ich könnte weiter philosophieren, weshalb und warum. Aber lasst uns auf Fakten schauen.

Der DAX und Dow Jones befinden sich im Abwärtskanal, soviel ist zumindest aus der neusten Vergangenheit zu erkennen. Der DAX startete zwar einen Erholungsversuch, ab 12500 könnte damit Schluss sein, vielleicht auch früher. Die von mir mehrmals avisierte Marke 12.000 scheint wie ein Magnet zu wirken.

Was sagen die Derivatehändler an der EUREX. Ich schaute wie gewöhnlich auf die Open Interest – Anzahl der gehaltenen Kontrakte und entnahm, dass die meisten Investoren bis zum Großen Verfall im September auf eher fallende Kurse setzen. Die meisten offenen Put-Kontrakte liegen bei 11500 und 11000. Viele erwarten den DAX auch viel tiefer, etwa bei 10.000. Auf der Oberseite herrscht ebenfalls ein Konsens. 13.000, 12500 –da s sind die Schwerpunkte der Sep-Call-OIs. Eine Ausnahme ist 136000 mit fast 30.000 Kontrakten. Ich denke, diese Positionen wurden viel früher gebildet und sind kaum etwas wert.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Call&month=9&year=2017&busDate=20170818

 

Die recht hohe Einigkeit auf der Oberseite spricht fast für die Erholung, das Gesamtbild bleibt jedoch eher getrübt. Der US Markt schwächelt und das könnte zum Problem werden.

Nach dem kleinen Verfall am Freitag habe ich kaum neue Positionen eröffnet. Das DAX-Portfolio brachte dieses Mal einen kleinen Verlaust, was jedoch angesichts der zahlreichen Gewinne in Folge OK ist. Im nächsten Monat erwarte ich einen Gewinn von ca. 250 EUR pro Kontrakt.  Deutsche Bank bleibt ein Problemkind. Der Aktienkurs brach um fast 2,5 Euro ein,  Ich handle 8 Kontrakte. Hätte ich die Aktien, dann hätte ich 1600 Euro verloren. Nun sind es 150 geworden, was mich auch ärgert. Ich habe vorerst neue Puts weit aus dem Geld geschrieben. Der Deutsche Telekom Put Bull Spread verfiel wertlos und brachte einen kleinen Gewinn. Ich weiß noch nicht, ob ich auf DTE neue Optionen schreiben werden. Ich will die Munition für größere DAX-Turbulenzen bereithalten. Optionshandel ist ja schließlich ein Geduldsspiel.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

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19. Aug
 DBK  P  SEP17  12,00  0  9  0  0  0  0  0  EUR  -9,00  45,00
 DBK  P  SEP17  13,50  0  0  0  0  6  0  0  EUR  6,00  -156,00
18. Aug
 ODAX  C  SEP17  12.600,0000  0  0  0  0  1  0  0  EUR  19,00  -111,00
 ODAX  C  SEP17  13.100,0000  0  2  0  0  0  0  0  EUR  -13,00  22,00
 ODAX  C  DEZ17  13.900,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  -25,50  32,00
 ODAX  P  SEP17  11.250,0000  0  0  0  0  1  0  0  EUR  36,50  -168,50
 ODAX  P  DEZ17  9.500,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  60,50  180,50