Wer jetzt an eine Korrektur glaubt, ist ein Narr

Ja, viele schwärmen vom starken Preisrückgang an Aktienmärkten. Die Minikorrektur der letzten Tag sollte doch der Beginn sein. Es war doch von allen so erwartet. Und scheint es Strohfeuer gewesen zu sein. Die Märkte erholen sich im Eiltempo. Nur noch der EUREX-Verfall schaffte den DAX unter 12300 zu drücken. Übrigens genauso wie es es vor einer Woche erwartete, endete der DAX die Mai-Periode zwischen 12150-12300. Es war fast schon langweilig. Und danach? Jetzt wird es wohl weiter aufwärts gehen. So ist das Leben. Die Charts sprechen für eine Erholung an mehreren Fronten. Der MACD steht kurz vor der Wende. Das Volumen steigt und die EUREX – Open Interests sprechen für höhere Kurse. An der EUREX findet eine Verschiebung der am stärksten belegten Strikes statt in Richtung 12800-13000. Das hat mich selbst etwas verwundert, es ist aber eindeutig. Die meisten Händler rechnen mit einem steigenden DAX und fallender Volatilität. Es mag eine gute Gelegenheit, sich günstig mit Puts einzudecken. Irgendwann wird der Optimismus nachlassen., oft reicht inzwischen ein falsches Wort vom US-Präsidenten aus, um eine Krise auszulösen.

Der Markt ist trotz allem angespannt. Ich sehe es an der allmählich steigenden historischen Volatilität, die dennoch nicht weit entfernt von den Tiefstwerten liegt.

 

 

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Hier eine kurze Ergänzung

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Trump Crash ausgeblieben und nun?

Meine Einschätzung vom letzten Wochenende war diesmal punktgenau. Die Erwartung einer größeren Bewegung war durchaus begründet und nicht nur Ergebnis eines Wunschdenkens. Ich wusste natürlich nicht am Samstag, dass Präsident Trump am Sonntag den Handelskrieg mit China anzettelt. Wobei es eigentlich nicht richtig ist. Die Zölle waren schon vorher angekündigt und nun jetzt zum richtigen Zeitpunkt wurde die Absicht bekräftigt bzw. die Umsetzung beschlossen. Wie dem aus sei, gab es eigentlich keinen Grund für die Börse, so zu reagieren. Aber der Markt schrie bereits nach Korrektur, das habe ich geschrieben.

Der Move kam also tatsächlich und der DAX gab fast 400 Punkte nach und erholte sich anschließend. Für die Investoren, die bereits auf Shortpositionen saßen, war es eine gute Gelegenheit, die Gewinne mitzunehmen. Denn jetzt passiert erst einmal nicht viel. Ich rechne ehr mit einem Anstieg. Schaut Euch das Chartbild unten an. Der DAX hat immer noch nicht den Anstiegskanal verlassen. Und außerdem bedeutet der weitere Anstieg über 12400 einen Startschuss auf 13.000.

Wahrscheinlich werde wir es erst in ein paar Wochen erfahren. Zuerst steht der Verfall an der EUREX an. Lauf den Open Interest, s. Bild unten, rechnen die Händler mit einem DAX-Abrechnungskurs am nächsten Freitag zwischen 12150-12300. Die Stimmung ist zwar angekratzt, denn viele Indikatoren zeigen gen Süden, z. B. der MACD. Jedoch werden die Börsen nicht so schnell drehen. Dafür ist der Überschuss an Liquidität zu groß. Eher wird es zum unentschlossenen Schwanken um eine Mittellinie kommen.

Kann man die offensichtliche Patt-Situation ausnutzen? Ich werde öfter danach gefragt. Nun, die Regeln sind immer die gleichen. Jeder muss für sich entscheiden, wieviel er riskieren will, um auf seine Meinung zu setzen.

 

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