Wirecard, Halbjahresperformance, DAX und andere Invest-Signale am längsten Tag des Jahres 2020

 

Nun sind sie da, die lauwarmen Sommertage, mit ihren endlosen Stunden bis zum Sonnenuntergang. Mit den vollen Gärten, mit Menschen, die spüren, diese Tage werden vergehen.

Das morgendliche Zwitschern weckt mich pünktlich bereits nach 4:00 Uhr Morgens. Leider erfahre ich als Nachtmensch selten die Morgendämmerung.

Vieles wird einem gleichgültig. Erstaunlich, dass das Wetter so viel bewirken kann. Gestern in Bad Homburg, volle Cafés, man akzeptiert den Kellner mit Maske, als ein geschlossenes Restaurant mit Kellner ohne Maske. Nebenan eine Karstadt-Filiale, die nicht geschlossen wird.

Und so sind wir beim Thema Wirtschaft.

Es passiert verdammt viel Schlimmes. Die Pandemie ist immer noch da, viele stecken sich nicht an, wenige stecken viele an. Und die Welte ist und bleibt eine andere als noch im Februar

Es gibt viele Verlierer und weniger Gewinner. Jeden Tag kommen neue Nachrichten über Entlassungen und Abbau. Bestimmte Branchen werden sich nie erholen. Aber es wird neue Gewinner Geben. Im Moment sind es vor allem Börsianer.

Ich bin mit meiner Handelsperformance recht zufrieden. Unten habe ich den Verlauf Profit and Loss seit Jahresanfang dargestellt. Ich sage natürlich nicht, welches Konto das ist und ob das Kontovolumen stimmt. Es waren aber Investmententscheidungen, die ich ausdrücklich unterstütze. Sie sehen, es kamen letzten Endes fast 43% auf das gesamte Kapital zusammen. Die großen Schwankungen sehen nur böse aus. Es waren Glattstellungen von Spreads, Ich habe sie als separate Transaktionen aufgelistet. Ja, es war ein gutes Halbjahr. Der Erfolg ist vor allem auf den opportunistischen Ansatz zurückzuführen, stets sich neu in den Markt hineindenken. Dieser Ansatz zahlt sich besser aus, als ein dogmatisches Halten an den eigenen Vorsätzen, die ohnehin meistens nur Kopien des Wunschdenkens sogenannter Gurus sind.

Ich frage mich jeden Tag aufs Neue, was will der Markt, wer treibt ihn, wie nachhaltig die Bewegung ist. Und meine Meinung von gestern juckt mich nicht.

Der DAX

Hier herrscht anscheinend die Ruhe vor dem Sturm. Der Index veränderte sich in der vergangenen Woche kaum. Der sog. Hexensabbat hatte wie oft keine Wirkung. Gut, ich rechnete mit 13000, es wurden knapp über 13200. Im Augenblick fallen die täglichen Schwankungen. Der Index pendelt um seine 200-Tage Linie und die Volatilität weiß auch nicht so recht, was tun.

Das Put-Call Ratio bleibt höher. Charttechnisch sieht es einfach aus:

Steigt der DAX über 12430, dann sind 13000 schnell erreicht. Fällt er unter 12000, dann liegen wir schnell bei 11500. In diesem Bereich liegt eine starke Unterstützung, bis auf 11000.

Was passiert also, Adrian?

Nun, wenn Sie mich fragen, würde ich natürlich eine weiteren Anstieg erwarten. Die so sehnsüchtig erwartete Korrektur kündigt sich nie an! Merkt es Euch. Im Nachhinein sieht alles logisch und vorhersagbar aus. Nein, eine Ruhe heißt selten, dass das Unheil droht.

Aber die aktuelle Lage ist extrem fragil. Denn es fehlen offensichtlich Indizien, um für die Weltwirtschaft optimistisch zu sein. Und die Märkte haben sich seit März mehr als hervorragend entwickelt. Und nun? Darf eine Aktie beliebig viel kosten, auch wenn das Unternehmen immer weniger Geld verdient? Wie manche von Euch wissen, wird die Preisbewegung einer Aktie mit der sog. Geometrischen Brownschen Simuliert. Sie hat eine zeitabhängige und stochastische Komponente. Die Zeitkomponente – der sog. Drift, ist wiederum an die erwarteten Erträge gekoppelt. Bleiben diese, z. B. Dividenden aus, dann treibt nur die Zufallskomponente den DAX. Aber Börsianer sind bekanntlich auch Menschen, und sehen die Zukunft und sie rechnen bereits mit der dort erwarteten Zeitkomponente. Und so preisen sie Aktien, als wären diese bereits gewinnbringend.

Wie lange darf es gehen? Bis die gewinne sich einstellen, oder das Unternehmen pleite geht.

Apropos pleite – Wirecard war doch das Highlight der Woche. Eine Aktie, die bereits seit Monaten ein Spielball der Spekulanten ist. Ich habe vor kurzem recht gut verdient, indem ich Verkaufsoptionen auf Wirecard verkaufte. Jetzt würde ich es nicht mehr tun.

Zu viele Hedge Fonds habe die Aktie leer verkauft. Hier die Aufstellung der Leerverkäufer.

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?page.navid=to_nlp_start

Es gibt auch die ersten Millionäre, die auf fallende Preise setzten.

https://www.zerohedge.com/markets/meet-29-year-old-short-seller-who-made-millions-wirecards-downfall

Meine Meinung? Abgesichert auf steigende Kurse setze und abwarten. Übrigens liegt die implizite Vola bei 300%

 

Hier ein paar Bilder für Euch:

Meine Perfo:

PandL_halb_2020

m. f. G. tradesignalonline.com

DAX:

 

DAX-20200619

und Wirecard

 

Wirecard

Veröffentlicht von Option_Basil

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