Mit einem ruhigen Handelsauftakt rechnen Händler am Montag. Die Vorgaben seien uneinheitlich und geben keine klare Richtung vor, heißt es aus dem Handel. Die USA starten in die Woche mit dem Feiertag „Presidents Day“, daher sei von jenseits des Atlantiks mit keinem Störfeuer am Nachmittag zu rechnen. Zudem habe sich am großen Bild über das Wochenende nichts geändert. Am Freitag schlossen die europäischen Börsen sehr schwach. Neue Banken-Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Subprime-Krise sowie die Sorge vor den realwirtschaftlichen Folgen belasteten. Auch der kleine Verfall an den Terminbörsen sorgte für Abgaben. Engültig auf Talfahrt schickte jedoch der Empire State Index die Märkte. Der Geschäftsaktivitätsindex der Region New York fiel von 9,03 auf -11,72 Punkte, den niedrigsten Stand seit April 2003. Damit wies der erste regionale Stimmungsindex aus dem Verarbeitenden Gewerbe der USA für Februar auf Kontraktion der Geschäftstätigkeit hin. Zudem stiegen die US-Importpreise im Januar kräftiger als erwartet und deuten damit erneut auf Inflationsgefahren hin. Auch die Angaben zum US-Verbrauchervertrauen fielen schwächer als erwartet aus. Die Daten zur US-Industrieproduktion, die im Rahmen der Erwartungen lagen, blieben dagegen ohne Folgen. Gemieden wurde der Bankensektor, dessen Subindex um 3% fiel. Auslöser war die Bekanntgabe neuer Abschreibungen, dieses Mal durch die französische Bank Natixis. Technologiewerte verloren im Schnitt 2,5%. Goldman Sachs hatte den europäischen Sektor auf „Underweight“ von zuvor „Neutral“ gesenkt. Pharmawerte profitierten von ihren defensiven Qualitäten und hielten sich mit minus 0,8% besser als der Markt.
Die DAX-Futures zeigten sich zum Handelsschluss deutlich erholt von ihren Tagestiefs. Die US-Aktienmärkte hatten im späten Handel ihre Verluste verringert, die sie in Reaktion auf schwache Konjunkturdaten erlitten hatten. Das Tageshoch lag bei 7.041,5 und das Tagestief bei 6.821,5 Punkten. Umgesetzt wurden 187.970 Kontrakte. Händler berichteten vom Aufbau von Shortpositionen am Tageshoch. Die dortige Marke scheine einen hartnäckigen Widerstand darzustellen, was natürlich auch einen Kontraindikator abbilden könnte. An meiner eigenen Einschätzung ändert das nicht viel. Wie letzte Woche geschrieben bedeutet für mich der Ausbruch aus dem Seitwärtskanal 6850-7050 die vorläufige Trendrichtung. Tendenziell erwarte ich aufgrund der zurückgehenden Vola eher steigende Kurse.