Überraschend waren die angeblich über den Erwartungen liegenden Zahlen nicht. Goldmann Sachs verdinet wieder viel Geld, vergessen sind die Zeiten, als die Bank staatliche Hilfe in Anspruch nahm. Hier ein Teil der Meldung nach Dow Jones.
Goldman Sachs hat mit einem Quartalsgewinn von 4,93 USD je Aktie sogar noch die bullische Prognose der Analystin Meredith Whitney übertroffen. Sie hatte mit ihrer weit über dem Konsens liegenden Analyse am Vortag eine globale Rally der Bankwerte ausgelöst. „Natürlich steigt mit dem überraschend deutlichen Überbieten der Konsensprognose auch die Erwartungshaltung“, sagt ein Händler. Von den in dieser Woche veröffentlichenden Banken Citigroup und J.P.Morgan werde nun auch ein Gewinn über den bisherigen Analystenschätzungen erwartet.
Citigroup und J-P. Morgan werden diese Woche folgen und wahrscheinlich auch dicke Gewinne veröffentlichen. Von anderen Investmentbanken wie die Deutsche Bank wird ebenfalls ein starker Gewinnzuwachs erwartet.
Kurz und bündig- aus der Krise wurde nichts gelernt. Das Spiel läuft bei vielen Banken nach dem gleichen Muster- solange die Musik spielt wird getanzt. Ich hätte mir mehr Transparenz gewünscht. Was machen wir jetzt anders als Bank? Warum sollten unsere Kunden uns vertrauen trotz großer Verfehlungen der letzten Jahre? Was passiert mit dem Geld, das uns der Steuerzahler geliehen hat? Usw.
Mit Anleihen lässt sich gutes Geld verdienen. Und aus dem Aktienmarkt war auch seit März etwas zu holen… So banal ist das.
Entsprechend bullisch war auch der Gesamtmarkt. Schlechte Zahlen aus Deutschland und dem EU-Raum wie etwa der stark gefallene ZEW- Index werden ignoriert.
Wo stehen wir im deutschen Aktienmarkt aus charttechnischer Sicht?
Wenn man die sog. Dow Jones Theorie zugrunde legt, dann sollten wir drei Trendkomponenten im DAX ausmachen können. Der erste sog. Primärtrend besteht seit Sommer 2007 und ist abwärts gerichtet. Sein Minimum wurde im März diesen Jahres mit 3579 erreicht. Danach begann der sekundäre Trend, der aufwärts gerichtet ist und aus meiner Sicht als Korrektur des Primärtrends anzusehen ist. Sein Maximum lag bei 5178. Danach startete der sog. Tertiärtrend, der abwärts gerichtet ist. Auch dieser wird nun nach oben korrigiert. Wie sehen die Korrekturniveaus aus?
Der kurzfristige Aufwärtstrend kann sich bis auf 4927 ausdehnen, wenn man das Fibonacci-Korrektur-Verhalten als Basis nimmt. Geht es noch höher, dann wird das Jahreshoch getestet.
So eben ist die Schlussauktion auf Xetra zu Ende gegangen- DAX steht somit bei 4781.
Mein DAX- Longsignal von gestern bleibt bestehen. Mehr in Trading Blog.
Unten finden Sie den kurzfristigen Trend im Chart (mit freundlicher Genehmigung von tradesignalonline.com )
