Nach der Candlesticks- Analyse sahen wir heute eine Engulfing (umhüllende) Pattern Formation im DAX. Es ist ein Umkehrsignal, einen vorausgehenden Aufwärtstrend vorausgetzt. Dieser ist nur bedingt seit sieben Tagen erkennbar. Dementsprechend dürfte diese Korrektur nicht zu stark ausfallen.
Was ist Engulfing Pattern Formation? Zuerst definieren wir eine Kerze als die tägliche Handelsspanne. Eine Kerze kann schwarz sein, wenn der Kurskurs unter dem Eröffnungskurs steht, oder sie kann weiss sein, wenn es umgekehrt ist (oder farblos wenn beides gleich).
1. Der Markt befindet sich in einer klaren Aufwärtstendenz.
2. Man braucht zwei Kerzen für ein Engfulfing Pattern. Der zweite Körper (Abstand zwischen der höchsten und der niedrigsten Notierung der Handelsperiode ) muss den vorhergehenden Körper umschliessen
3. Der erste Körper hat die weisse und der zweite die schwarze Farbe.
Übersetzt heisst es, am Tag 1 gab es eine Rally, der Schlusskurs lag deutlich über dem Eröffnungskurs. Am Tag 2 eröffnete der Markt zwar hoch in der Gegend des Vortageshochs, schloss dann aber in der unteren Hälfte der Handelsspanne.
Weiter will ich es nicht erörtern. Wie alles an der Börse ist das auch nur eine öffentlich zugängliche Information, die sich jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entzieht. Sie hat dennoch einen gewissen empirischen Wert und enstand auf Basis vieler Trader-Erfahrungen.
Mein Signalgeber ging aus dem Handel neutral heraus. Die gestrige Longposition wurde mit 57 Punkten Verlust geschlossen. Mehr will ich zum DAX nicht sagen. Bis 5300 besteht theoretisch das Potenzial nach oben, und nach unten bis auf 4367. Aber kein Mensch weiss, wann sich die ersten ungeduldigen Börsianer zum Handeln entscheiden und die Kurse bewegen.
Interessant ist ein Hinweis aus dem Spiegel Online http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633565,00.html zum Thema Halbjahresgewinner im DAX. Dieser ist, na wer denn sonst, wenn nicht Deutsche Bank. Ist das der Vorgeschmack auf die guten Ertragszahlen? Es mag sein aber vor allem die Gegenreaktion auf das übertriebene Abstrafen im Frühjahr.
Es gibt noch einen anderen Grund. Die Aktie der Deutschen Bank ist stark korreliert zum DAX ( Korrel-Koef. = 0,85) und sie geht damit mit dem Index praktisch mit. Der deutsche Index ist wiederum vor allem an den US Markt gekoppelt bzw. mit ihm korreliert. Also sehr überraschend ist diese rechnerische Tatsache nicht. Zumal die meisten Atien der Deutschen Bank im Streubesitz sind un lassen somit wenig Spielraum für rein spekulative Kursbewegungen.
Es geht also spiessig wie bisher weiter.