Marktkommentar am 31.07.2020

Den Einbruch der letzten Tage würde ich nicht unterschätzen trotz der insgesamt immer noch positiven Stimmung im Markt. Zwar hat der DAX fast 700 Punkte abgegeben. Es ist etwas mehr als eine Standardabweichung. Allerdings hat sich in den letzten zwei Wochen der DAX fast 1000 Punkte nach unten bewegt. Das entspricht fast 2 Standardabweichungen und ist demnach unwahrscheinlicher. Oder unsere Annahmen zur Volatilität müssen korrigiert werden. Es kann gut sein, dass der Index in den Abwärtsmodus zurückgekehrt ist.

Allerdings sprechen die Charts und der Terminmarkt noch nicht für eine längere Korrektur.

Das Put-Call Ratio an der EUREX ist deutlich gefallen, es steht unter 0,7. Dieser Optimismus erstaunt mich! Denn es spricht fast gar nichts mehr für einen weiteren Anstieg der Aktienpreise, außer, dass man voller Hoffnung bleibt. Zweite Welle hin-oder-her. Solange Microsoft und Co. Gekauft werden, rollt der Dollar. Und die Hightech Aktien werden in den Homeoffice-Zeiten gekauft, da machen wir uns nicht vor.

Der DAX-Rückgang endete bei 12250, was der Maximalkorrektur nach Fibonacci entspricht. Sollte der Index darunter fallen, dann stehen wir schnell bei 11500 und darunter bei 10500. Der MACD Indikator und auch kurzfristige Indikatoren zeigen nach unten ebenfalls.

Zusammenfassend sind die Invest-Signale nicht eindeutig. Zwar sieht es für den DAX charttechnisch nicht gut aus, das Put-Call Ratio und der daraus abzuleitende Optimismus sprechen jedoch nicht für einen Einbruch. Die Open Interests an der EUREX (www.eurexchange.com) deuten auf der Oberseite einen erwarteten Abschluss in drei Wochen bei 13800 an, also viel höher als zurzeit. Auf der Unterseite zeichnet sich eine Erwartungshaltung zwischen 10900-11900 ab

https://www.eurexchange.com/exchange-en/data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?productGroupId=13394&productId=70044&viewType=&cp=Put&month=8&year=2020&busDate=20200731 .

Es ist einbreites Spektrum, die Hädler haben keine Ahnung, was in den kommenden Tagen passieren könnte.

Ich wäre also vorsichtiger. Solange jedoch keine klaren Signale aus der EUREX kommen, nutze ich die Vola-Peaks zum Kauf bzw. zum Verkauf der Volatilität. Nicht aber ohne Absicherung. Ich nutzte den Einbruch am Donnerstag, um am frühen Morgen meine August – Optionen auf der Shortseite zu beenden, und am Freitag verkaufte ich zwei September Puts 9400 und Calls 13400.

Laut meinen Berechnungen liegt die Erfolgsquote auf der Putseite bei 98%, dass die Puts bei dieser Volatilität und Strike im September wertlos verfallen.

Aktuelle Positionen:

Credit Spreads: RWE, DTE, DBK, SAP

DAX Diagonal Spreads Sep. verschiedene Positionen

Ich plane in naher Zukunft, die Transaktionen regelmäßig zu berichten. Vielleicht zuerst auch als Newsletter. Dazu mehr nach dem Augustverfall in drei Wochen. Inzwischen steht mein Handelssystem, zurzeit in Excel fest, mit welchem die statistischen Gewinnwahrscheinlichkeiten der Optionsgeschäfte ermittelt werden können. Diese Simulationen werden künftig die einzige Handelsgrundlage sein.

Ansonsten fällt mir nicht viel ein, heute. Goldkauf ist immer noch kein Thema für mich. Ich überlege mir dennoch, einige SDR zuzulegen, als Long-Hedge.

Veröffentlicht von Option_Basil

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