Solange der US-Bulle tobt, ist keine Änderung in Sicht

 

Auch wenn der deutsche Markt sich relativ zurückhaltend zeigt, bleibt der Trend positiv. Da habe ich keine Idee, warum es in den nächsten Wochen anders zugehen sollte. Ja,d er DAX hat nachgegeben, die Stimmung ist eher unentschlossen. Die deutschen Unternehmen liefern keine sehr guten Nachrichten. Und die US-amerikanische Zinsdiskussion wärmt nicht Herzen der Anleger im europäischen Mark. Dennoch werden sich die europäischen Börsen niemals von den USA trennen.

Und dort tobt der Bulle. Der S&P 500 Index wie unten zu sehen, hat alle Widerstände überwunden und ist auch noch nicht im überkauften Bereich, s. Die Analyse von Lawrence G. McMillan.

https://mailchi.mp/optionstrategist/the-option-strategist-weekly-updater-2625789

Der DAX könnte noch in der kommenden Woche etwas nachgeben, aber spätestens nach dem Verfall am Freitag geht es weiter aufwärts, bis die ersten Sommergewitter auftauchen..

Am Verfall erwarte ich einen DAX zwischen 12000-12400, eher um 12200. Darauf deutete jedenfalls die Verteilung der offenen EUREX Positionen hin, sog. Open Intzerests.

https://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?productGroupId=13394&productId=70044&viewType=3&cp=Put&month=7&year=2019&busDate=20190712

Die Stillhalter in Calls rechen mit dem Abrechnungskurs am Freitag zwischen 12200-12500 und die Puts-Positionshalter mit dem DAX um 12000.

Das Put-Call Verhältnis ist im DAX zwar nicht so eindeutig klein im im S&P, dennoch insgesamt niedrig und somit bullisch.

Interessant ist die Analyse der historischen Volatilität. Diese nähert sich dem Wert 10%, wo sie seit 2017 immer eine Wende für den DAX bedeutete. Aber Vorsicht, im Jahr zuvor, fiel sie nicht selten deutlich darunter, bevor der DAX nach unten drehte. Dennoch könnte die Dynamik der aktuellen Abschwächung das erste Warnzeichen bedeuten. Denn einmal wird es wieder unruhig. Glücklich sind dann diejenigen, die jetzt auf fallende Kurse mit wenig Geld wetten.

 

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DAX im Sommer die Lage ist gut, die Angst nimmt zu und die Deutsche Telekom

 

Langsam erinnert die Lage an den Märkten an die späten 1990er. Die Rally dauerte damals bereits seit 1982 und seit 1987 fast ununterbrochen, Alle wussten, dass das Ende naht, keine wollte der erste sein, der aussteigt. Die Technologieaktien- der Kurstreiber, waren bereits völlig überbewertet, egal welche Maßstäbe man nahm. Alle kauften und zitterten. Die Dotcom Krise kam wie gewünscht.

Heute wissen auch alle, dass es so nicht weiter gehen kann. Niedrige Zinsen ergeben keinen wirtschaftlichen Sinn, es sei denn man stellt das gesamte Zahlungssystem das Geld in seiner jetzigen Form in Frage. Vielleicht ist das der Grund und wir beobachten gerade den Beginn einer neuen Ära der digitalen Währungen ohne Zinsen.

Wie negativ sollten die Zinsen noch werden? Der Bund Future bei 173 impliziert eine negative effektive Rendite von -0,5%. Und niemand regt sich mehr auf.

Aktienmärkte (natürlich kombiniert mit Optionen) stellen eine Alternative dar. Aber wie lange? Die Unternehmensgewinne müssten doch mitziehen, sprich endlos steigen. Das tun sie nicht. Von zahlreichen Krisen der ganzen Branchen ganz abgesehen.

Die Anleger wissen es und kauften dennoch weiter. Natürlich nur in kleinen Portionen. So steigt der DAX immer ein wenig.

Charttechnisch sieht der DAX bereits die 13.000. Zuerst steht der EUREX-Verfall in zwei Wochen an. Die Händler haben sich anscheinend auf die 12700 Marke geeinigt. Das geht zumindest aus den Open Interest hervor.

https://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/100!onlineStats?viewType=3&productGroupId=13394&productId=70044&cp=Call&month=7&year=2019&busDate=20190705

Auf der Put-Seite werden viele Basispreise behandelt. Insgesamt steigt der Umsatz mit den Verkaufsoptionen. Man sieht es an der Anzahl der offenen Kontrakte. Bei den Calls sind es 10000 und bei den Puts 30 000 mehr als vor einer Woche. Das Put-Call Ratio steigt demnach.

Sie sehen es im Bild der Deutschen Börse unten. Dieser Effekt deutet auf eine Wende hin. Ähnlich spricht die extrem niedrige historische Volatilität für eine Korrektur. Es ist aber auch denkbar, dass diese Lustlosigkeit noch Wochen dauern kann. Es ist also weiterhin ein perfekter Markt für passive Optionshändler – Stillhalter. Für die anderen wird es immer schwieriger, in diesem Markt zu gewinnen. Wie dann auch? Im deutschen Markt steht zum Beispiel die Deutsche Telekom seit Tagen auf der Gewinnerseite. Warum? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass seit über einem Jahr diese Aktie teurer wird mit sinkender Volatilität. Vielleicht gibt es irgendwann News. ..

DAX – Verlauf m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

 

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Put Call – Ratio nach der Deutschen Börse

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Die Deutsche Telekom

DTE