Die Spannung steigt und Referenzportfolien

 

Nun wird es deutlich, alle warten auf den ultimativen Doomsday im November, wenn die US-Wahlen stattfinden und die Bären untern den Börsianern zurückschlagen können. In der Tat steigt die Spannung, ohne Frage. Am Put-Call Ratio für die Optionen sieht man es am besten. Unten im Screenshot der Eurex-Seite habe ich es noch verdeutlicht. Das Ratio für die Novemberkontrakte liegt bei 3,96, während im Dezember steht die Kennzahl bei 1,1. Die Händler sichern sich offenbar gegen die Volatilität ab (kaufen Puts) und erwarten deren Zusammenbruch nach der Wahl, egal wie diese ausgehen wird. Das ist die eine Seite.

Die andere verblüfft. Denn die implizite Volatilität der Novemberserien ist sogar kleiner als die der Oktoberserien. Beispiel:

https://www.eurexchange.com/exchange-en/data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?productGroupId=13394&productId=70044&viewType=3&cp=Put&year=2020&month=10&busDate=20200925

November Put 12000 kostet 381

Oktober Put 12000 kostet 171 

In beiden Fällen entsprechen die Preise einer angenommenen impliziten Volatilität von ungefähr 32%, im November liegt sie sogar darunter.

Mit anderen Worten, die Erwartung steigender Nervosität ist  bedeutet nicht, dass Händler fallende Kurse erwarteten. Offensichtlich wurden viele Puts aus der Initiative der Stillhalter gehandelt. Ihre Preise sind deshalb nicht angestiegen, weil eben ein Angebots-Überhang herrschte.

Auf den ersten Blick hat sich dennoch die Stimmung auf dem Aktienmarkt stark verfinstert. Egal, welche Analysen ich lese, z. B. von McMillan

https://www.optionstrategist.com/

die Botschaft ist eindeutig. SELL! Und vor allem, „fürchtet den November“.

Lange Rede, ich gehe ebenfalls davon aus, dass die Volatilität bis Ende Oktober zunehmen wird, danach aber wird die Weihnachtsrally angeläutet. Immerhin wird sich an der Strategie der Zentralbanken nichts ändern.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/geldpolitik-us-notenbank-fed-101.html

Was sagen uns die Charts?

Der DAX ist über die gesamte Woche gefallen, und steht jetzt nicht weiter von der Unterstützung bei 12200. Darunter sehen wir ihn bei 11100. Im Rahmen der Erholung könnte die 13000 Marke erneut getestet werden.

Zum Referenzportfolio:

  1. Sillhalter: Hier habe ich zwei Positionen eröffnet: DBK und DTE. Beide sind im November abgesichert, da ich durchaus davon ausgehen, die Aktien zu kaufen.
  2. Das Black – Swan Portfolio hier hat es keine großen Bewegungen gegeben. Ich rollte einige Positionen, aber im Großen und Ganzen lasse ich vorerst 6 log gegen 3 Shortpositionen stehen.

Veröffentlicht von Option_Basil

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