Inzwischen ist der Depotwert beider Kredit-Spreads etwas gestiegen. Ich mache mir nichts vor. Anscheinend ist das Geschäft viel schwieriger. Alles andere ist Märchenerzählen. Ich zeige sozusagen an eigener Haut, wie Optionshandel in privaten Händen abläuft. Es ist ein permanenter Kampf gegen das Delta, es ist ein Abwägen und Rechnen. Und es sich viele Kosten – für Transaktionen und Spreads.
Warum machst Du es? Nun, ich bringe gerne Dinge zu Ende. Ich will es wirklich wissen, und solange die Verluste nicht dominieren, bleibe ich dabei. Ich realisierte im März einen größeren Verlust durch die Andienung der Deutsche Bank-Aktien, der bis heute lastet. Es waren über 3400 Euro, mehr als 10% des verfügbaren EUREX-Kapitals. In den kommenden Monaten gelang es mir, einen großen Teil des Verlusts abzubauen, zeitweise fast alles. Danach folgten wieder Schwankungen. Ich bleibe durchgehend im Markt, was sicherlich ein Problem sein könnte. Denn die meisten Gewinne fallen 2 Wochen vor dem Verfall an. Danach müsste ich die Positionen beenden oder in die nächste Periode rollen. Ich will es nicht. Und so muss ich mich quälen. Ich setze ständig die gleiche Methode ein. es sind verschiedene Varianten von Diagonal Spreads kombiniert mit Credit-Spreads. Ich bleibe optimistisch und hoffe dennoch, dass es endlich eine größere Korrektur gibt. Dann sollte mein Portfolio einen zusätzliche Schub bekommen. Denn ich halte auch kleine „Black Swan“-Positionen, die auf ihren Tag warten, und meistens wertlos verfallen.
