Liebe Freude,
ich bin wieder zurück.
Ob Ihr es glaubt oder nicht, ich war tatsächlich im Kurzurlaub im Elasss und zwar wieder einmal während in allen Märkten Panik herrschte. Die Pause war ja vorher geplant und ich rechnete wie schon früher nicht mit dem Weltuntergang, trotz des ironsichen Titels meines letzten Beitrages.
Zuerst Info an die Abonnenten. Ich habe noch am Mittwoch wie angekündigt November Puts gekauft und sicherte damit die gesamte Shortposition. Ein Brief wird folgen.
Nein, diesmal war ich voll gehedged und konnte dennoch nicht zufrieden zuschauen. Es war ja eine hervorragende Gelegenheit, Geld zu machen. Egal welchen Put nicht zu weit aus dem Geld Sie gekauft hätten, eine Vedoppelung des Einsatzes war garantiert. Mit meinen Stillhalterpositionen konnte ich bestenfalls den aktuellen Stand „einfrieren“.
Nun zu Fakten. Der DAX schloss am eröffnete am Freitag mit einem Gap (Kurslücke) von fast 300 Punkten, die bis 17:30 Uhr nicht geschlossen worden ist. Damit ging die traurige Woche zu Ende, in der der DAX mehr als 1000 Punkte verloren hat. Dieser Verlust ist mit der letzten Januarwoche 2008 vergleichbar jedoch immer noch deutlich größer. Auf Monatsbasis liegt der bisherige Verlust bei 1300 Punkten also ca. 22%. ICh habe etwas in historischen Daten gestöbert und fand dass lediglich der Oktober 1987 einen ähnlich großen Verlust gebracht hat. Damals fiel der DAx von 1500 auf 1100, knapp unter 24%.
Charttechnisch erreichte der DAX zwei wichtige Marken:
1. Mit 4459 wurde die Maximalkorrektur der seit 2003 laufenden Longwelle berührt.
2. Mit 4308 wurde fast die Maximalkorrektur der seit 1980 dauernden Hausse erreicht.
Geht es weiter runter, dann sehe ich erst bei 2179 und eventuell früher bei 3333 eine Unterstützung.
Möglich ist alles.
Der neuste Börsenkrach ist ein nächster Beweis, dass die klassiche Kapitalmarkt Therorie kaum zu gebrauchen ist. Noch vor einer Woche lag die Standardabweichung bei 220 DAX-Punkten. Das bedeutet, eine Wochenänderung von 1300 Punkten sechs Standardabweichungen entspricht. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis liegt bei unter 1%. Es bedeutet also in vier Jahren kann es nur einmal passieren, zumindest statistisch. Es passierte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr.
