Baisse in den letzten Wochen 2021

Es sieht nicht danach aus, dass wir bald eine Jahresendrally bekommen werden. Die aktuelle Entwicklung könnte man mit der Sprache von damals als „Salami Crash“ bezeichnen. Ich habe inzwischen vergessen, wer den Begriff als erster im TV verwendete. Es war einer von den zahlreichen Börsengurus der später 1990er, die viele Jahre vor Übertreibungen warnten und am Ende nach 2001 doch Recht behielten.

Tatsächlich fällt auf, dass seit den Wahlen in Deutschland die Aktienkurse fallen. Eigentlich schon früher, als es klar wurde, welche Parteien gewinnen werden. Man weiß zwar nicht, wer uns am Ende regieren wird, aber Gutes für die Wirtschaft ist hier nicht zu erwarten.

Beispiel Strom und Energie. Auf die Klimahysterie folgt jetzt Energie-Panikmache. Klar, laut Medien sind hohe Marktkosten schuld an Strompreis. Es wird erstaunlich wenig über die Ursache geredet.

Hier die Fakten:

Energiebedarf ist in Deutschland gestiegen. Der Grund ist u. a. die steigende Anzahl der Elektroautos aber nicht nur. Der Bedarf kann nicht durch die heimische Produktion befriedigt werden. Aus erneuerbaren Energien wird viel zu wenig Strom erzeugt, das kann man sogar täglich im TV Videotext lesen. Als Ersatzquellen bleiben Braunkohle, Steinkohle und Gas. Beides wird immer nicht zuletzt wg. der CO2 Zertifikate und sonstiger Umlagen auch immer teurer. Erdgas wird zur Alternative zum Erdöl. Ude natürlich müssen wir den Strom importieren und sind aus deshalb vom Anstieg der Rohstoffpreise betroffen.

Aber ganz ehrlich nicht die Marktpreise sind der Hauptgrund für gestiegenen Strompreise.

Es sind die unzähligen Umlagen, vor allem für erneuerbare Energien.

Wie man in der Grafik unten sieht machen die Beschaffungskosten lediglich 19% des Preises aus. Der Rest sind Kosten für die sog. Energiewende.

Übrigens die Nuklearreaktoren die eigentliche CO2-freie Energiequellen werden weiter tüchtig abgeschaltet.

Der Regierungswechsel, Lieferprobleme und steigende Energiekosten könnten tatsächlich die Aktienmärkte in die Knie zwingen.

Und wie immer stellt sich die Frage, wann. Der DAX befindet sich zurzeit eindeutig im Abwärtstrend, der sich durch immer kleinere Tiefs und Hochs auszeichnet. Die Indikatoren wie der MACD und 200-Tage Linie sprechen auch nicht gerade für einen Aufwärtstrend.

Es ist natürlich schwierig, in dieser Marktphase Geld zu verdienen. Denn nach kurzen Abgaben kommen steile mehrtägige Erholungen. Die Kursstürze sind also lediglich eine Kaufgelegenheit gewesen. Trotzdem steht der DAX 1000 Punkte unter dem Augusthoch.

Und was macht der Optionshändler?

Erstens ist er auf eine solche Phase gut vorbereitet, indem er seine Stillhalterpositionen stets gut absichert. Zweitens, er kauft Bär-Put-Spraeds sobald die Kurse nach unten rauschen. Er muss nicht gleich rollen, weil er nicht nackt ist.

Und er setzt auf einen Rückgang der kurzen Volatilität, wenn diese bereits stark gestiegen ist.

Zusammenfassend, eine gute Optionshändlerin hat zurzeit genug Spielraum, weil sie nicht voll investiert ist und nicht mit ihrer Marginauslastung am Limit ist.

So ist auch mein Vorgehen im Musterportfolio. Dieses wird regelmäßig in diesem Forum präsentiert. Es entwickelt sind gut, nächste Woche nach dem Verfall werde ich die Transaktionsliste veröffentlichen.