Zuviel des Schlechten?

Ich bin kein Freund der verhaltensorientierten Chartanalyse. Die Märkte stellen ein gemitteltes Ergebnis des Verhaltens einer so breiten Masse mit so verschiedenen Vorgeschichten und Erwartungshaltung dar, dass es meiner Meinung nach unmöglich ist, daraus auf die „stellvertretende“ Meinung der Investoren zu schliessen. Aber wie gesagt es ist halt meine Meinung. Joachim Goldberg von Cognitrend scheint damit z.B. erfolgreich zu sein.

In bestimmten Fällen jedoch ist das Herdenverhalten zu Händler zu offensichtlich, um völlig ignoriert zu werden. Lass‘ uns die Technischen Analysen und Prognosen von heute anschauen. Was sehen wir da

1. JRC: „Dax Future- tendenziell schwächere Kurse“

2. Trading Notes: „Dax Future- Kursgewinne fallen weiter“

3. Ross Trading: „Tendenziell weiter fallende Kurse“

4. muellerfinancial.eu „Dax weiterhin imAbwärtstrend“

Weitere Fragen? Nein, nur mit allem was man hat short gehen, und in den nächsten Tagen glatt stellen und man braucht nicht mehr zu arbeiten…

Ich glaube nicht dass es so einfach ist. Bei so viel Pesssimismus kann man nur auf die hohe Erwartungshaltung schliessen bez. der weiteren Kursentwicklung. Alle warten auf fallende Kurse und solange dies ausbleibt, wir nach und nach zurückgekauft..

Also doch steigend?

Meine Einschätzung ist nach wie vor :

Zwischen 4.02-7.02 fielen die Notierungen von 7050 auf 6649. Diese Bewegung wird zuerst korrigiert also wir müssen mit einemAnstieg auf 7850-7900 rechnen. Bei 6850 befinden sich noch zusätzlich weitere markante „Widerstände“, so dass der DAX wohl dort eine Verschnaufpause anlegen wird. Geht es aber weiter auf über 6910, dann liebe Bären – zieht Euch warm an! Die einzige Hoffnung, dann bis dahin unsere Analysten wieder umschwenken werden und von „weiter steigenden Kursen“ reden werden… Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um vielleicht doch short zu gehen…

Veröffentlicht von Option_Basil

Investieren

Ein Kommentar zu “Zuviel des Schlechten?

  1. Und auch die ausländische Presse will die Auflage mit „Bear Market Stories“ stützen — z.B. BusinessWeek.

    Das Gerede (nicht grundlos, nicht grundlos!) über Rezession scheint mir auch mittlerweile (oder zumindest fürs erste) zu laut zu sein.

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