Vorerst kein Halt

Dem Wunsch der meisten von uns wird nicht entsprochen. Die Aktienpreise wollen nicht fallen. Sie werden es tun, aber später, nach der Dividendensaison. Im Moment spricht zu viel für eine Euphorie. Der DAX liegt charttechnisch günstig kurz vor der 50%-Korrektur. Der Weg zu 11.000 liegt fast schon hinter uns. Das nächste Preisniveau, bei welchem die Kurse einknicken könnten, befindet sich knapp unterhalb 11800. Darüber ist der Weg auf 14000 frei. Ja, so verrückt ist die Börse, das werde ich nie aufhören zu lernen.

Dabei sieht es volkswirtschaftlich gesehen gar nicht so rosig aus. Es geht mir dabei nicht nur um die Frage, wie die Welt nach Corona aussieht. Denn diese Welt wird etwas anders sein, ähnlich wie die Finanzwelt nach der 2008 Finanzkrise eine andere geworden ist. Weniger Globalisierung, vor allem weniger China, mehr Vorsicht bei neuen Viren, Produktionsverlagerung in der Pharmaindustrie könnten einige dieser Veränderungen sein.

Aber auch die unmittelbaren Folgen sind nicht absehbar. Wie viele Firmen werden noch Pleite gehen?

Der Markt für Kreditderivate wie Credit Default Swaps ist in Bewegung. Nicht wenige Hedgefonds haben sich an der Corona-Katastrophe dumm und dämlich verdient.

Wie Bill Ackmann – Sohn eines aus der Ukraine stammenden Fabrikanten.

Er wettete mit den Kreditversicherungen auf die kommende Katastrophe, angeblich.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finanzmarkt-der-mann-der-an-den-folgen-der-corona-krise-milliarden-verdient-hat-1.4858094

Der CDS-Spreads sind inzwischen gesunken, wie man an der Bonität der im Index iTraxx enthaltenen Referenzschuldner sieht.

https://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/chart.html?REQUESTED_REDIRECT=ETF&ID_NOTATION=59233985&fromDate=17.04.2020&timeSpan=SE&toDate=17.04.2020&

Es könnte also der richtige Zeitpunkt sein, um auf die kommende Pleitewelle zu wetten.

Oder auch mit DAX-Puts auf die Wiederholung vom März 2020. Diese wird natürlich nicht kommen, und wenn schon, dann anders.

Ich bleibe zwar bei meiner vorherigen Prognose, dass der DAX bei 11000 anhalten wird und erst einmal seitlich verläuft, um später endlich den Rückwärtsgang zu legen. Ich bin jedoch inzwischen vorsichtiger, und kann mir eine weitere Übertreibung, sprich Anstieg auf über 11000 gut vorstellen.

Für Optionshändler bieten sich weiterhin Call-Spreads an und auch Put-Kredit Spreads mit wenig Risiko ( und Gewinnerwartung). Langfristig sind natürlich auch Black-Swan Optionen mit langen Laufzeiten gut.

Zu einzelnen Aktien habe ich keine Tipps und erst recht keine Empfehlungen. Alle reden von Pharmaaktien. Ich war schon immer ein großer Freund der Biotechnologie, wenn aber alle trommeln, halte ich mich eher zurück.

 

DAX-20200420

Veröffentlicht von Option_Basil

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