Der Optimismus überwiegt und das Stillhalterportfolio

Wenn jemand in drei Wochen sagt, er hätte bereits heute eine Sturz in den Aktienmärkten erwartet, der ist er nur ein Großmaul.

Denn wirklich wenig spricht für eine Korrektur. Der Optimismus hat pünktlich zu Beginn der zweiten Corona-Welle endgültig gesiegt. Logisch ist das nicht. Die Welt ändert sich und niemand wird behaupten, wir würden bald kommen zum alten Modus. Auch unter der Annahme, dass bald ein Impfstoff überall in der Welt eingesetzt werden kann, werden alte Wunden lange nicht ausheilen. Auf Distanz zu anderen zu verzichten, wird zur Sünde. Ich werde stets etwas zögern, wenn man mir die Hand reicht. In großen Menschenversammlungen wird man sich darauf verlassen müssen, dass alle geimpft sind, was sie nicht sein werden…

Das Exzessive Verreisen durch alle Herrenländer gehört ohnehin jetzt zur Vergangenheit. Homoffice ist mittlerweile zum Standard. Drei Kreuzfahrten im Jahr werden als pervers gelten. Viele fröhliche Menschen im Stadion, die mit ihrem Idol im Konzert singen ebenfalls…

Die Welt wird sich nachträglich durch das Missgeschick Chinas verändert. Ich sah dieses konfessionslose Land mit den pragmatischen Menschen, die auf des Diktators Befehl strammhalten, vor allem aber die Klappe zuhalten müssen, immer eine große Gefahr für die zivilisierte Welt, vielleicht sogar für eine größere als den politischen Islam. Aber was ist schon die zivilisierte Welt, wenn sie sich von beiden Lebensfeindlichen Kulturen abhängig macht?

Es werden neue Trends und Branchen die post-Corona-Zeit bestimmen. Technologiekonzerne werden weiter wachsen. Genauso wie Pharma und Biotechnologie. Logistik, Online-Handel und der Individualverkehr sowie Banken, sie alle werden nicht sterben. Die Opfer sind Eventveranstalter, Kulturbetriebe, Tourismus, Gastronomie, Sport, Hotels. Flugverkehr.

So viel steht fest. Warum die Börse dennoch so hemmugslos steigt, weiß keiner.

Zum DAX

Der Index ist zunächst gestiegen, danach gefallen und so stand er gestern wie vor einer Woche bei 12800. Der DAX befindet sich wieder in einem Dreieck, aus welchem er ausbrechen muss.

Dei Einschätzung ist einfach. Fällt der DAX unterhalb 12200, dann sehe ich rot. Steigt er oberhalb 13200, dann sehen wir bald Allzeithochs.

An der EUREX steht das Put-Call Ratio mit 1,2 so tief wie seit wochen nicht mehr, was ein sehr bullischer Indikator ist. Für den am kommendne Freitag erwarteten EUREX-Verfall rechnen die Händler mit einem DAX maximal 13500-13800 und minimal 11300-11900. Es ist das Ergebnis einer groben Auswertung der Open Interests. Eine große Aussage bringt das nicht.

Alles also normal.

Etwas Sorgen bereitet mir die Termstrukturkurve des Volatilitätsfutures VSTOXX.

Sie scheint in eine Backwardation überzugehen. Eine gute Einführung zum Thema finden Sie unter

und

https://www.eurexchange.com/exchange-en/markets/vol/vstoxx-outlook/vstoxx-backwardation-streaks-and-short-volatility-trades-1943932

Fakt ist, dass die der VSTOXX Preis für die Liefermonate ab Oktober immer günstiger wird.

Es klingt, als ob man einen starken Anstieg der Volatilität bis Oktober erwraten würde.

Für dies These spricht auch die hohe Anzahl der offenen Put-Positionen im September.

Wie auch immer, noch sind die Aussichten gut, ich würde deshalb nicht versuchen zu viel zu prognostizieren.

Zum Portfolio

Alle Positionen haben sich sehr gut entwickelt. Ich will sie aber eine Woche vor dem Verfall nicht glattstellen. Die Transaktionsgebühren wären nicht unerheblich. Und so kann ich mich nächste Woche zurücklehnen und schauen, wie um 17:30 Uhr die Notierungen aus dem EUREX-Bildschirm verschwinden und ich um ein paar Euro „reicher“ geworden bin.

Veröffentlicht von Option_Basil

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