Doch keine Korrektur und Black-Swan – Portfolio

 

Für viele war der Freitag wieder einmal ein schlechter Tag, um Geld zu verdienen. Es sah tatsächlich anfangs nach größeren Abgaben aus. Die Märkte starteten euphorisch. Der DAX stand bereits zur Wochenmitte bei 13500 und somit nur knapp unter dem hächsten Kurs aller Zeiten bei knapp über 13800. Und hier dürfte das Problem liegen. Denn bei solchen markanten Punkten steigt auch die Nervosität. Bereits seit dem Wocheanfang stiegen die Volatilitätsindizes VSTOXX und VDAX.

Und deshalb kam der Sturz am Donnerstag und Freitag. Das Durchhandeln der oberen Begrenzung der Bollinger-Bänder ist oft ein gutes Verkaufssignal, wenn man so will. Die vielen gescheitertetn „Doppel-Gipfel“ der letzten Jahre stecken ind er Erinnerung vieler Händler.

Und so hofften viele, ich auch, auf den baldigen Abwärtsschub. Dieser wird aber nach aktuellen Indikatoren ausbleiben. Bereits im späten Handel beruhigte sich die Wallstreet. Die Volatilität gemessen am US-amerikanischen Index VIX sank um 8%. Es ist demnach morgen mit moderat steigenden preisen zu rechnen. Zunächst dürfte der DAX kräftig über 13000 anziehen, danach kommt eine Ernüchterung. Und später wird nichts mehr passieren, da die US -Märkte morgen pausieren.

An der generellen Einschätzung ändert sich nicht viel. Die Indikatoren bestätigen den Aufwärtstrend. Für den großen Verfall an der Eurex in zwei Wochen rechnen die Händler mit dem DAX bei maximal 13500. Der MACD wie auch andere langfristige Indikatoren zeigen sich ruhig.

Alles also ein Strohfeuer? Nun, ja, es war zunächst eine kurze Kaufgelegenheit. Allerdings ist der DAX auf dem aktuellen Niveau potentziell gefährdet, weil zu schnell und zu lange nur noch nach oben gerichtet. Faktisch läuft aller Skepsis zum Trotz alles bestens. Die Wirtschaft erholt sich spürbar. Die Corona-Nachrichten sind mehr als verdaut. Die Aktien der Biotechnologie- und Pharmaaktien werden weiter steigen. Und das Jahresende steht bevor. Das bedeutet, dass die Fondsmanager nicht mit leeren Händen zu den Bonusverhandlungen gehen wollen.

In meinem Stillhalterportfolio hat es keine Veränderungen gegeben. Deshalb verzichte ich auf die Bestandsaufstellung. Die einzelnen Positionen sind zwar meistens im Verlust, ich sehe im Moment trotzdem keinen Handlungsbedarf.

Beim Black-Swan -Portfolio habe ich etwas umgeschichtet. Ein neue Kombination kam hinzu. Und ich rollte eine und beendte zwei. Es war vielleicht ein falscher Zeitpunkt. Aber bei dieser Strategie geht es nicht darum, Trading-Gewinne zu realisieren. Die Position sollte große Korrekturen abfangen. Es bestand am Freitag eine Chance für eine Korrektur. Ich will auf keinen Fall mit nicht positivem Delta während der Korrektur da stehen. Im Laufe der Woche könnten ev. doch zwei Puts verkauft werden. Mal schauen. Wie gesagt eine Black-Swan Strategie ist fast immer schlecht. Ihr Charme besteht ja darin, einmal recht zu haben. Aber eigentlich ist sie eine reine Absicherungsstrategie und keine Spekulation.

 

Chart m. f. G. tradesignalonline.com

 

Veröffentlicht von Option_Basil

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