Nicht verwechseln mit Viola. :-))
Für mich als Optionshändler zählt in erster Linie die Volatilität. Diese stieg bekanntlich im Oktober auf sagenhafte 80% an. Dadurch musste ich meine Optionsgeschäfte vorerst aussetzen. Die Bewertungen der Verkaufsoptionen waren völlig wilkürlich und spiegelten einfach nur die Angst aus Unsicherheit wider. So fand man realistische Prämien für Basispreis unter 1000 mit der Laufzeit Feb. 2009. Jemand rechnete also mit dem DAX bei 800 am 1. März 2009…
Reine Verkäufe von Optionen machen in diesem Umfeld wenig Sinn. Aber auch die Käufe nicht. E reicht, dass die implizite Volatilität auf 50% zurückgeht, fallen die Optionsprämien gleich überdurchschnittlich stark.
Was sicherlich ertragreicher werden kann, sind neutrale Geschäfte, mit denen ich kein hohes Risiko über Nacht eingehe, wohl aber aufgrund hoher Schwankungen ein gewisses Gewinnpotenzial haben. Zum Beispiel kann ich einen Call zum Strike 4500 kaufen und zwei zu 4900. Der maximale Gewinn ist dann zu erreichen, wenn der DAX im Dezember bei 4900 steht, und beträgt dann 400 Punkte. Fällt jedoch der DAX unter 4500, dann machen wir trotzdem keinen Verlust. Steigt er auf über 4900, dann können wir uns absichern, indem wir einen neuen Call für den Gewinn des ersten kaufen oder wenden andere Aufroll-Techniken an.
Mit Puts wäre ich etwas vorsichtiger. Hier würde ich grundsätzlich niemals eine offene Short-Putposition über Nacht lassen. Im Prinzip kann man sich auch nur noch symbolisch absichern, indem man einen tieferen Strike kauft. Es ist zwar eine pseudo-Absicherung, weil sie letzten Endes nur den Verlust eingrenzt ,nicht aber vor Verlusten schützt. Man schläft damit trotzdem besser und die Bank beansprucht nicht viel Cashbestände als Margin.