Kategorie-Archiv: Optionen

Weiterer Anstieg mit 90% Wahrscheinlichkeit

Nach meiner Einschätzung ist in gegenwärtiger Lage ein weiterer Anstieg der Aktienmärkte das wahrscheinlichste Szenario, s. Chart. Äußerst selten folgte auf eine vergleichbare Konstellation ein heftiger Kurssturz, so wie im November 2017. Die Befürchtung des „Handelskrieges“ hat also nicht ausgereicht, um die Welt in den Abgrund zu stürzen.

Die USA bestätigen den historischen Trend, dass aus diesem Land wichtige Impulse für andere Völker ausgehen. Allen Bemühungen der westeuropäischen Medien zum Trotz zeigt sich Trump von seiner innovativen Seite. Zuerst schaffte er im Falle von Nordkorea, im Gegensatz zum Friedensnobelpreisträger Obama, einen Diktator an den gemeinsamen Tisch zu bringen. Zum anderen macht er es auch vor, was das 21. Jahrhundert in Bezug auf die Migration bringen wird.

Es ist ein Kampf,d er gerade beginnt. Den Kampf haben sowohl die westlichen Nationen durch die expansive Kolonialpolitik als auch die betroffenen Länder selbst ausgelöst. Es ist der Kampf um die Errungenschaften der westlichen Kultur, mag sie auch so viel Böses getan haben. Alle haben gute Absichten aber es wird keinen anderen Weg außer totaler Abschottung geben. Niemand will es begreifen. Die Diskussion hin oder her, am Ende wird um Europa eine Mauer aus Stacheldraht gebaut. Die Migranten sind durch das Internet und Globalisierung aufgeklärter und wissen, dass man auch anders leben kann. Sie werden kommen und nehmen, wenn sie es schaffen. Mit Kriegen hat das nichts zu tun. Oder herrschen Kriege in Irak, Afghanistan, Marokko, Somalia? Es ist der Kampf um Ressourcen im Westen, die zum Teil durch die räuberische Politik zum Teil durch kluge Entwicklungen wie Aufklärung und Demokratie erreicht wurden. Der Westen ist auch angreifbar geworden, nicht zuletzt durch die Abschaffung Gottes, wo Deutschland seit Jahrhunderten besonders erfolgreich ist.

Der Zölle auch chinesische Waren ist ein vernünftiger Schritt gegen schlechte und billige Ware aus dem Fernen Osten. Auch hier sind nicht Chinesen schuldig, sondern der Konsument in Westeuropa und der Manager, der mangels Innovationsfähigkeit nur noch nach Kostensenkungspotenzial außerhalb Europa sucht.

Es wird also Wellen von Migranten und Handelskriege im 21. Jahrhundert geben.

Reicht das, ob die Börsianer zu verschrecken? Hier scheint keine Gemeinsamkeit zu bestehen. Und keineswegs bleiben die Händler gleichgültig. Der Ausgang ist ungewiss, aber Unsicherheiten sind schlecht für die Märkte. Die Zölle in sich schaden kaum, dennoch weiß niemand, wie die Geschichte ausgehen wird. Und das führt zu den beobachteten Schwankungen.

Zum DAX – die von mir avisierte Korrektur auf 12460 ist bereits gestern erreicht worden. Der Index könnte jetzt zu einer kleinen bis 12930 Gegenbewegung einsetzen, deshalb der Titel.

Dafür spricht unter anderen meine Analyse der historischen Standardabweichung

Insgesamt ist jedoch das Bild getrübt, und ich würde jetzt nicht mehr von einer phlegmatischen Sommerrally sprechen. Die Volatilität ist da. Sollte der DAX unterhalb 12300 fallen und auch so bis zum Tagesende bleiben, dann rutscht es schnell auch 11500.

Die EUREX Positionen großer Institutionen deuten auch einen Abwärtstrend hin, wie im Screenshot unten sichtbar. Die Basispreise zwischen 12000-13000 sind gut besetzt, anders als im Juni, wo alles auf 13.000 hindeutete.

Charts m. f. G. http://www.tradesignalonline.com und http://www.eurexchange.com

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Die Tage der Entscheidungen

Seit dem letzten Verfall an den Terminbörsen im Mai, was für mich bekanntlich der wahre Kalender ist, hat sich in den Weltindizes nicht viel getan. Die von mir vor drei Wochen ausgerufene Sommerrally dauert anscheinend noch an. Allerdings sehen wir zurzeit nur recht wenige Symptome. Die Aktienkurse steigen nicht alle gleichzeitig, was zwar nicht ungewöhnlich ist. Aber die großen Indizes wie DAX und Dow schaffen es auch nicht, die alten Stände zu übertreffen.

