Kategorie-Archiv: Optionen

DAX bis Ende 2018 im Aufwärtsmodus zuerst 11469 und danach …

Update am 4.12.2018 Ja, ich weiß, diese „Analyse“ war eher eine Provokation angesichts der heutigen Entwicklung. Ich bleibe dabei und abgesehen davon habe ich doch immer geraten, so wie ich es tue, auf Black Swan Strategien zu setzen. So viel an aller Spotter.

Der nächste EUREX-Verfall ist am 21.12 und bereits jetzt kann ich den Trend für den Abrechnungskurs des Deutschen Leitindexes erkennen. Ich analysierte die Open Interests aller DAX-Optionen mit Verfall Dezember.

Calls unter

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=&cp=Call&month=12&year=2018&busDate=20181130

 

und Puts unter

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Put&month=12&year=2018&busDate=20181130

 

Ich berechnete den gewichteten Mittelwert aller Open Interest. und bekam

Calls: 11469

Puts: 10027

Es sieht demnach aus, dass der DAX den Wert 11500 kaum überschreiten könnte. Nach unten ist der Spielraum zwar groß, das ist aber nicht ungewöhnlich, da die Positionen im Laufe des gesamten Jahres aufgebaut werden, insbesondere in den Korrekturen dürften viele Dezember Puts gekauft worden sein. Das Ergebnis überrascht nicht. Es ist ja nur ein arithmetisches Mittel, sonst nichts. Oder doch? Im letzten Beitrag rechnete ich doch mit einem DAX zwischen 11800-12000. Vielleicht darf man alle Basispreise gleich gewichten. Die zuletzt gehandelten Kontrakte haben intuitiv ein höheres Gewicht, oder?

Ansonsten haben wir heute einen großen Sprung gesehen, bedingt durch die politische Ruhe unter den G20. Damit dürfte die Weihnachtsrally endgültig angeläutet sein. Die Tage zwischen den Jahren sind traditionell lau und positiv. U danach? Eine große Unbekannte.

Unten ein Chart vom letzten Freitag m. f. G. tradesignalonline.com

Für mich deutet sich dort zuerst ein Ausbruch nach oben an, da wir noch fallende Volatilität haben.

Unbenannt

Advertisements

Gedanken eines Kleininvestors zum Jahresende

 

Es gibt sie doch – die Jahresendrally, den berühmten letzten Hoffnungsschimmer, ein gutes Jahresergebnis vorzuzeigen, wem auch immer, dem, Chef, der Ehefrau, den Investoren. Jetzt, wenn sich mittlerweile alle sicher sind, wir befinden uns in einem Bärenmarkt, scheint sich die Stimmung aufzuhellen. Abwärtsmärkte sind schwierig, heiß es, denn die Preise sind die meiste Zeit am Steigen. Wenn sie jedoch fallen, dann kräftig. Dass der Trend negativ ist, darüber sollte es keine Zweifel geben. Der DAX erreichte sein Jahreshoch am Jahresanfang und ist seitdem nur noch gefallen, wenn auch längere Erholungsphasen dazwischen kamen. Aber seien wir ehrlich, wer weiß das schon? Im Jahr 2015 ist der Index doch ebenfalls im Schnitt gefallen. Unser „Bärenmarkt“ könnte also bald zu Ende sein. Zunächst scheint die Marke 12.000 zum Jahresende im Visier der Börsianer.

Wenn Sie auf die Verteilung der Open Interests gehen

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Call&month=12&year=2018&busDate=20181123

Sie stellen schnell fest, dass die meisten offenen Puts und Calls mit dem Verfall im Dezember bei 12.000 liegen. Die EUREX-Händler sind sich offenbar einig, dass diese magische Marke etwa erreicht aber nicht signifikant überschritten wird am 21.12.2018. Erstaunlich fast spießig ist dieser langweilige Konsens. Und überraschend ohnehin in einem „Bärenmarkt“.

Was habe ich in diesem Jahr gelernt? Dass Bitcoin nicht automatisch eine Zukunftsvision, sondern zuerst eine reine Spekulation ist. Und dass wir stets den Turm Babel entdecken, diese überheblichen selbstverherrlichen Aktionen auf diesem Planeten entdecken, die irgendwann mit einem Desaster enden. Die monströse Verlust des Hedgefonds OptionSellers.com ist gleichzeitig ein Beweis, dass der Handel mit nichtlinearen Finanzprodukten wie Optionen einer tickenden Atombombe gleicht. Seit 2007 habe ich nicht eine einzige Nacht geschlafen, ohne zu wissen, dass alle meine offenen Shortpositionen in Optionen abgesichert sind und ich nur einen begrenzten Betrag verlieren kann. Die millionenschweren Charmeure von Optionsellers.com wussten es offensichtlich nicht.

Ich habe gelernt, dass klassische gedeckte Stillhaltergeschäfte mit Optionen auf DAX-Werte eine sehr profitable Strategie sein kann. Unten habe ich den Verlauf meiner Equity mit den gehedgten Puts auf die Deutsche Telekom angehängt. Es läuft einfach gut, weil die DTE eine gute Wahl war. Das gleiche Vorgehen mit der Deutschen Post hat sich als etwas schwieriger erwiesen. An der grundsätzlichen guten Prognose der Stillhalterstrategie mit Covered Puts ändert das nichts.

Unbenannt1

Unbenannt