Noch ist die Jahresendrally 2018 nicht gestorben …

 

Der Druck auf die Aktienmärkte wird steigen, da habe ich keine Zweifel mehr. Sogar der dümmste Fondsmanager wird sein Portfolio umschichten, wenn er mit den US-Anleihen 4% p. a. verdienen kann. Warum sollte sie zum Teufel auf den S&P wetten, wenn hier keine grandiosen Stories mehr zu erwarten sind. In drei Monaten kann zwar alles ausschauen, wenn zum Beispiel die ersten Anzeichen einer Konjunkturabschwächung erkennbar wären. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, zumal die aktuelle weltweite Rally durch die Notenbanken in am Leben erhalten wurde. Die Inflation steigt seit Jahren, schaut Euch nur die Preise in Deutschland an. Ich denke, die EU-Zone wird besonders unter der EZB-Politik leiden müssen. In puncto Zinsen ist bei uns noch wenig passiert. Die Bauzinsen bleiben nach einem leichten Anstieg in diesem Jahr relativ konstant. Schauen wir mal, wie lange noch.

Nun zurück zur Börse. Ein weiterer Faktor, der den Abschwung anfeuern könnte, sind miserable Unternehmenszahlen. Noch werden Dividenden ausgeschüttet, aber entweder ist man von guten Zahlen enttäuscht, oder sind die Gewinner eingebrochen. Eine schlechte Stimmung muss ja nicht immer als ein Kontraindikator angesehen werden.

Objektiv gesehen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um auf fallende Kurse zu setzen. Mit günstigen Puts zum Beispiel. Ich rechne nämlich mit einem kurzen Aufwärtstrend bis etwa 12.000 im DAX bis zum Jahresende. Dafür sprechen unter anderen die Positionierungen an der EUREX. Sinkende Volatilität könnte den Optimismus verstärken.

Und wie sieht mein Portfolio aus. Ich zeige unten einen kleinen Ausschnitt mit den DAX-Optionen. Ihr seht, ich bin eigentlich kurzfristig bis Dezember short. Aber ich halte stets Gegenpositionen auf der Longseite, um etwa den größeren Schwankungen entgegen zu kommen. So ist das Rollen wesentlich einfacher.

Der DAX-Chart unten deutet auf eine bevorstehende größere Kursbewegung im DAX hin. Die Frage ist nur, wann diese zu erwarten ist. Intuitiv gesehen ist ein Anstieg bis Dezember und danach ein Absturz plausibel. Noch müssen die Hoffnungen auf eine Rally nicht sterben.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Unbenannt

 

Und hier mein DAX-Portfolio

Börse Kontrakt O/C Order Nr. Long Pos. Short Pos. gedeckt Handels- Whrg. Einstand akt. Kurs G & V Pos. Wert
datum EUR EUR
 EUREX  ODAX  C  MAR19  13300  0  O 7623654 1 0 U 14.09.2018 EUR 71,5 7,3 -321,00 36,50
 EUREX  ODAX  P  DEZ18  10900  0  O 7650033 0 1 U 08.10.2018 EUR 91,0 75,1 79,50 -375,50
 EUREX  ODAX  P  MAR19  10500  0  O 7659604 1 0 U 12.10.2018 EUR 205,0 146,0 -295,00 730,00
 EUREX  ODAX  C  NOV18  12500  0  O 7669529 2 0 U 19.10.2018 EUR 3,3 0,1 -32,00 1,00
 EUREX  ODAX  C  DEZ18  12000  0  O 7672522 0 1 U 23.10.2018 EUR 63,0 55,7 36,50 -278,50
 EUREX  ODAX  C  DEZ18  12000  0  O 7672550 0 1 U 23.10.2018 EUR 63,0 55,7 36,50 -278,50
 EUREX  ODAX  P  JUN19  10600  0  O 7672670 0 1 U 23.10.2018 EUR 395,0 278,3 583,50 -1391,50
 EUREX  ODAX  P  NOV18  10800  0  O 7679565 1 0 U 26.10.2018 EUR 134,4 4,1 -651,50 20,50
 EUREX  ODAX  P  NOV18  11150  0  O 7690240 0 1 U 02.11.2018 EUR 51,5 15,7 179,00 -78,50
 EUREX  ODAX  C  NOV18  12050  0  O 7691547 2 0 U 05.11.2018 EUR 8,0 1,0 -70,00 10,00
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Setzen EUREX-Rally auf eine Jahresendrally?

