Das Ende der Welt verschoben, Börse unentschlossen

 

Es steht außer Frage, dass sich die großen Investoren allmählich von Aktien trennen. Dafür sprechen zum einen viele Berichte aus den Vorstandsetagen, z. B. Director Deals. Zum anderen sagt es meine Erfahrung. Wenn Aktien nach einer langen Rally nervös werden, dann ist die Zeit zum Ausstieg reif. Der Januar war ohnehin doof. In diesem Monat werden in der Regel Weichen für das gesamte Jahr gestellt. Trotz erwarteter Dividenden, werden Aktien verkauft und ihre Kurse schwanken.

Jedes negative Ereignis produziert mehr Unsicherheit, auf die die Börsianer zu warten scheinen.

So auch der Coronavirus, über den ich letzte Woche mit etwas Sarkasmus als Vorbote des Jüngsten Tages schrieb. Obwohl die Zahlen der infizierten und der toten steigen und die Folgen für die Wirtschaft immer noch nicht absehbar sind, hat man das an der Börse längst abgehackt.

So genau weiß man es nicht. Die bevorstehenden Wahlen in den USA werden sicherlich nicht für Beruhigung sorgen. Die Unternehmenszahlen sind eher negativ, genauso wie die Zinsen,. Hinzu kommen stagnierende und gedeckelte Mieten, die ein Investment in immer teurer werdende Immobilien unattraktiver macht.

Vieles spricht also für einen Bärenmarkt, außer dass es keine Alternativen gibt. Und Dividenden sprudeln werden. Und wie sehen die Charts aus?

Unten habe ich pflichtbewusst den DAX angehängt. Wie befinden uns nach wie vor im Aufwärtskanal. Ein Sprung über 13640 bedeutet die Fortsetzung und eine direkt darauf folgende Korrektur. Diese könnte zuerst die Kurse bis auf 12400-12700 drücken. Danach kommt die nächste Welle nach oben, bis der Mai zu Ende ist und die DAX-Firmen Dividenden ausgezahlt haben.

An der EUREX stehen die Zeichen für eine Korrektur. Das Put/Call – Verhältnis ist stark gestiegen und die Call – Positionen bei hohen Strikes zum Teil abgebaut oder nach unten verlegt.

Für Februar Kontrakte liegen die meisten Puts bei 13100 und Calls bei 13350, von 13800 abgesehen, was aber schon seit vielen Wochen prominent besetzt ist.

Für den in zwei Wochen stattfindenden Verfall an der EUREX erwarten somit die meisten institutionellen Börsianer DAX-Abrechnung zwischen 13100-13350.

Zum Muster-Portfolio.

Ich habe den 12600 glatt gestellt und eine neue Position bei 13000 eröffnet.

Condor ODAX:

Short 1 Feb Call 13500

Long 2 Feb Call 14100 Prämie für Spread 130 Euro

Short 1 Feb Put 1300 150 euro

Long 1 Feb Put 11700 -50 Euro

Darüber hinaus halte ich stets eine kleine Schwarzer-Schwan -Position:

Long Dec. Put 8000

Long Sept Call 15000

 

Transaktionen: Feb Call 13800 + 120 Euro

Feb. Put 12600 + 120 Euro

 

 

DAX-20200209

Veröffentlicht von Option_Basil

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