DAX, Öl-Spekulation und die neue Normalität der Arbeitslosen

Gemischte Gefühle begleiten mich, eine Mischung aus Hoffnung und Resignation im wechselnden Takt. Angesichts der Einschränkungen und der Hilfslosigkeit gegenüber sinnlosen Maßnahmen wie die Maskenpflicht, fühle ich mich in die Zeit meiner Jugend im sozialistisch diktatorisch geführten Polen versetzt. Dann wiederum versuche ich stoisch zu sein und auf das Wesentliche fokussieren.

Ähnlich muss es wohl den anderen ergehen, wenn sie auch mit anderem Hintergrund die Dinge betrachten. Im Hochtaunuskreis, wo ich lebe, sidn zurzeit 60 Menschen aktiv an Corona erkrankt. Und deshalb muss der ganze Kreis mit 230.000 Menschen Masken tragen. Ein Unfug ist das!

Ich kenne niemanden aus meiner Familien- und Bekanntenkreis, der mit Corona infiziert ist. Gehört habe ich von einem Toten auf der Palliativstation im Krebsendstadium. Vielleicht hat Xavier Naidoo doch Recht.

Das Leben muss zurück zur Normalität und zwar sofort ohne Rücksicht auf Neuinfektionen! Der Schaden auf Gesellschaft und Wirtschaft sowie auf den inneren Frieden wird viel größer sein, als das Virus, welches mittlerweile so viele Menschen weltweit umgebracht hat, wie der Krebs jedes Jahr in Deutschland.

Kommt die alte Normalität nicht schnell zurück, entsteht eine neue, die keiner haben will. Eine Welt der Arbeitslosen, isoliert vor sich hin vegetieren und anonym bleiben müssen. Eine neue Welt ohne Kultur und erst recht ohne kritische Meinung. China wird tiefe Spuren hinterlassen. Wollen wir es wirklich?

Ähnlich geht es den Börsen. Nach der kalten Dusche Ende März hofften viele auf eine Fortsetzung. Der nächste Crash lässt aber auf sich warten. Der Anstieg der Aktienpreise ist unheimlich aber reell, ähnlich wie die durch die niedrige Zinsen getriebene Rally. Man kann mitmachen oder nicht und am Ende zwar Recht behalten, wenn der DAX bei 14000 steht.

Und wie ist meine persönliche Einschätzung. Sie bleibt unverändert, die Kurse müssen runter, wenn keine Wunder geschehen und die Firmen schnellstens die Betriebe öffnen. Wie steuern auf eine Armee der Arbeitslosen hin und das wird den DAX nicht beflügeln. Ein Unternehmen wie Lufthansa steht vor dem Aus und der Aktienpreise ist demnach viel zu hoch. Übrigens gibt es viel Bewegung am Wochenende im außerbörslichen Handel mit der LHA. Offenbar keimt die Hoffnung aufs Überleben.

Sollte der jetzige Zustand lange wahren, sehe ich keine Hoffnung für die Wirtschaft wie wir sie kennen. Es gibt zwar Branchen, die profitieren werden, wie Telekom, Einzelhandel, Onlinehandel und Pharma. Aber auch hier wird die zurückgehende Kaufkraft Spuren hinterlassen.

Was bleibt ist Spekulation. Man sucht nach Gewinnchancen und wettet.

Jetzt zum DAX

Die nächste Woche ist mit Unternehmensterminen ausgefüllt, besonders mit Quartalszahlen.

https://www.boerse.de/boersentermine/28.04.2020

Ob diese Zahlen, die gemischt ausfallen dürften, einen großen Einfluss auf das Börsengeschehen haben werden, bleibt abzuwarten.

Der Chart schreit nach Korrektur. Diese müsste den Index auf 9500 führen. Ein Anstieg auf 10800 ist noch denkbar, darüber eher nicht. Einzige Ausnahme, morgen steigt alles sehr schnell an. Dann liegt offenbar eine andere Nachrichtenlage vor, die ich noch nicht kenne. An ein langsames Steigend er Märkte in Richtung 11000 glaube ich immer weniger. Also wie gehabt – nach oben ist die Begrenzung 10800, nach unten 9500.

Das Put-Call-Ratio an der EUREX steigt zurzeit wieder und liegt bei 1,6 für Indexoptionen.

Andere Signale kommen von der EUREX nicht. Die Open Interests sprechen für Abrechnungspreise des DAX in drei Wochen bei 10800-11000 (Calls) und 9500-10100 (Puts), also wenig aussagekräftig.

Und noch eins, die Ölpreise sind eine hervorragende Gelegenheit für eine ausgetüftelte Spekulation.

Schaut Euch die Volatilität der Ölkonzerne an, z. B. Total. Unten ein Chart mit der historischen Volatilität. Ein Traum ist das! Ich kann mir fast eine geeignete Strategie aussuchen.

DAX-20200425

TOTB_20200426

Veröffentlicht von Option_Basil

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