Der Sommer 2020 – ein Traum für ruhige Investoren

Eigentlich sollte es ganz anders ausgehen. Die Panik im März zeigte die Zerbrechlichkeit unseres Systems. Sie zeigte, dass plötzlich von heute auf morgen nichts mehr ist, wie es mal war. Wir jammerten auf hohem Niveau. Ich lerne auf meiner letzten AIDA-reise Leute kennen, die innerhalb eines Jahren drei solche Fahrten auf den Ozeanen dieser Welt unternehmen. Es gab keine Hemmungen nirgendwo. Und nun?

Ich kann mich an einen Anruf bei meinem Broker in Nürnberg im April erinnern. Damals wollte ich fragen, was passiere, wenn der Handel ausgesetzt werde und meine Positionen im Gewinn womöglich beim Verfall noch nicht verkauft sind. Der Broker wollte gar nicht mit mir reden. „ Das kann ich Ihnen gar nicht sagen! Ich weiß nicht, ob wir überhaupt morgen noch da sind“ Toll! Was für Motivation.

Nun, das Ende der Welt ist ausgeblieben. Keiner weiß warum, Scheinbar kann der Mensch mit solchen dramatischen Situationen umgehen. Ja, ist wird immer schlimmer. Und es besteht kein Anlass zur Beruhigung. Covid -19 erweist sich hartnäckiger als ich anfangs ahnte. Ja, inzwischen habe ich von Erkrankten aus dem entfernten Bekanntenkreis gehört. Sie berichten von schachern Symptomen, die jedoch etwas anders als bei einer normalen Grippe sind: Geschmacksänderung, extreme Abgeschlagenheit. Und es dauert lange, bis man zurück zu den Kräften kommt.

Die Hoffnung, den Impfstoff schnell zu bekommen, hat sich bisher nicht erfüllt.

Man wartet halt und mit dem man auch der Markt.

Der DAX bleibt unverändert gefangen in der Zone 12200-12800. Alle warten auf den Ausbruch und niemand will den ersten falschen Ausbruch handeln. Aber verkaufen will trotzdem auch niemand.

Das nächste Ziel ist der Gap vor zwei Wochen, dessen untere Begrenzung bei 12940 liegt. Der Index wird versuchen, diese Lücke zu schließen.

Ansonsten fällt die Volatilität und der Markt wird immer attraktiver für Stillhalter, wenn diese bereits auf verkauften Optionspositionen sitzen. Ich würd jetzt keine neuen Positionen eröffnen, aber die laufenden noch nicht schließen. In einem der späteren Beiträge werde ich einen Einblick in mein Referenzportofio geben. Dort entwickelt sich alles gut, die Frage nur, wie lange.

Das Put – Call Ratio bleibt relativ hoch, aber ohne einen klaren Trend.

Mit Blick auf den EUREX-Verfall in zwei Wochen scheinen sich die Händler auf die Marke 13500 als obere Begrenzung zu fokussieren. Auf der Unterseite sieht man den DAX bei 11500-11900.

Fazit

Der Einbruch des DAX vor einer Woche war ein gutes Kaufsignal, da die Volatilität seitdem deutlich gefallen ist. Der Markt gibt im Moment keine klaren Signale für einen Abwärtstrend.

Veröffentlicht von Option_Basil

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