Ausblick auf den Verfall und Erfolg durch Nichtstun

 

Der Optimismus will nicht verschwinden. Nur ein kurzer Blick auf den DAX -Verlauf seit dem Jahresanfang reicht aus. Egal welche „Chartschule“ man vertritt, der Wille zu steigen ist beim DAX nicht zu übersehen. Kurze Korrekturen und dann geht es wieder. Die Hoffnung auf die perversen Anleihekäufe seitens der EZB reicht eigentlich aus. Wenn noch der scheinbare Frieden mit China hinzukommt, dann ist die Euphorie nicht mehr zu bremsen.

Aus der Sicht der Fibonacci-Mustern könnte der DAX gerade eine 50% Korrektur der letzten großen Abwärtswelle vollzogen haben. Mit anderen Worten, eine Wiederaufnahme der Abwärtsbewegung ist denkbar, jedoch aus meiner Sicht völlig ausgeschlossen. Das Langzeitgedächtnis der Börsianer stirbt zwar nicht, ist trotzdem bei weitem nicht so ausgeprägt wie das Kurzzeitgedächtnis. So gesehen sind die Fibonacci-Muster bei der Chartanalyse für lange Zeitverläufe m. E. Zu vernachlässigen.

Am Freitag in einer Woche ist der Verfall an der EUREX. Die EUREX – Bestände sprechen für einen Abrechnungskurs des DAX bei 11600-11700, also etwas unter dem aktuellen Preis. Auf der Unterseite verdichten sich die Prognosen bei 11000-11200. ( Quelle http://www.eurexchange.com).

 

DAX

 

Ich wollte kurz auf ein anderen Thema hinweisen. Die Pointe der letzten Monate für mein persönliches Portfolio lautet – weniger ist besser. Es hört sich trivial an, aber es ist wahr. Optionsgeschäft erfordert Geduld. Wenn man, wie ich von Natur aus eher ungeduldig ist, dann muss man halt lernen. Ich habe viele Jahr gebraucht, um es zu begreifen. Geduld zahlt sich für jeden Optionshändler, der natürlich sein Handwerk kennt. Egal, ob ich Optionen kaufe oder Stillhaltergeschäfte betreibe ich muss ich von vorne die erwarteten und die möglichen Marktbedingungen berücksichtigen . Danach folgt das große Warten. Jede Aktionismus ist tödlich. Ich werde niemals auf Dauer das richtige Timing finden. Und ich ich Schwankungen in Kauf nehmen. Aber vor allem sollte ich an Gebühren denken. Ich habe in dieser Periode so gut wie nie gehandelt. Und ich finde es einfach geil. Und es läuft. Erst jetzt merke ich langsam, wie sich die Volatilität und Zeitwert auswirken. Wie Optionen wirklich leben. Reagieren sollte immer gut überlegt werden. Manchmal ist es besser, einen bestimmten maximalen Verlust in Kauf nehmen und nichts tun, wenn der Markt gegen Dich läuft.

Denken Sie daran!

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Der neue Stillstand

Die Dividende werden gezahlt und zwar zum Teil üppig. A, letzten Freitag zahlte die Deutsche Telekom. Der Aktienkurs reagierte nur pflichtbewusst und gab etwa um den Dividendenabschlag nach. Toll! Bei dieser Aktie, in die ich seit Jahrzehnten al Optionshändler investiere, erwarte ich nun eine langsame Korrektur, ab dem Spätsommer eine leichte Stabilisierung und zum Jahresbeginn 2020 wieder einen Aufschwung. Bis auf die nicht bekannten Unsicherheiten sog. Black Swans bietet die Aktie hervorragende Gelegenheit, Optionen zu verkaufen. Die unknown unknowns sind die einzige Gefahr, also wenn etwas die Dividende gekürzt werden sollte.

Der Mark insgesamt ist im Moment freundlich. Der DAX steigt und zwar so wie es die Skeptiker nicht mögen, nämlich schleichend. Dieser Trend wird die Crash-Erwartung mancher durchkreuzt haben. In einem Beitrag haben Tasty Trades Autoren eine Studie zitiert, in welcher belegt wurde, dass die größten Verluste werden beim Verkauf von Laufoptionen auf den US-amerikanischen Markt realisiert.  Also Short gehen mit Call auf S&P ist die größte Gefahrenquelle. Denn mit fallender Volatilität wird es immer schwieriger, auf einen höheren Basispreis zu rollen. Gleichzeitig sind die Gamma-Risiken viel höher als bei Put-Verkäufen.

Bei allem Optimismus rechnen die meisten Händler anscheinend doch mit einer geringen Marktdynamik. Die Analyse der Open Interests an der EUREX https://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?productGroupId=9772&productId=50164&viewType=3&cp=Put&year=2019&month=12&busDate=20190329

zeigt die größte Verdichtung für Aprilkontrakte bei den Basispreisen um 11600 und etwas höher für Calls. Auf der Unterseite erwartet man kaum den DAX unter 11000 zum Verfall in drei Wochen. Geopolitische Gefahren sehe ich im Moment nicht. BREXIT ist kein Thema für die Börsen. Zinsen im Keller und Handelskriege vom Tisch. Die Unternehmenszahlen sind gemischt aber nicht grottenschlecht. Die Automobilindustrie steht zwar vor einem gewaltigen Umbruch, die negativen Folgen sind zurzeit dennoch nicht so einfach auszumachen. Noch sind die Vorsitzenden der VWs  & Co von der eignen Unfehlbarkeit und Agilität überzeugt.

Zur Charttechnik, der DAX könnte bei 11600 einen Dämpfer kriegen. Steigt er deutlich über 11650, dann ist erst einmal der Weg auf 12000 frei. Die untere Begrenzung liegt bei 11 000. Eine Pendelbewegung halte ich ebenso für denkbar. Bis Ende Mai zumindest.