Ein Bilderbuchmuster sahen wir heute im DAX. Nach einer kurzen Anstiegsphase ( „Obama Effekt“), drehte die Stimmung gänzlich und der Deutsche Börsenindex startete mit einer Eröffnungslücke nach unten. Statistisch spricht verdammt viel für eine untertägige Fortsetzung des Kursrückgangs. Es reicht CFDs oder FDAX zu verkaufen oder halt entsprechende „Zertifikate“ zu kaufen, dann ganzen Tag Tee trinken und erst um 17:30 Uhr die Position glatt stellen. Wie gesagt statistisch läge man mit dieser Strategie im Durchschnitt der letzten Jahre im guten Gewinn.
Aber Vorsicht!!! So einfach ist es doch nicht. Zum Beispiel heute, es hätte tatsächlich einen satten Gewinn gebracht, wenn wir den theoretischen DAX-Eröffnungskurs um 9:00 Uhr gehandelt hätten. Aber geht es überhaupt? Ich habe heute den CFD von abnamro und den an der Eurex gehandelten FDAX um 9:00 genau beobachtet. Der Verlauf war unspektakulär. Der CFD auf den DAX war zwischen 8:55 Uhr und 9:15 Uhr nicht höher als 5043. Wenn ich nach dem offiziellen Eröffnungskurs des DAX suche, dann finde ich einen anderen Wert 5101,98. OK, heute wäre der Einstieg auch bei 5014 lohnenswert gewesen. Aber wir hätten fast 90 Punkte sozusagen bereits verschenkt.
Kurz und bündig- Mit der Interpretation der Open-Kurse muss man vorsichtig sein. Mich interessiert erneut die Frage, warum der Kassamarkt nicht in der Lage war, den verbilligten Terminkurs wegzuarbitragieren.
Das wäre auch eine gute Gelegenheit, Geld zu machen, denn die am Geld Optionen richten sich wohl nach dem Kassa DAX. Also zum Beispiel FDAX kaufen, Calls tief im Geld verkaufen und Puts tief im Geld kaufen. Damit hätten wir doch gleich einen Vorteil, oder?
Zurück zu Signalen. Die zeigen natürlich nach unten: Einstieg heute nach der Eröffnung, wo auch der Stopp-Loss liegt. Das Ziel bleibt der Bereich zwischen 4500-4600. Und danach schauen wir…
ICh habe heute meine gestern ewähnten Calls mit Gewinn glatt gestellt und trage mich mit dem Geadanken, morgen vorsichtig mit Puts short zu gehen.