Sagt zumindest polnischer Finanzminister Jacek Rostowski. In der kommenden Woche trifft die polnische Regierung zusammen, um die „road map“ für den Euro-Beitritt zu besprechen. Eine Verschiebung der für 2012 geplanten Euro-Einführung wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen.
Offen spricht man in Polen auch über die Gründe der möglichen Aufschiebung:
1. Hohe Schwankungen des Eur/Zloty Kurses
2. Hohes Haushaltsdefizit
3. Steigende Inflation, die 2010 die Maastricht Kriterien nicht mehr erfüllen könnte.
Und wie sieht es von der technischen Seite aus? Was sagt uns der Kursverlauf der letzten Monate. Aus charttechnischer Sicht verhält sich der Euro/Zloty ähnlich wie andere Währungspaare. Für Wendepunkte sind klassische Reaktionsniveaus relevant. Und die Wenden selbst werden letzten Endes durch fundamentale Nachrichten ausgelöst. Der Zloty/Euro Kurs erreicht im August 2008 den Tiefsstand bei 3,18. Danach begann ein Anstieg bzw. Rückgang des Zloty. Dieser endete erst bei 4,94 Zloty/Euro. Danach startete die Gegenreaktion – Korrektur. Infolge dieser Bewegung sank der Krs exakt auf das Niveau des ersten Fibonacci-Niveau bei 4,26. Es sieht zwar auf den ersten Blick so aus, als hätten sich die Börsianer abgesprochen bzw. als hätte hier ein Naturgesetz gewirkt. Nein, zu dieser Wende kam es, nachdem die ersten negativen Nachrichten zum Thema Beitritt in die Öffentlichkeit durchsickerten. Im Moment fällt also der Zloty weiter, wobei der Kurs erneut an einem markanten Wert angelangt ist. In den kommenden Wochen dürfte also sowohl aus fundamentaler als auch aus technischer Sicht die längerfristige Trendrichtung eingeschlagen werden.
