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DAX am Ende der Dividendensaison

Geschrieben am Freitag

Nach längerer Pause melde ich mich aus einem ICE ( 30 Minuten Verspätung und kein Bier mehr).

Die Märkte lassen sich nicht beirren. Solange die Unternehmen Geld verdienen, werden Aktien gekauft. Zumindest bis die Dividenden ausgezahlt sind, Ich habe, wie Ihr wisst, ebenfalls eine Dividendenstrategie mit der Deutsche-Telekom-Aktien vorgestellt und beschlossen umzusetzen. Inzwischen wurde sie etwas modifiziert. Entgegen der ursprünglichen Planung werde ich mich nicht morgen mit den Aktien andienen lassen. Ich habe inzwischen durch die geschriebenen Puts einen schönen Gewinn eingestrichen und mehr als die Hälfte der Hedge-Kosten zurückbekommen. Nun neige ich dazu, beim konsequenten Put-Verkauf zu bleiben. Der Kauf der Aktien für 13.000 Euro ist eine kapitalintensive Strategie, die nur einen Vorteil hätte. Ich könnte nämlich Calls schreiben und würde die Dividende vorher kassieren. Auf den ersten Blick mag es lukrativ erscheinen, genauso im Sinne der vielen Befürworter des „regelmäßigen Einkommens an der Börse“. Es ist aber falsch. Denn durch den Verkauf der Puts gehe eine vom Auszahlungsprofil her identische Transaktion wie beim Aktienkauf und gedeckte Calls. Bei Short-Puts stelle ich allerdings die Position glatt und bei Covered Calls halt nur die eine Seite. Am Ende des Tages werde ich mich verstricken in das Rollen von Rückkauf von Calls gemäß dem Motto „ Hin-und her macht die Taschen leer“

Die Dividende ist auf der anderen Seite bereits in den Puts inkludiert. Es kann sich noch manches ändern, aber die Idee gefällt mir mehr und mehr.

Der DAX scheint kurz vor eine Konsolidierung zu stehen. Ich kann mich dennoch täuschen, denn generell bleibt meine Einstellung positiv, wie zuletzt berichtet. Die nächsten Kursziele liegen im Bereich 12600-12800. Sollte der DAX doch einbrechen, dann zuerst in das Intervall 12200-12300.

Die EUREX-Händler sehen den DAX auf der Oberseite bei 12600 im Mai und auf der Unterseite bei 12.000, eventuell bei 11500 oder 11.000. Bei diesen Strikes liegen nämlich die meisten Open Interests. ( Quelle http://www.eurexchange.com)

Zum weiteren Verlauf meiner DAX-Optionsgeschäfte bin ich mir nicht so sicher. Aktuell bin ich seit Jahresanfang im Minus und das ist nicht zufriedenstellend. OK, der Grund ist vor allem der Einbruch im Januar, aber vielleicht auch mein Regelwerk. Ich kaufte zu teure Puts zur Absicherung meiner Shortpositionen und der Preis ließ sich nicht zurückholen. Einen Teil gewann ich zwar aber bei weitem nicht alles. Ich weiß noch nicht, was ich daraus schlussfolgern sollte.

Zurzeit halte ich auf der Call-Seite einen Butterfly und mit Puts bin ich mit 12350 Puts short und 11900 long positioniert. Es ist also eine sehr enge Spannweite diesmal. Ich will die Volatilität mehr unter Kontrolle haben.

Tendenziell werde ich wohl zurück zur meiner Lieblingsstrategie zurückkommen, die ich leider zu früh aufgab. Black Swan – kostengünstig auf einen großen Move warten. Diese große Bewegung könnte endlich nach dem Ende der Dividendensaison kommen. Details zu dieser Startegie folgen demnächst. Man muss etwas handeln, womit man glücklich ist, was zu der eigenen Persönlichkeit passt, oder?

Zuerst will ich natürlich meinen ursprünglichen Ansatz fortsetzen.

 

 EUREX  DTE  P  DEZ18  12,00  0  O 10 0 U 23.03.2018 EUR 0,71 0,29 -420,00 290,00
 EUREX  ODAX  C  MAI18  12700  0  O 1 0 U 05.04.2018 EUR 97,0 99,7 13,50 498,50
 EUREX  ODAX  C  MAI18  12600  0  O 1 0 U 10.04.2018 EUR 153,0 146,6 -32,00 733,00
 EUREX  ODAX  P  MAI18  11900  0  O 2 0 U 16.04.2018 EUR 69,0 37,1 -319,00 371,00
 EUREX  DTE  P  MAI18  13,50  0  O 0 10 U 17.04.2018 EUR 0,30 0,31 -10,00 -310,00
 EUREX  ODAX  P  MAI18  12350  0  O 0 2 U 17.04.2018 EUR 97,0 103,9 -69,00 -1039,00
 EUREX  ODAX  C  MAI18  12650  0  O 0 2 U 19.04.2018 EUR 131,0 121,7 93,00 -1217,00

 

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Am Anfang gab es den Gap

Die Konsolidierungsphasen sind ein Grauen für den modernen Börsenhändler. Vor allem, wenn die Volatilität nicht sehr niedrig ist. Die Nerven zerrenden Seitwärtsbewegungen finden dann statt, wenn die meisten Händler auf eine starke Trendbewegung setzen. Egal in welche Richtung. Das Prinzip bleibt wie immer an der Börse. Die Kursrichtung ist ein Optimum, welches zum Scheitern der meisten Händler führen muss. Diese Minority Game ist das Einzige, was immer greift. Wenn also die Aktien über viele Jahre steigen, heißt das, die meisten Händler sind zu pessimistisch und zu sehr abgesichert. Fallen sie, dann überwiegen die Käufer. Aber wenn nun die Hälfte auf eine starke Aufwärtswelle etwa durch den Kauf von Calls setzt und die andere Hälfte sich mit Puts eindeckt, dann passiert eben nichts. Wenn ein Teil dies erkennt, und durch Stillhaltergeschäfte auf eine Seitwärtsbewegung wettet, dann werden auch diese Börsianer verlieren, weil die Schwankungen entsprechend steigen den Verkauf von Optionen zu teuer und riskant machen.

Insgesamt ist meine Einschätzung für den DAX positiv. Der Index startete am letzten Donnerstag mit einem Up-Gap – Eröffnungslücke, was im DAX ein starker Trendindikator ist. Die Marke 12400 wird früher oder später überschritten und dann die 12600 und so weiter.

Aber wie Leid es mir auch tut, nach unten besteht immer noch ein hohes Risiko. Die Märkte sind zurzeit nervös und das wird sich nicht in ein paar Tagen legen. Die Gründe für die gestiegene Volatilität scheinen langsam den Schrecken zu verlieren. Handelskrieg na und? Syrien erst recht uninteressant, nachdem sogar die deutschen sehr links geprägten Medien erkennen, dass sie vorsichtiger mit den Schuldzuweisungen sein sollten.

Es fehlen relevante Gründe, wenn es die gestiegenen Zinsen nicht gäbe. Denn sie können am Ende das Zünglein an der Waage werden.

Ich tue erst einmal gar nichts. Die leicht steigenden DAX-Notierungen sind gut für meine Performance und in diesem Marktumfeld ein häufiger Meinungswechsel durch Trading nur zufällig erfolgreich sein kann. Das richtige Timing will ich nicht testen.

 

 

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