DAX Optionen EUREX und der Ausblick

Die Stimmung draußen ist angespannt. Nach einem wunderbaren sonnigen Tag ziehen die ersten finsteren Wolken an. Noch steht die Luft still und es ist angenehm warm, so wie es im Sommer sein müsste. In den Gärten sitzen Menschen, die laut reden, in Vorahnung des kommenden Unwetters. Das Thermometer in meinem Arbeitszimmer zeigt immer noch 26 Grad an. Vögel drehen durch, aus gutem Grund.

Ähnlich sieht es zurzeit an der Börse aus. Nach einem rasanten Anstieg der letzten Wochen hat die Stimmung etwas gekippt. Und schon kommen die Warnungen vor der „zweiten Welle“, gemischt mit Nachrichten über Lockerungen. Seltsam. An der Deutschen Börse zeigen die Indikatoren seit Mitte der letzten Woche auf rot.

Zuerst wie immer sah man das kommende Unheil an der EUREX. Am 9.06 drehte das Put-Call-Ratio um und ist inzwischen deutlich gestiegen. Von 0,5 auf 2,1. Dabei war die DAX-Rendite an diesem Tag positiv.

Danach erfolgte Korrektur und der Index gab schnell 500 Punkte ab, um danach erneut auf 12.000 zu steigen. Das ist insofern in Ordnung, da ich mehrmals für den kommenden großen Verfall am Freitag den Kurs zwischen 11800-12000 prognostizierte. Am Stimmungswechsel ändert das kaum etwas.

Denn die Charttechnik spricht ebenfalls für unruhige Kurse. Der DAX befindet sich knapp über der 200-Tage Linie und der MACD scheint kurz vor der negativen Wende zu stehen.

Alle diese Faktoren können müssen aber nicht z einer kräftigen Korrektur führen, auf die alle warten. Das Ziel im DAX bleibt 13000, das kann dennoch erst nach einer seitwärts gerichteten Phase mit Schwankungen geschehen. Sollten andererseits über Wochen neue schlechte Nachrichten ausbleiben, dann wird angesichts der Geldschwemme die Rally wieder aufgenommen.

Und jetzt die Volatilität. Sie war höher und jetzt ist sie weiter gestiegen. Für Optionen am Geld liegt sie bei 35% bei Juli-Optionen. Hinzu kommt eine für nervöse Märkte typische Skew. Kurzlaufende Optionen sind teurer als etwa die mit Verfall im Dezember. Puts sind teurer als Calls. Und je tiefer der Basispreis, desto höher die Volatilität.

Für uns Optionshändler bietet der Markt neue Möglichkeiten. Zunächst bedeutet jeder Sturz eine Chance, indem man z.B. Credit Spreads verkauft mit den richtigen Serien und Basispreisen. Nach einer Erholung, da die Vola hoch bleibt, bieten sie Käufe von Debit-Spreads an. Bei Calls steigt das Gamma für Optionen aus dem Geld.

 

Zum Thema Spreads wollte ich in den nächsten zwei Tagen ein kurzes Webinar auf YouTube anbieten.

Chart m. f. G. tradesignalonline.com

 

DAX-20200612

Veröffentlicht von Option_Basil

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