Monatsarchiv: Februar 2019

Ist Deutsche Bank reif für ein Investment mit Optionen

 

Lange Zeit habe ich mit den Optionen auf Deutsche Bank gespielt. ich war viele Jahre bei diesem Unternehmen beschäftigt, es war nicht verboten, unter bestimmten Vorlagen versteht sich. Aber darum geht es nicht. Ich hielte damals diese Bank für unerschütterlich. Trotz aller Höhen und Pannen war sie für mich eine Oase des deutschen globalisierten Kapitalismus im 21. Jahrhundert.

Den schleichenden Untergang wollte ich nicht sehen. Meinen Wechsel 2010 in die Beratung begründete ich wie oft mit der eigenen speziellen Situation. Nie war ich wirklich von der strukturellen Schwäche dieses Ladens überzeugt, die nun seit Jahren sichtbar ist.

Ich investierte deshalb in Deutsche Bank Optionen. Es waren anfangs nur Verkäufe der gedeckten Kaufoptionen oder der Verkauf von Cash Secured Puts.

Ich machte es viele Jahre und ich verlor am Ende Geld. Es war die falsche Strategie, die falsche Aktie und ich war zu ungeduldig. Ich wollte natürlich von der hohen impliziten Volatilität profitieren und verkaufte sie einfach, so dumm! Ich war nur halbwegs nach unten ABGESICHERT UND MUSSTE außerdem stets die Positionen anpassen. Hinzu kamen starke Erholungsphasen, in welchen meine verkauften Calls schnell in den Verlust liefen. Ein kostspieliges Geschäft. Damals wäre es offensichtlich besser gewesen, langfristige Optionen zu kaufen. Denn die hohe IV bezeugt eine bestimmte Erwartungshaltung der Teilnehmer. Nämlich, dass sich der Kurs stark verändert. Es gab darüber hinaus keine fundamentalen Anzeichen für eine Verbesserung.

Und heute?

Die schlechten Nachrichten über die Deutsche Bank versickern oder zumindest werden nicht so publik gemacht wie früher. Der Geldwäsche-Skandal mit der Danska Bank der letzte Miniskandal der Deutschen.

Die Bank investiert in die Zukunft. Zum Beispiel in die Digitalisierung. Und sie verdient. Es geht also, trotz der niedrigen Zinsen und der insgesamt schlechter Aussichten für die Branche.

Bravo und was nun?

Ich habe mich zwar längst von dieser Aktie verabschiedet, bleibe aber offen für einen Wiedereinstieg. Warum auch nicht. Das Unternehmen zahlt Dividende, Aktie kostet wenig und die implizite Volatilität ist hoch, bei fast 41%.

Welche Strategie bietet sich an? Ich würde sagen, meine beliebten Diagonals. das heißt ich kaufe und verkaufe Puts zu unterschiedlichen Monaten und Strikes, in der Regel mit einem Kredit, sprich ich vereinnahme Prämie. Charttechnisch ist demnächst mit einer heftigeren Bewegung zu rechnen, egal ich welcher Richtung, s. unten.  Chart mi. f. G. http://www.tradesignalonline.com

 

Unbenannt1

>lternativ würde ich Cash Secured Puts mit Covered Calls kombinieren. Wichtig ist, das die implizite Volatilität nicht noch weiter steigt, denn in diesem Falle würde man schlicht zu wenig Prämie für die unischere Aktie nehmen.

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