Nach dem Verfall im Februar 2020 – der Pessimismus kommt zurück

 

Sehr zutreffend hat es Lawrence G. McMillan definiert.

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Die Bullen ziehen sich zurück. Alles spricht für die Korrektur. Sie begann schleichend kurz vor dem Wochenende. Einzig der Verfall am gestrigen Freitag konnte die Märkte einigermaßen vor dem Sturz halten. Die Korrektur kam dann am späten Nachmittag doch. Ob die Welt am Montag immer noch so schlecht aussieht, bleibt für mich nicht offen. An der Börse ändert sich laufend alles.

Aber jetzt zum Verfall

Nach meiner Schätzung vor einer Woche sollte der DAX am 21.02 etwa zwischen 13300-13600 am Freitag um 13.00 Uhr stehen. Ich habe in den letzten Wochen ständig auf die Open Interests hingewiesen, die mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil meiner Trading-Strategien geworden sind. Demnach waren die Strikes 13800 und 13500 permanent bei den Februar-Kontrakten hoch besetzt, später kam 13300 hinzu.

Eine Woche vor dem Verfall wurde klar, dass der DAX in Richtung 13800 gehen könnte, aber ein Rückzieher auf 13600 wäre auch denkbar.

Es ist ein Abrechnungspreis von knapp über 13650 um 13:00 Uhr zustande gekommen.

Für die kommende lange März-Periode sieht es im Moment so aus, dass die meisten Calls bei 14000 und knapp darunter besetzt sind. Sollte es zu einer Korrektur kommen, sehen wir den DAX bei 13000. So zumindest die Meinung der EUREX-Händler, also größtenteils der Stillhalter und Hedger.

Quelle EUREX

OI_20200222_Mar_Call

 

Man weiß natürlich nicht, wie sich der Markt entscheiden wird. Es spricht verdammt viel für die Fortsetzung der Abgaben im Markt. Es werden weiterhin immer mehr Puts denn Calls gehandelt. Und charttechnisch könnte die nächste Fibonacci-Unterstützung zwischen 12000-12400 liegen.

 

DAX-20200222

Und noch eins spricht für fallende Kurse. Im Chart unten sehen wir die historische Volatilität, die langsam aber stetig zunimmt. Inzwischen überschritt sie sogar die 200-Tage Linie.

Aber ganz ehrlich, je sicherer die Prognose, desto unsicherer ihre Richtigkeit, oder?

Viele negative Aspekte sprechen für die Aktienverkäufe: weitere Ausbreitung des Corona-Virus, schlechte Unternehmenszahlen insbesondere aus der Automobilbranche sowie wachsende politische Instabilität in Deutschland.

Hmm, die Börse scheint es so lange nicht zu interessieren, bis die USA ein „Sell“-Signal geben.

Dort wiederum erkenne ich kaum Störfaktoren, bis Ende des Jahres zumindest.

Zum Portfolio:

Ich habe den 13550 Call zurückkaufen müssen und realisierte einen kleinen Gewinn dabei. Der Put lief einfach aus. Für den März eröffnete ich zwei neue Positionen – Credit Spreads.

Condor ODAX:

Short 1 Feb Call 14000 220 Euro

Long 2 Feb Call 14400 -60 Euro

Short 1 Feb Put 12600 180 euro

Long 1 Feb Put 11300 -40 Euro

Darüber hinaus halte ich stets eine kleine Schwarzer-Schwan -Position:

Long Dec. Put 8000

Long Sept Call 15000

 

Transaktionen ( GuV nach Gebühren): Feb Call 13800 + 120

Feb. Put 12600 + 120

Feb Call Spread +95

Feb Put Spread + 95

Veröffentlicht von Option_Basil

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