Meine Börsenanfänge liegen inzwischen gute 12 Jahre zurück. Damals schoh habe ich die FAZ gelesen, meist nur samstags so wie jetzt. Der Kunstteil, Literatur und Wirtschaft hatten damals meine Phantasie geweckt. Ich befand mich noch in meiner sehr strebsamen und unter sogenannten schwierigen Verhältnissen absolvierten Ausbildung zum Diplomphysiker, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler. Darüber hinaus interessierte mich alles. Eben auch die Börse. Mit der Naivität eines angehenden Physikers sah ich an der Börse eine fast triviale Möglichkeit, Geld zu verdienen. Und mit der gleichen Naivität glaubte ich an alles, was in der Presse steht. Damals fand man noch im Kommentar des Finanzteils Kaufempfehlungen. So kaufte ich die Daimler Aktie ( ich glaube Daimler Benz hiess sie noch). Ich rief bei der Sparkasse Bonn und bestellte natürlich zum sogenannten Kassakurs ein paar Stück im Wert von 600 DM. Danach schaute ich regelmäßig in das Schaufenster der Sparkasse, wo abends immer die „aktuellen“ Aktienkurse aufgetragen waren. Einmal kam ich nach Hause und was sehe ich im damals noch neuen ntv – Daimler sei der Gewinner des Tages. Ich verkaufte sie natürlich gleich am nächsten Tag und verdiente 150 DM. Für den stolzen Betrag kaufte ich mir neue Jeans. Es war vielleicht nicht das zündende Ereignis, welches mich für Börse so begeisterte, aber eine Art Vorgeschichte, eine Art “ The Hobbit“ vor dem „Lord of Rings“.
Später folgten wilde Jahre heisser Spekulation, Tage wo für mich nichts anderes existierte. Ich kaufte alles was irgendwo erwähnt wurde. Am schlimmsten waren die Wochenenden. Als in 3Sat um 22:00 Uhr das Börsenspiel zu Ende war, wurde ich plötzlich traurig. Wie halte ich die zwei Tage aus!!!
Jetzt bin ich aber schlauer geworden. Ja, auch am Sonnabend und Sonntag kann man Geld machen und zwar im Kasino!
Im Prinzip geht es dort sehr ähnlich zu , wie an der Börse. Vieles hängt vom Glück und des richtigen Moneymanagements ab, etwa 80% der Spieler verlieren und die Bank gewinnt immer.
So machte ich mich in die altwürdige Bad Homburger Spielbank auf den Weg. Ich kam relativ früh und gehörte zu den ersten . Nur drei Tische waren offen . Ich setzte mich an einen 5 Euro Tisch, das heisst, der Midnesteinsatz ist 5 Euro. ICh spiele mittlerweile fast immer die Paroli Methode, wie and er Börse. Diese ist relativ simpel. Man erhöht die Einsätze , mit dem für einen laufenden Trend. So auch jetzt. Ich setzte auf rot, gerade und die große Serie ( ab19 aufwärts). Zuerst kam 1 rot, ungerade, kleine Serie. Ich liess auf rot und setzte auf ungerade und kleine Serie.
Dann kamen zwei mal 3, 7, 9 alles rot. ICh schloss die Wette ab. Der Gesamtgewinn ( netto) in den 30 Minuten betrug 34 Jetons also 170 Euro. Nich schlecht, macht gute Laune und ksotet keine Gebühren, von 2,5 Euro Eintritt abgesehen. Ser interessant finde ich das versammelte Publikum- ein breit gestreutes Spektrum zwischen Asiaten, Russischer Mafia und den reichen Rentnern aus Rhein Main. Das Ambiente hat jedenfalls etwas in sich.
Ein schöner Abend!
Und Ihnen auch einen schönen Abend!
Ich möchte an dieser Stelle nun endlich einmal ein großes Lob an Sie aussprechen. Finde es wirklich bemerkenswert, wie Sie es schaffen die Börsenwelt zu erklären, so dass sogar ich mittlerweile mit ein paar Aktien hier und da hantiere! 🙂 Weiter so und ich werde weiterhin ein treuer Leser bleiben!
kann mich Philipp nur anschliesen. Super geschrieben und toll erklaert. macht richtig spass das lesen!