Mein grundsätzliches Vorgehen beim Optionstrading

Ich betreibe Positionstrading. Das heißt, es geht mir nicht darum, kurzfristige Ineffizienzen auszunutzen und im Intradaymodus Aktien oder Derivate handeln. Dafür habe ich weder Zeit noch die Nerven. Und ich finde es auch nicht besonders aufregend, muss ich zugeben. Ich finde zum Beispiel das Gamma-Scalping durchaus interessant, ich würde dafür jedoch eine viel komplexere Software nutzen müssen, für die ich im Moment zu geizig bin.

Viel mehr Freude bereitet mir eine andere Art von Spekulation, in welcher Aktien und Optionen verwendet werden. Das Ziel ist, langfristig durch den Hebeleffekt regelmäßige und immer höhere Einnahmen zu erzielen. Das heißt, im Fokus steht ein veroptioniertes Aktiendepot, das sich mit Hilfe von einer geeigneten Roll-Strategie im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt.

Die wichtigste Aufgabe ist die Auswahl der Aktien. Hier fokussiere ich mich auf europäische Werte. Zwar sind Optionen auf US-Aktien wesentlich liquide, ich habe dennoch das Gefühl, eine Total, Deutsche Bank oder Deutsche Telekom besser zu verstehen als eine Tesla. Auch Aktien, die ich seit 25 Jahren handle, können überraschen, sind bleiben für mich trotzdem greifbar.

Es gibt eine ganze Reihe von Kriterien, die die Zusammensetzung des Portfolios beeinflussen. Details will ich hier nicht verraten, Ich bleibe danach ziemlich lange den Aktien treu.

Das Veroptionieren erfolgt mit Hilfe der Short-Put Strategie. Ich handle allerdings nicht nackte Puts sondern Kombinationen, vorzugsweise Kalender-Spreads. Darüber hinaus werden gelegentlich Covered Calls geschrieben. Bei diesen Geschäften nutze ich eine aus meiner Sicht falsche Bewertung entsprechender Optionen. Die Volatilität steht hier im Fokus.

Und natürlich wird das Portfolio mit DAX-Indexoptionen zusätzlich abgesichert. Dieses Black-Swan – Portfolio ist der schwierigste Teil des Ganzen und ebenfalls mein geistiges Eigentum. Es ist eine tickende Zeitbombe, die auf den nächsten auch Mini-Crash wartet.

Die Besonderheit meiner Positionen ist eine 1:1 Absicherung. Ich schlafe nicht auf offenen Puts, koste es, was es wolle. Ansonsten spielt natürlich auch as Risiko eine Rolle. Die belastete Margin bewegt sich im Bereich 20%-30% des verfügbaren Kapitals.

Alles andere ist das Abenteuer Trading.

Veröffentlicht von Option_Basil

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