Nervös werden – Wette auf steigende Volatilität

Nach über einem Jahr der Corona-Rally schleicht sich langsam Skepsis ein. Die Wetten auf steigende Volatilität häufen sich. Gerade heute erfahre ich aus Bloomberg über eine übergroße Wette auf den VIX,

Giant VIX Options Trades Bet That Stock-Market Calm Won’t Last – Bloomberg

Offensichtlich wettet jemand mit über 200 000 Kontrakten auf den Anstieg des US-amerikanischen Vola-Indexes VIX bis Juli auf über 40%. Und zwar punktgenau, nachdem der Index den Tiefststand von 17% unterschritten hat. Mutig!

Auch wenn ich nicht zu 100% weiß, weshalb sich die Autoren des Artikels so sicher sind, dass das

Geschäft durch den Käufer und nicht einen Stillhalter initiiert worden ist.

Ich habe den Trend auch an der EUREX beobachtet. Die Optionen auf den europäischen Vola-Index VSTOXX werden rege gehandelt, vor allem die Calls. Noch vor einem Monat sah die Welt anders aus.

Schaut Euch die Tagesstatistik vom gestrigen Freitag an. Quelle eurexchange.com

Es wurden keine Put-Optionen im Mai gehandelt, aber über 10000 Call-Kontrakte. Sogar für die verbleibenden 5 Handelstage im April ist offenbar mit einigem zu rechnen. Heer werden auch mehr Calls als Puts gehandelt.

Inzwischen ist die implizite Volatilität auf dem Niveau vor Corona. Das Geschäft mit dem Wetten kann sehr lukrativ werden. Die Frage ist ob sondern wann der Ausbruch erfolgen wird. Die Märkte werden irgendwann nervös und zwar unerwartet stark. Ausgelöst werden solche Ereignisse durch eine exponentielle Ausbreitung einer Unsicherheit. Diese könnte aus dem Covid-Impfstoff – Bereich kommen, muss aber nicht. Wahrscheinlicher erscheinen mir Inflationssorgen , diese sind aber auch nicht neu. Ein sofortiges Ende der Anleihekäufe trotz der steigenden Rendite wäre da schon ein mögliches Szenario.

Bei den DAX-Indexoptionen beobachte ich eine ähnliche Entwicklung. Die Puts werden konsequent öfter gehandelt. Versicherungen sind günstiger geworden. Nichts wie zuschlagen. Ich plane jedenfalls, mein Black-Swan Positionen auszubauen. Dazu später mehr.

Die realisierte Volatilität bewegt sich seit Jahresanfang unverändert zwischen 13-18%. Die implizite nähert sich der historischen, somit wird der Verkauf von Index-Optionen zunehmend schwieriger und unattraktiver. Zwar kann man durchaus damit eine positive Rendite erzielen, der statistische Vorteil der nackten Optionsverkäufe schwindet langsam.

Quelle tradesignalonline.com

Veröffentlicht von Option_Basil

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