Wochenbericht – und alle Jahre wieder – die Nervosität steigt

 

 

Die Tatsache, dass heute bereits vor 12:00 Uhr viel mehr Zugriffe auf meinen Blog erfolgt sind, als an einem ganzen Tag vor einer Woche, spricht für die These, dass die Ruhe aus den Märkten entweicht. Der Markt wird nervöser, aber auf eine seltsame Art und Weise. Es sind nicht die Shorts, sondern hektisches Kaufen ohne Limit und Schutz. Wir sahen es in der letzten Woche beim Gamestop. Eine Schar von potenziellen Destabilisatoren ist im Markt. Es ist die Generation 20+. Mein Sohn (20), mit dem ich mich sehr selten über die Börse unterhalte, klärte mich gestern in puncto Gamestop, Robinhood und Reddit auf. Das war eine Warnung für mich. Fakt ist, dass die Märkte nervöser werden, seit Herr Biden US-Präsident ist, ohne dass man einen Abwärtstrend ausmachen kann. Der folgende Artikel auf zerohedge.com analysiert dieses Phänomen

Extremely high fear | Zero Hedge

Denn wenn man auf den Chartverlauf der letzten 12 Monate schaut, stellt man fest, dass der DAX unter ähnlichen Umständen fast immer nach oben drehte.

Der Index liegt knapp unterhalb des unteren Begrenzung des Bollinger-Bandes. In den meisten Fällen in ähnlicher Konstellation ging es danach schnell aufwärts. Manchmal nicht. Zum Beispiel im November oder auch im März 2020. In beiden Fällen setzte sich die Korrektur fort und danach in eine sehr heftige Rally überzugehen.

Eigentlich ist in der letzten Woche nicht viel passiert. Der DAX blieb etwa bei 13400 stehen, Ich schrieb vor einer Woche, dass erst unterhalb dieser Marke insbesondere unterhalb 13000 mit großen Abgaben zu rechnen sei. Richtig gefährlich wird es unter 12500. Bitte jedoch – hier eine Warnung an alle neuen „Corona-Börsianer“, nicht sofort handeln, wenn der DAX kurzzeitig bei 12499 steht. Abwarten, ob am nächsten Tag doch noch eine Wende kommt,

Für die Fortsetzung der Korrektur spricht der MACD – Index. Dieser ist für mich ein langfristiger Indikator und recht zuverlässig, s. im Chart unten.

Das Put-Call – Ratio war letzte Woche recht hoch. Ich bemerkte es in meinem Beitrag und verwies auf eine mögliche Korrektur.

Interessant ist auch die Volatilität. Die implizite stieg auf fast 30%, während die realisierte immer noch unterhalb 20% steht.

Zusammenfassung.

  1. Historisch betrachtet ist eine Wende nach oben in dieser Woche wahrscheinlicher. Die kritische Zone beginnt erst unter 13000.
  2. Die Signale aus der EUREX sind auch eher positiv, das Put-Call ratio ist wieder deutlich kleiner.

Lawrence G. McMillan sieht es ähnlich wie ich. Es fehlt ein klares Indiz für eine Korrektur trotz der gemischten Signale.

Weekly Stock Market Commentary 1/29/2021 | Option Strategist

Der Verlauf des S&P 500 ist ähnlich. Dort liegt die kritische Unterstützung bei 3625.

Es überrascht ihn und mich, dass die immer noch so viele Käufer im Markt sind. Die Calls werden sehr rege gehandelt Diese Geschäfte könnten auch von den Stillhaltern initiiert worden sein, vor allem weil sie in den fallenden Markt verkauft wurden . Die Analyse ist jedoch etwas komplizierter. Hier müsste man die Volatilitäten für verschiedene Basispreise betrachten. Darauf habe ich keine Lust.

Und was sagt meine Intuition? Ich habe festgestellt, dass meine Beiträge oft interpretiert werden, Man ermittelt meine Prognosen, sozusagen. Für einige gelte ich als ein ausgefallener Bär. Da stimmt insofern, dass ich mir eine immer möglichen Korrektur, eines Doomsday in den Märkten immer bewusst bin. Aber natürlich setze ich auf steigende Aktienkurse. So gesehen bin ich vor allem eines – ein Realist.

Jetzt zurück zu meiner Intuition.

Ich denke, kurzfristig, das heißt in den kommenden 5-10 tagen könnten die Märkte nach oben gehen.

Langfristig sehe ich es düster. Ein Crash erscheint mir unausweichlich. Irrationale Bewertungen mancher Aktien. Eine künstliche am Leben gehaltene Geldschwemme trotz steigender Inflation.

Unberechenbare „Pandemie“-Politik. Drohende Abstürze ganzer Branchen, alle mit Open -End.

Viele gründe sprechen für starke Abgaben im Markt. Die Frage ist nur, aber wann. Es mag langweilig klingen, aber es weiß nicht einmal ich :- )

In meinem Blog bleibe ich emotionslos und beschreibe lediglich die Situation. Vor einer Woche sprach nur das P/C Ratio für möglichen Rückgang, sonst herrschte eine idyllische Ruhe.

Wir wissen nicht, wie wir in einer Woche stehen.

Zu meinen Musterportfolios habe ich bereits einen Beitrag geschrieben, der den angemeldeten Benutzern zugänglich ist.

Sowohl Stillhalter- als auch Black- Swan Musterportfolios gaben etwas ab 1-1,5% ansonsten warten sie auf den Verfall in drei Wochen oder auf einen Crash.

Ich habe jedenfalls keine Position glatt gestellt.

 

Für alle, die regelmäßig über mein Musterportfolio informiert werden wollen.

Veröffentlicht von Option_Basil

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