Der DAX hat sich seit dem Maiverfall am 19.05 um gerade 300 Punkte nach unten bewegt. Der Tanz um die 13.000 Marke ist dort lange nicht zu Ende.

Die Händler setzten immer noch auf 13.000 als Abrechnungskurs am kommenden Freitag, den sogenannten Großen Verfall. Die Offenen Kontrakte an der EUREX sprechen jedenfalls für eine Unentschlossenheit und eher die Bereitschaft, den aktuellen Zustand solange zu erhalten, wie es nur geht. Wie im Screenshot unten sichtbar, sind die open interests sowohl für Calls als auch für Puts bei 13.000 verdichtet. Seltsam, wobei einige der Puts sind wieder glatt gestellt worden.

So oder so würde ich keine großen Veränderungen erwarten, jedoch kann ich große Sprünge nicht ausschließen. Diese kommen in der Woche vor dem Verfall vor, Meistens steht der Trend am Mittwochabend fest. Normalerweise, aber nicht diese Woche.

Ein wenig Bewegung könnte ab nächster Woche kommen. Denn die Standardabweichhung, die zyklisch verläuft, den Minimalpunkt erreicht hat.

Am Donnerstag wird ein Statement der EZB zu den Anleihekäufen erwartet.

https://www.wallstreet-online.de/wirtschaftskalender

Es kann bis dahin zur erhöhten Volatilität kommen.Insgesamt kann ich mir einen schwachen Markt weder vor noch nach dem Donnerstag nicht vorstellen. Hier die CeBit dort die Beflügelung durch Trump, und insgesamt heiß angelaufene Konjunktur werden eine Baisse bis zum Sommerende verhindern.

Ich würde mich natürlich über eine größere Veränderung in den Märkten freuen.Wie Ihr wisst, eine meiner Strategie Black Swan setzt auf Schwankungen. Die Septemberoptionen würde davon gut profitieren. Aber wie verhext passiert seit den Start der Strategie nichts. Ich ahnte es und eröffnete von Anfang an weitere Positionen, mit welchen der Zeitwertverlust der Septemberoptionen abgefangen werden kann. Bis jetzt läuft die Strategie, der Verlust der September-Optionen ist größtenteils ausgeglichen. Udn wenn der DAX sich bis Juli nicht bewegt, komme ich sogar in die Gewinnzone.

Viel einfachher und auch zurzeit profitabler läuft die DTE Dividend Strategie. Ich stieg in den Verkauf von Puts mit langjährige Absicherung einige Wochen vor der Dividendenzahlung der Deutschen telekom ein, weil ich wusste, dass in dieser Zeit eine solche Aktie starkt zulegt. Das hat sich auch bestätigt. Ich habe einen ansehnlichen Gewinn realisiert, der fast den gesamten Preis der Dezember Hedge-Puts abdeckt. So gesehen kann ich jetzt entspannt weitere kurz laufende Puts verkaufen, solange der Aktienkurs nicht zu sehr nach oben ausgebrochen ist. Ich überlege mir sogar, die Positiion zu erhöhen.

Unten wie immer ein paar Charts und Kontoauszug.

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Black Swan, real. G&L = 1105

10.06.18
 EUREX  ODAX  P  SEP18  10900  0  O 7461873 1 0 U 24.04.2018 EUR 113,0 67,2 -229,00 336,00
 EUREX  ODAX  C  SEP18  12900  0  O 7491710 1 0 U 22.05.2018 EUR 590,0 308,3 -1408,50 1541,50
 EUREX  ODAX  C  JUL18  12900  0  O 7499267 0 1 U 29.05.2018 EUR 184,0 154,6 147,00 -773,00
 EUREX  ODAX  P  JUL18  11550  0  O 7507589 0 1 U 04.06.2018 EUR 37,0 31,9 25,50 -159,5

Dividend DTE, real. G&L =  405

10.06.18
 EUREX  DTE  P  DEZ18  12,00  0  O 7424576 10 0 U 23.03.2018 EUR 0,71 0,21 -500,00 210,00
 EUREX  DTE  P  JUN18  13,50  0  O 7489025 0 10 U 18.05.2018 EUR 0,26 0,22 40,00 -220,00

DAX Stillhalter

10.06.18
 EUREX  ODAX  C  JUL18  13200  0  O 0 1 U 08.06.2018 EUR 47,0 48,2 -6,00 -241,00
 EUREX  ODAX  P  JUL18  12100  0  O 0 1 U 08.06.2018 EUR 80,0 78,1 9,50 -390,50
 EUREX  ODAX  C  JUN18  13650  0  O 1 0 U 16.05.2018 EUR 8,0 0,5 -37,50 2,5
 EUREX  ODAX  P  JUN18  11650  0  O 1 0 U 18.05.2018 EUR 17,0 1,9 -75,50 9,5