Tote Hose am deutschen Aktienmarkt bis zum 20.12.2019 aber dann!

 

Eine Besonderheit der Jahresendrally ist ihr vorzeitiges Auftreten. Ich trommelte bereits im September, dass nun die Gelegenheit bestünde, Aktien mit dem Zeit Horizont am Jahresende zu kaufen. Spätestens ab der zweiten Oktoberwoche hätte man einsteigen sollen.

Aber in den Zeiten des billigen Geldes nichts ist wirklich zu spät. Nach Weihnachten sollte man sich erneut positionieren. Denn im Januar werden traditionell Dividendenwerte gekauft und auch neue Kandidaten aussortiert. Welche? Dazu später mehr.

Was tun aber in den kommenden Tagen?

Charttechnisch wie unten zu sehen, befindet sich der DAX in einem Kanal zwischen 13038-13370.

Die Schwankungsbreite des DAX wird immer geringer. Die historische Volatilität mit unter 8% ist ein Witz. Der Trend nach oben ist noch nicht gebrochen.

 

DAX_20191201

 

 

Zusammenfassend, es herrscht eine angespannte Ruhe, jeder weiß, sie wird einmal unterbrochen. Niemand will der erste sein. Das größte Problem erscheint im Moment das Risiko, die nächste Aufwärtswelle zu verpassen, Nur wann kommt sie?

Ich wechsle jetzt an die Deutsche Terminbörse EUREX. Dort betrachte ich wie immer die offenen Optionskontrakte, genauer gesagt die sogenannten Open Interests – Anzahl der einem Basispreis zu geordneten offenen Optionskontrakte.

Wir sehen bei den Calls und bei den Puts weiterhin eine hohe Verdichtung bei 13000. Die Händler hoffen demnach unverändert, dass der DAX am 20.12 beim runden Wert 13000 liegt. Es gibt aber inzwischen gut besetzte Kandidaten bei höheren Werten bis auf 13800. Die EUREX Händler scheinen also etwas unsicherer und sie rechnen durchaus mit höheren Notierungen.

Hier der Ausschnitt

OI_20191202_1

 

 

Denkbar ist das, ich selber erwarte erst im Januar den Durchbruch der 13400 Marke. Dafür sprechen ebenfalls die Open Interests für Januar Kontrakte. Schaut Euch das an!

Das ist doch Wahnsinn! Es werden DAX-Kaufoptionen für Basispreise zwischen 13700-13900.

OI_20191202_2

Rechts im Bild sind die offenen Kontrakte, links die Basispreise.

Die Schlussfolgerung für mich ist demnach einfach. Kaufen und nochmal kaufen.

Ich frage mich immer öfter, wie weit das gehen wird.

Mittlerweile werben Portale und Zeitungen für Aktien. Es könnte das erste Warnzeichen sein. Oder muss erst eine Euphorie ausbrechen, wie die Menschheit sie seit 20 Jahren nicht gesehen hat. Wir brauchen eine echte Hysterie, und das bei negativen Zinsen. Wenn Taxifahrer, Putzfrauen und nicht nur clevere Büromenschen mit freiem Internetzugang über Börse reden, ist die Zeit reif. Die nach 2008 entstandene Regulierung muss wieder weg. Dann wird sich das Herz eines Crash-Propheten freuen. Wir brauchen mehr Risikoappetit, wie es in der Risk-Manager-Sprache heißt. Erst dann kann der schwarze Schwan anfliegen.

Hierzu müsste der US-Markt kippen. Dieser dürfte jedoch noch mehr zunehmen. Im Wahljahr ist zwar mit mehr Volatilität zu rechnen, jedoch glaubt doch niemand ernst, dass Trump nicht gewinnen wird. Und auch wenn, ein Herr M. Bloomberg wird die Börsen nicht verschrecken, oder?

Einzig was sich ändern könnte, sind die Favoriten. Ich rechne mit dem Anstieg der Biotechnologie- und Pharmaaktien. Auch hier kommen letzten Endes die Impulse aus den USA. Dort kam es nach dem Sieg Trumps 2016 zu einer Stagnation, nicht zuletzt wegen der nicht fortgesetzten Gesundheitsreform. Warum auch immer, spüren inzwischen die US-Aktien einen anderen Wind. Schaut auf den Chartverluaf der Amgen. Es herrscht ein Hype, wie seit Jahren nicht mehr.

Amgen

 

Wir können also gespannt bleiben, was 2020 bringen wird. Und sollten dennoch heimlich für die bereinigenden Crash beten.

Veröffentlicht von Option_Basil

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