Investieren in die Ungewissheit und was lernen wir aus der Gesichte

Gemischte Gefühle habe ich, wenn ich an die kommenden Tage an der Börse denke. Ich kann zwar auf eine lange Erfahrung als Beobachter und Teilnehmer zurückblicken, aber was nützt mir das, wenn jetzt andere Ereignisse das Marktgeschehen bestimmen als früher.

Ich weiß, dass die Phasen der hohen Unsicherheit in der jüngsten Vergangenheit zum Einstieg am besten geeignet waren. Aber ich weiß auch, dass es lange Perioden gab, in welchen wenig passierte, und erst recht wenig Positives.

Schauen wir z. B. auf die historische Entwicklung des US-amerikanischen Dow Jones seit 1928.

Charts m. f. G. Finanzen.net

Zuerst 1928-1950

DJ_1928

Anfangs gab es einen Sturz um 50 %. Darauf folgten mehrere misslungene Erholungsversuche und erst ab 1934 ging es langsam aufwärts und zwar von einem Niveau aus, welches unterhalb 20% des maximalen Wertes 1929 lag.

Recht gut lief die Börse seit dem Kriegsbeginn 1941. Aber das ist nichts Neues, wie Sie wissen.

In den 1970 Jahren passierte nicht viel im Aktienmarkt. Ölkrise hin-und-her, die Kurse pendelten zehn Jahre zwischen zwei Werten und kämpften gegen hohe Zinsen.

DJ_1970

Nach dem Crash 1987 brauchte der Dow Jones drei Jahre, um die alten Hochs zu erreichen.

DJ_1987

Danach gab es zwei große Korrekturen 2000-2002 und 2008-2009. In beiden Fällen wie auch 1987 und 1929 haben sich die Notierungen des Dow Jones im Extremfall halbiert.

DJ_2000

Und jetzt? Die Zinsen sind jetzt im Keller, die Welt eigentlich klüger. Dennoch gehe ich davon aus, dass der Dow Jones weiter fallen wird und zwar bis auf 10 000. Der DAX steht dann bei 4000-5000. Alles unabhängig von den kommenden Viren und sonstigen Panikattacken.

So meine langfristige Erwartung.

Kurzfristig rechne ich beim DAX mit dem Pendeln zwischen 8000-10000. Die erste Welle prallte bereits an der 10000 Marke ab. Sie wird den Index mindestens bis auf 9000 drücken. Darunter steht erneut 8000 als Kursziel. Das Spiel wird einige Male wiederholt, bis die Dämme brechen. Spätestens dann beginn für mich der deutsche Aktienmarkt interessant zu werden.

DAX-20200329

 

Für die kommenden Tage fällt der Blick auf die sog. Fallzahlen zu Corona in Deutschland. Die Zahlen werden erstens nicht richtig erhoben. Sie enthalten andere Erkrankungen besonders bei den Todesfällen. Zweitens, da die überwiegende Mehrheit der infizierten offenbar ohne schwere Folgen und mit leichten Symptomen alles übersteht, haben die Neuinfektionen keine Aussagekraft. Hier geht es wirklich darum, und das ist auch gut so, dass unser Gesundheitssystem weiterhin perfekt funktioniert. Trotzdem werden Medien die apokalyptischen Trommeln schlagen. Erst wenn neue Katastrophen am Horizont sichtbar werden, wie das Hantavirus, dann wird man die aktuelle Situation etwas differenzierter betrachten. Die zu dem Zeitpunkt beschlossenen Überwachungsmaßnahmen werden natürlich bleiben.

Zurück zur Börse. Positiv ist auch das Put-Call Ratio. Gemessenen an den ODAX-Optionen ist das Verhältnis unter 1 gesunken, was erst einmal als bullisches Zeichen zu interpretieren ist. Vor allem, wenn es nach einer starken Abwärtsbewegung erfolgt.

Veröffentlicht von Option_Basil

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