Corona-Markt-Update

 

Jemand wie ich, der seit Jahren auf der Börse agiert, privat und beruflich ist beinahe verpflichtet, den Lesern ein Lebenszeichen zu geben. Denn es wird sich lohnen, da bin ich fest davon überzeugt. So fest wie ich die letzten Jahre vom kommenden Crash überzeugt war. In diesem Jahr warnte ich mehrmals vor dem Unheil. Lest am besten die letzten Beiträge.

Inzwischen sehe ich die Lage positiver. Warum? Wie oft in diesem Geschäft, weil ich immer alle oder zumindest viele Szenarien im Blick habe. Nur so konnte ich die letzten Krisen überleben. Als freiwilliger Migrant musste ich mir die Existenz von Anfang an selbst aufbauen. Der richtige Blick auf Risiken war überlebenswichtig.

Warum also positiv? Definitiv nicht (nur) weil heute anscheinend eine Abflachung der Infektionsraten-Kurve zu beobachten ist. Die Anzahl der neuen Infektionen ist in Deutschland nicht mehr um den gleichen Anteil gestiegen. Das mag alle positiver einstimmen. Zu früh, denn eigentlich muss viel mehr passieren. Ich würde Massentests durchführen und selbstverständlich eine Ausgangssperre einrichten. Und ich würde einen ersten Termin etwa Anfang Mai festlegen, wo die Lage neu bewertet werden muss. Das gesamte Land wird doch nicht auf ewig in der Quarantäne bleiben. So oder so muss produziert werden.

Jetzt zurück zu den Märkten. Es ist eine andere Krise als 2008. Damals fürchtete man um das Finanzsystem. Zu deutsch, dass bald kein Geld mehr verfügbar ist. Das hätte auch für Märkte gravierende Folgen. Jene Krise stellte das gesamte System in Frage.

Jetzt funktioniert das Finanzsystem einwandfrei. Sowohl Banken als auch Börsen sind schon seit Jahren virtuell und nicht auf Menschen vor Ort angewiesen. Naja, fast nicht. Gerade diese Branche ist auf Katastrophen vorbereitet. Problematisch ist die aktuelle Corona-Krise wegen Ausfälle im produzierenden Gewerbe. Deshalb werden Aktien verkauft, um den fairen Marktwert der Wirtschaft nach Corona zu bewerten.

Ich würde deshalb sagen, es ist eine Kaufgelegenheit. Welche Aktien würde ich bevorzugen? Erstens die Telekommunikation, Banken, Handel. Später Fluggesellschaften. Und Pharmaaktien nicht vergessen.

Beim DAX könnte sich eine Unterstützung bei 8000-8500 bilden. Wir sehen es zu Beginn der Woche.

An der EUREX erstaunt mich, dass es offenbar keine Präferenzen bez. des künftigen DAX gibt. Bei der Aprilpositionen gibt es keine bevorzugten Basispreise für die Puts. Die Händler sind auf kaltem Fuß erwischt worden und wissen nicht wirklich, was sie zu erwarten haben.

Das Put-Call-Verhältnis bleibt hoch und das spricht für die Fortsetzung der Abgaben an der Börse.

Ansonsten existiert eine sehr ausgeprägte Skew im Optionsmarkt. Das heißt, die kurzen Serien haben eine deutlich höhere Volatilität als die langen und je weiter aus dem Geld desto volatiler

Somit nichts wie rein in den Markt!

Veröffentlicht von Option_Basil

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