In der heutigen online Ausgabe der Financial Times Deutschland fand ich einen interessanten Artikel zum Thema Leerverkäufe: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte
/:Warten-auf-den-Short-Squeeze-Der-Leerverk%E4uferj%E4ger
/433226.html
Ein erfinderischer Amerikaner spezialisiert sich auf den-Shortsquezze. Was ist das? Etwa das, was wir diese Woche am VW sahen. Eine Aktie wird zum potenziellen Looser erklärt und soll stellvertretend für die gesamte Branche an der Börse abgestraft werden. Schon decken sich viele Spekulanten und die, die es gerne sein möchten mit geliehenen Aktien ein und verkaufen sie schnell zum Marktpreis, zum Beispiel zu 200 € bei VW. Dann kommen zwischendurch schlechte Nachrichten für die Branche, man denke nur an die Zwangspause bei Daimler und prompt erhöht man die Position. Nun kommt das Wochenende und es kommt, was kommen musste, ES werden Nachrichten von bevorstehenden Käufen und sonstigem positivem Ausblick veröffentlicht. Jetzt nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Am Montag kommen die ängstigsten und kaufen die Aktie zurück in der Hoffnung, zu den ersten zu gehören. Das Staunen ist groß, wenn sich herausstellt, dass andere Leerverkäufer auch so dachten und somit schiesst der Preis nach oben. Nach wenigen Stunden haben alle Leerverkäufer ihre Kaufaufträge abgegeben und finden keine Verkäufer mehr. Irgendwann sind alle seine Aktien und einen großen Teil ihres Kapitals los. Danach stabilisiert sich der Kurs.
Der ungebremste Anstieg des Aktienpreises aufgrund der Leerverkäufe wird auch Short – Squeeze genannt.
Genau darauf hat sich der zitierte Amerikanter spezialisiert. Seine Software spürt sozusagen diese Handelsphasen auf, indem sie den Triggerpreis ausrechnet.
Meine Frage ist nur, was man mit diesem Wissen anfangen kann. Wahrscheinlich nur an andere verkaufen, oder? Selbst in den Markt gehen und zum Beispiel zum Höchstkurs verkaufen, wäre doch verrückt.