 

Es wird unruhig bleiben in den Märkten.  Nichts spricht für eine langfristige Beruhigung. Das Zinsniveau in den USA ist schlicht zu hoch für die Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung. Wenn ich über 3% für die US-Staatsanleihen bekomme, dann überlege ich mir wohl, bevor ich in den Aktienmarkt steige, auf welchem inzwischen eine Nervosität allzu deutlich zu erkennen ist. Im Bild unten habe ich den DAX, seine Schwankungen (historische Standardabweichung)  und die implizite Volatilität des europäischen STOXX-Indexes gegenüber gestellt. Die Volatilität scheint seit Wochen langsam mit Zuckungen zu steigen. Es fehlt noch lediglich der ultimative Sprung ( =Crash).

Kurzfristig mag das Bild weniger pessimistisch anmuten. Denn das Jahresende steht bevor und das bedeutet für viele Händler, rette die Jahresrendite. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr man sich in den letzten Jahreswochen auf das Ergebnis fokussiert. Dabei bin ich kein Profi. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Mühen des Jahres entlohnt werden und am Ende  etwas mehr in der Tasche bleibt als am Jahresanfang. Dabei muss man bedenken, dass der DAX das Jahr bei 13.000 Punkten begonnen hat. Sogar ein minimales positives Ergebnis wäre ein Erfolg.

Für eine kurzfristige Erholung spricht auch die Verteilung der Positionen  (open interests) an der Deutschen Terminbörse EUREX.  Dort geschah in den letzten Tagen, ins. am 31.10 und 1.11) Erstaunliches. Jemand handelte massiv DAX-Calls im November bei den Basispreisen 11950 und 12.000, und zwar jeweils 32.000 Kontrakte. Das ist verdammt viel! Und recht ungewöhnlich. So etwas macht man nicht, um wieder schnell die Position zu schließen. Es ist nicht sicher, wer die Positionen initiiert hat, Stillhalter oder Käufer. Ich habe den Tageschart genauer angeschaut und kam zum Schluss, dass die hohen Umsätze bei steigenden Kursen erfolgten. Es waren also Käufer, mit hoher Anzahl der Kontrakte auf die Fortsetzung der Rally setzten. Mal sehen, ob sie Recht behalten.

Die Crash –Propheten haben ein wenig verstummt. Ich wollte auf einen anderen stillen Crash-Investor hinweisen. Der Hedge Fonds Manager Mark Spitznagel setzt bekanntlich seit 10 Jahren auf extreme Ereignisse, mit den sog. Black Swan Strategien. Ich will hier nicht auf Details eingehen, letzten Endes kauft der Fonds S&P Puts, wenn diese als günstig bewertet werden. Und so wir jeden Monat Geld ein Verlust realisiert, bis der große Tag mit einem großen Sturz kommt. Dann verdient ein solches Produkt Tausende Prozent. Aber welche Rendite ist bisher erzielt worden? Ich habe lange gesucht und fand lediglich in zerohedge.com  einen aktuellen Artikel dazu.

https://www.zerohedge.com/news/2018-09-22/how-fund-betting-end-world-outperformed-sp500

Anscheinend liegt die Performance bei über 12% p. a. Nicht schlecht.

Unbenannt

Hier der EUREX-Auszug mit den November Call-Kontrakten ( Open Interest)

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