Wochenzusammenfassung 12.09.2008

Punktgenau zum Wochenanfang stieg die Volatilität gleich an und blieb die ganze Woche bei fast 24%. Damit war eigentlich im Vorfeld von mir gerechnet. Der DAX stieg anfangs auf über 6350, fiel später auf 6099 und erholte sich zum Ausklang der Woche bis auf 6200. Und damit war es.

 

Die Vola hat danach ein wenig abgenommen.

Ich muss zugeben, dass der Bruch der 6190 Marke für mich immer ein Verkaufsignal gewesen war. Diese Woche jedoch blieb der noch tiefere Sturz aus. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nächste Woche keine signifikante Änderung mit sich bringen wird. Oft herrscht eine Woche vor dem Verfall an der Eurex ein stiller Konsens zwischen den Handelsteilnehmern über den Preis am Freitag um 13:00 Uhr. Größere Preisänderungen werden schlicht gemieden. Natürlich habe ich auch Aussnahmen von dieser Pseudoregel gesehen.

Was hat sich auf der Nachrichtenseite abgespielt? Darüber berichtete ich immer wieder. US Zahlen waren eher durchwachsen: steigende Arbeitslosigkeit, eher steigende Preise. Es gibt aber Lichtblicke: die Stimmungsindikatoren in den USA hellen sich auf, z.B. heute. Lagerbestände steigen , was auf ev. auf den abnehmenden Inflationsdruck hindeutet. Überhaupt zeigt sich die US Börse immer weniger beeindruckt von den schlechten Nachrichten…

Ist die erste Phase der US-Krise wirklich ausgestanden…?

Auf jeden Fall für den deutschen Markt würde ich noch lange keine Entwarnung geben. Der Bruch des Märztiefs bedeutet für mich auf jeden Fall einen neuen Anlauf der Baisse. Erst bei über 6800 könnte ich mich zurücklegen. Bei 6450 steht meine Ampel ev. auf Gelb.

Wo stehen wir im DAX in einer Woche. Ich rechne mit einer Schlussnotierung am Freitag, des 19.09 um 13:00 Uhr zwischen 6050 und 6350.

Veröffentlicht von Option_Basil

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2 Kommentare zu „Wochenzusammenfassung 12.09.2008

  1. Vielen Dank Hr.Basili für Ihre Kommentare diese Woche-
    diese haben mir viel geholfen den Markt etwas mit Abstand zu sehen und nicht blind dem Shortszenario
    vieler aggressiv zu folgen!
    Leider ist nur noch Day-o-Swingtrading möglich,längerfristig traue ich mir kaum noch zu ein
    solides Aktiendepot aufzubauen.Das Vertrauen ist dahingehend weg…und so werden wir nächstes Jahr mit der 25%A.St.leben müssen.Das positive ist die mühsame St.Bürokratie fällt weg-nur muß man dann noch etwas besser sein als der Markt!
    Ich wünsche Ihnen Erfolg mit Ihrem System!

  2. Hallo Mr. Pivot,
    danke, danke! ICh habe längst aufgegeben, zu spekulieren. Bin leider weder W. Buffet noch Kostolany. Ausserdem ist meine Risikoaversion zu groß. Ich beobachte den Markt und versuche immer unabhängig von eigenen Investments die realistische Marktentwicklung einzuschätzen. In meinem Depot liegen auch viele Leichen.
    Aber eines stimmt mit Sicherheit, kaufen nach starken Rükgängen in der Nähe sog. Unterstützungen macht Sinn, vor allem wenn es keiner sonst machen will ( „Minority Game“).
    Was Steuer angeht- wir Stillhalter profitieren doch davon, oder? Ausserdem ist die Skepsis möglicherweis längst eingepreist…
    Viele Grüße
    Adrian

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