Irrationale Börsen

Fast die gesamte Medienwelt rätselt zur Zeit, warum die Börsen nicht fallen. Schlechte Nachrichten gibt es zu genüge. Konjunkturnachrichten sind so schlecht , wie seit dem ( zweiten ) Weltkrieg nicht mehr, halbes Deutschland arbeitet kurz oder steht möglicherweise vor einer Restrukturierung, um es so zu nennen. OK aus den USA kommen immer wieder mal bessere Daten. Was heisst hier aber besser. Dass die Auftragseingänge nun weniger gefallen sind als erwartet?!

Wie auch immer, die Märkte steigen, ob es einem gefällt oder nicht. Der DAX befindet sich auf einem geraden Weg in Richtung 5000 , wenn auch seine Bewegungsdynamik tatsächlich nachlässt. Das ist jedoch kein Grund, um jetzt wie schon vor Wochen von „dünner Luft“ zu reden. Börsen waren nie rational, da hier fast jeder falsch, unzureichend oder gar nicht informiert ist. Bei ihren Handelsentscheidungen folgen oft die Teilnehmer dem Herdenzwang ( Fonds Manager) , betrachten ausschliesslich die historischen Preise und Volumina (Day Trader) oder kombinieren unterschiedliche Informationsformen und verschiedene Märkte miteinander, schauen nach historischen Korrelationen zwischen den Märkten und setzen auf deren Fortsetzung ( Hedge Fonds). Letzten Endes gibt es eine kleine Anzahl von Insidern, die ihren Informationsvorsprung ausnutzen. OK, es gibt noch ganz ganz wenige Spekulanten und Investoren, die durch Glück und glückliche Umstände aber auch durch die geschickte Kombination aus allen Strategien zum richtigen Zeitpunkt investierten , machten viel Geld und seitdem glauben und mit ihnen alle die sie kennen an ihren Genius.

An meiner Einschätzung hat sich nicht viel verändert. Der DAX befindet sich in einem kurzfristigen Aufwärtstrend. Aufgrund der hohen Abschläge der letzten Monate muss dieser Trend zuerst als eine Korrektur des zuvor laufenden Abwärtstrends angesehen werden.  Aber welchen Abwärtstrends?  Nachher ist man schlau. Gut, die Regel ist dennoch einfach. Solange die Tagestiefs und – hochs unterschritten werden , liegt ein kurzfristiger Abwärtstrend vor. Steigen die Hochs, dann sehen wir eine Korrektur. Sobald diese 61,8% des Abwärtstrends überschritten sind, wird die Korrektur selbst zum Trend usw.

Gegenwärtig liegt bei 4659 die Maximalkorrektur des seit 6.11 bis 10.03 abgelaufenen Abwärtstrends. Steigt der DAX darüber, dann liegt bei 5346 die Minmalkorrektur des letzten großen Abwärtstrends, welcher im Juli 2007 begonnen hat, und eben im März zu Ende ging.

So viel zur Technik.  Wie auf Twitter berichtet, bin ich long mit dem SL 4428.

Die Optionspositionen entwickeln sich auch gut, da die Vola zurückgeht. Ich bin zur Zeit short in 5000 Calls mit Verfall im Mai und mit 3500 Puts mit Verfall im Juni.

Veröffentlicht von Option_Basil

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