DAX 13000 zum Ende 2019 und 13800 im Januar 2020?

 

Die letzte Woche war genauso uncharmant wie die vorherigen. Zwar lag ich durchaus richtig mit meiner Einschätzung am letzten Sonntag. Es gab etwas Bewegung im DAX. Die implizite Volatilität repräsentiert durch den VDAX zog am Montag gleich auf 16%, um danach etwas zurückzufallen.

Insgesamt ist aber so gut wie gar nichts passiert, außer eben etwas mehr Nervosität. Der Index steht seit einem Monat bei knapp über 13000. Die historische Volatilität liegt bei 8%, die Implizite bei 12-13%. Es sieht so aus, dass sich inzwischen die meisten Händler mit dem Jahresabschluss abgefunden haben. Die Bücher werden geschlossen und man keine starken Bewegungen in den Hauptindizes erwartet.

Charttechnisch ist die Lage klar. Zurzeit liegt der Index im engen Seitwärtskanal zwischen 13170-13300.

Nach oben liegt der Widerstand bei 13600. Wird dieser überschritten, muss man mit allem rechnen. Fällt der DAX, dann maximal bis auf 1266-12800. Ich selber glaube nicht, dass eines der Szenarien so schnell eintreten wird. Eher ist mit der langweiligen Fortsetzung der bisherigen Stagnation zu rechnen.

Für das Letztere spricht auch die Verteilung der offenen Kontrakte an der EUREX, s. unten. Die meisten Calls liegen bei 13000, was für diesen Abrechnungskurs des DAX am 21.12.2019 spricht. Inzwischen sind auch andere Strikes gut besetzt: 13500, 13750. Man bleibt also optimistisch. Bei den Puts dominiert auch 13000 und 12600. Es ist ein erstaunlicher Konsens!

OI_20191124

 

Ich würde trotzdem die Aussagekraft der Open Interests im Dezember nicht überbewerten. Denn diese Positionen werden im Laufe des gesamten Jahres aufgebaut. Viele Basispreise weit aus dem Geld sind deshalb ebenfalls gut besetzt.

Viel interessanter finde ich die Kontrakte im Januar. Es werden offensichtlich Positionen ins kommende Jahr gebaut. Was ich dort sehe, hat mich erschüttert. Wie unten zu sehen ist, werden im Januar Calls mit den Basispreisen weit über 13000 gehandelt. Die Gemeinschaft der Optionshändler geht offensichtlich von einer sehr bullischen Entwicklung nach dem 1.Januar aus. Die 14000 Marke bleibt im Visier. Für mich als Optionshändler bedeutet das, dass ich auf jeden Fall in Januar Calls long bleiben sollte.

OI_20191124_2.PNG

 

Unauffällig ist auch die Skew, spricht die Verteilung der IV in Abhängigkeit von der Laufzeit und Basispreis. Während die Dezember-Optionen eine implizite Volatilität von ca. 12% aufweisen, liegt die IV im Juni bei 14%. So oder so, rechnet man also nur mit etwas mehr Bewegung nach dem 1. Januar.

Hier kann wirklich nur der Schwarze Schwan helfen, den Markt zu bereinigen. Oder wird dies nie wider geschehen?

Die ökonomischen Daten sind alles andere als gut. Ich höre ständig von Kosten, Arbeitsplätze-Abbau, schlechteren Bilanzzahlen.

Und es werden Dividenden gekürzt.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/dax-konzerne-anlegern-droht-das-ende-des-dividenden-booms/25017400.html?ticket=ST-28548574-JjXTbdWfs1FyvZt2GbEs-ap2

Zuletzt bei der Deutschen Telekom.

Nun solange die Technologieaktien in den USA laufen, und das Geld auf der Straße liegt, kann anscheinend in Europa nichts schlimmes passieren.

DAX_20191123

Veröffentlicht von Option_Basil

Investieren

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: