EUREX – Musterportfolien und Aussichten

Trotz der positiv verlaufenden Märkte bleibt die Nervosität hoch. Der VSTOXX verharrt zwischen 25-33% und das ist viel mehr als noch vor Corona. Immer wieder gibt es kleine Ausbrüche nach unten, die jedoch schnell durch die gestiegene Nachfrage abgefangen werden. Wie weit soll es denn noch gehen? Inzwischen zweifle ich, dass die Märkte einmal zum alten Modus zurückkehren werden, in welchem es Zinsen, Inflation und lange andauernde Korrekturphasen gab. Zentralbanken wollen nicht nachlassen und die Zinssenkungsschraube nicht mehr aufdrehen. Was mich andererseits nachdenklich macht, ist die offenbar geringe Nachfrage nach Geld. Ist die Zeit der großen Kredite vorbei? Ja, es wird an neuen Produktionsstätten gebaut etwas für Tesla. Es werden Bahnhöfe und Flughäfen gebaut. Aber in der Masse wird heute ohne Kapitalaufnahme produziert. Covid hat diesen Trend nur noch verstärkt. Für das Home-Office werden weder neue Büros noch Hotels für Pendler gebraucht. Überhaupt Hotels, ich bin in den Jahren 2010-2019 viel gereist. Ich pendelte wöchentlich oder auch täglich in deutsche Städte, um dort im Büro zu sitzen und manchmal führte ich nicht einmal ein längeres Gespräch. E-Mails, Telefonate, Chats. Am Abend ging es mit dem Mietwagen 130 km nach Hause. Oder ins Hotel für 100 Euro die Nacht. Oder in den Flieger. Nicht selten fuhr ich 300 km mit dem Zug am selben Tag hin-und zurück. Es war ein entbehrbarer Aufwand. Jetzt müssen gezwungenermaßen Überkapazitäten in Hotelbranche bei Autovermietungen und im öffentlichen Verkehr abgebaut werden. Deshalb wird auch hier eher weniger denn mehr Kapital gebraucht.

Aber vielleicht einmal siegen die Märkte.

Im Moment steht natürlich die US-Wahl im Fokus der Börsen. Ich würde die Erkrankung Trumps in diesem Kontext nicht unterschätzen. Nicht nur, weil er älter ist. Es gibt Chaos, falls er nicht mehr als Präsident zur Verfügung steht. Und Chaos mögen die Börsen nicht. Demnach sind die Optionen im Moment sehr günstig, denn die Ungewissheit ist groß.

Der DAX kann sich wie immer nicht entscheiden. Zuerst nach unten, dann noch mehr als das positive Covidergebnis Trumps bekannt wurde. Und danach doch noch wurde der Gang nach oben umgelegt. Und so stehen wir im Index, wo wir bereits letzte Woche standen. Außer wie gesagt dass die implizite Volatilität leicht gestiegen ist.

Für meine Muster-Portfolien wirkt eine solche Handelsstimmung immer positiv. Das Stillhalter – Portfolio hat zugelegt. Ich erweiterte es durch einen SAP Diagonal-Spread. Dabei belasse ich es aber bis zum Verfall in zwei Wochen.

Das Black-Swan-Portoflio läuft ebenfalls. Die Funding -Positionen verlieren schnell an Zeitwert. Hier hat es ebenso keine wesentlichen Veränderungen gegeben, die ein Bestandteil des Musterportfolios wären.

So macht die Börse Spaß. Das Risiko ist im Griff und die ich kann den Gewinn laufen lassen.

Das Put-Call – Ratio ist erstaunlich ausgeglichen und für mich kein Indikator für fallende Kurse.

Die Open Interets sind weit gefächert, ein Zeichen der wachsenden Unsicherheit.

Die Call-Händler rechnen mit einem DAX in zwei Wochen nicht mehr viel höher als 13000. Nach unten ist das Spektrum sehr breit.

Charttechnisch bleibt es bei meiner Einschätzung von letzter Woche. Fällt der DAX unter 12000, dann sehen wir schnell 11400-11600. Tut er es nicht, sondern steigt er, dann wird die Schlacht bei 13000 entschieden.

Veröffentlicht von Option_Basil

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