Was bringt uns die Börse in dieser Woche (08.09.2008)?

Was erwartet uns in der kommenden Woche? In den ersten drei Tagen nicht allzu viele neue Wirtschaftszahlen.
Spannender wird es am Donnerstag und Freitag werden. Hier eine kurze Zusammestellung:

Donnerstag
10:00 EU EZB Monatsbericht September
11:00 EU Zahlungsbilanz 2. Quartal
14:30 US Handelsbilanz Juli
14:30 US Einfuhrpreise August
14:30 US Ausfuhrpreise August
14:30 US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 US Dienstleistungsbericht 2. Quartal
20:00 US Staatshaushalt August
Freitag
11:00 EU Beschäftigung 2. Quartal
11:00 EU Industrieproduktion Juli
14:30 US Erzeugerpreisindex August
14:30 US Einzelhandelsumsatz August
16:00 US Lagerbestände Juli
16:00 US Verbraucherstimmung Uni Michigan September

Der Markt ist mittlerweile sehr volatil. Die sog. implizite Volatilität liegt zur Zeit bei 25%, die historische bei 21%.Nur noch wenige Male in den

letzten drei Jahren lag die Vola über 25%. Ihre Veränderung zeichnet sich durch ein sehr sprunghftes Verhalten aus. Deshalb ist von ihrem Rückgang bald zu rechnen. Und damit landen wir bei der nächsten Frage- wo sind wir bald im Deutschen Markt.

Hier kann man viel spekulieren. Das eine Szenario geht vom baldigen Bruch der 6000 Marke aus. Demnach kommt der deutsche Index erst
zwischen 5700-5850 zur Ruhe.Danach beginnt der typische zaghafte Anstieg auf über 6000. Damit wäre der Abwärtskanal für die kommenden

Monate definiert.
Was ich nicht glaube, ist eine Bodenbildung im Bereich 5950-6000, was vielen Börsianern offensichtlich erscheint. Dies wäre nur dann denkbar,

wenn das Tief vom 16.07.2008 in den nächsten drei Tagen nicht unterschritten wäre.
Und was machen die anderen Märkte? Insbesondere der US-Markt spiegelt den deutschen im Grundmuster exakt wider, bzw. umgekehrt.
Auch im S&P 500 lag das besagte Minimum am 15.07.2008 vor.
Beim Rohöl hielt die 109 $ Marke nur ein paar Tage. Das nächste Kursziel ist hier 98$ pro Barrel.
Bei Euro/Dollar sehe ich die nächste Unterstützung bei 1,38.

Die Börse blieb also ihrem Ruf treu und trickst die meisten Teilnehmer/Spieler aus. Noch vor kurzem schien doch alles klar: billiger Dollar

bedeutet teure Rohstoffe, was wiederum schlecht für die Aktien ist. Die allerdings seien in Europa so günstig bewertet , dass ihre Preise nun

steigen sollten. Offensichltich haben die Aktienmärkte einen Weg gefunden, um all diese Annahmen zu umgehen: Dollar steigt, Rohstoffe

stagnieren und die Aktienmärkte fallen.
In dem Sinne eine spannende Woche!

Veröffentlicht von Option_Basil

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