Heute erlebte ich eine nicht ganz angenehme Überraschung, als ich meine Orders bei Consors plazierte. Ich habe bereits den November 08 Put 3900 verkauft und wollte zur Absicherung den 3200 Put kaufen. In so unruhigen Zeiten wie jetzt tue ich es oft, um das Schlimmste über Nacht zu vermeiden. Bei geshorteten Calls mache ich es nicht, denn da passiert es faktisch nie, dass der Basiswert des Index über Nacht plötzlich in die Unendlichkeit steigt. Bei einzelnen Aktien kann es schon mal vorkommen. Ich kann mich erinnern, als ich vor Jahren mit Bayer Calls auf der Shortseite war und besaß allerdings auch die Aktien. An einem Morgen hiess es einmal, Bayer habe einen Prozess in den USA gewonnen. Der Preis war gleich um 9:00 Uhr 10% gestiegen, so dass meine Gesamtposition in den Verlust lief. Ich liess mich später ausüben und verdiente ein wenig…
Zurück zu meiner Order. Es gab online keine Quotes für den Put 3200. Ich rief deshalb den Broker, der den Quote anforderte, bekam aber auch nichts. Und nun sagte er mir, Market Maker an der Eurex quotieren die Basispreise unter 3800 gar nicht. Na toll! Meine Eurex-Prüfung liegt inzwischen soweit zurück, dass ich es schlicht vergessen habe. Am Ende des Gesprächs wurde meine limitierte Order doch vom jemanden gefüllt. Ende gut alles gut.
Fazit: Bevor man Aufträge an die Eurex sendet, sollte man sich ein klares Bild über die Liquidität der Optionsserien machen. Die Eurex ist zwar sehr transparent und meist liquide, es gibt jedoch Ausnahmen.