Volatilität spricht für weiter steigende Kurse

Die Volatilität wird für mich als Optionshändler immer interessanter. Es ist erstaunlich, dass jeder, der mit Optionen zu tun hat, irgendwann die Erkenntnis gewinnt, es komme nur auf die Volatilität an.

Insbesondere sollte das Verhältnis der realisierten und impliziten Volatilität stets im Auge behalten werden. Die Umsetzung ist nicht immer trivial, denn auch die Volatilitätsstrukturkurve ist hier zu beachten. Befindet sich die Implizite Volatilität im Contango, heißt, die IV der späten Monate liegt über der der kurzen Laufzeiten, dann bietet sich der Verkauf der kurzen Volatilität an. Wobei hier sind sich Forscher nicht wirklich einig.

Das Verhältnis der impliziten und kurzen Vola wird durch Variance Swaps abgebildet. Darauf will ich hier nicht eingehen.

Dennoch sollte jeder Optionshändler zumindest den Verlauf der impliziten Volatilität (IV) im Auge behalten, um z. B. Prognosen für Märkte zu geben.

Das schöne an IV-basierten Prognosen ist,d dass diese nicht einfach arbitragiert werden können. Denn eine Ineffizienz ist in Kassamärkten viel leichten auszunutzen. Eine Überbewertung der künftigen Schwankungen mag statistisch belegbar sein, Dennoch auch wenn alle anfangen würden Optionen zu verkaufen, um etwa diese Ineffizienz auszunutzen, würde die Nervosität nicht wirklich abnehmen, Und erst recht wenig Einfluss hätte eine solche Aktion auf die künftige Nervosität.

Deshalb sind Prognosen aus der Volatilität oft sehr zuverlässig.

Schauen Sie sich das Bild unten an. Ich habe dort unter anderem den Verlauf des Futures auf die IV des europäischen Volatilitätsindexes VSTOXX dargestellt, und zwar zusammen mit dem charttechnischen Indikator MDAX. Wir sehen einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Phasen des MACD und dem DAX. Dreht die IV nach unten, wie diese Woche, dann ist vorläufig eine Fortsetzung zu erwarten. In der Vergangenheit konnte man sich offenbar auf diesen Indikator stützen.

Was heißt das für den DAX? Zuerst bleibt meine Einschätzung aus der letzten Woche. Für den Großen Verfall am kommenden Freitag erwarten die Händler einen DAX zwischen 14500-15000. Die große Streuung ergibt sich aus der Analyse der Open Interests, s. www.eurexchange.com

Natürlich muss ein berufsmäßiger Optionshändler wie ich es bin, immer mit einem kurzfristigen Einbruch rechnen. Nach unten dürfte der DAX bei 14000 zum Stillstand kommen.

Nun kommt es selten vor, dass in der Woche vor dem großen Verfall die Märkte eine große Trendwende einläuten. Dafür müsste, wie eben gesagt die implizite Volatilität nach oben drehen.

Am kommenden Wochenende werde ich auch das Ergebnis des Testbetriebs meines Musterportfolios präsentieren. Zurzeit werden Details nur im geschützten Bereich gezeigt.

Ich kann bereits verraten, dass das Stillhalterportfolio nach Plan läuft und ich auf den Maximalgewinn zusteuere. Der Bestand ist inzwischen große geworden, bleibt aber durch mein Hedging risikoarm.

Das Black Swan verfolgt ein anderes Konzept. Hier geht es eher darum, kostengünstig gegen unerwartete starke Korrekturen abgesichert zu sein. Deise Aufgabe erfüllt das Portfolio sehr gut.

Es bringt im Moment nur eine mickrige Rendite

Insgesamt gehe ich im Moment von 20-25% pro verfügbares Kapital aus.

Veröffentlicht von Option_Basil

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