In der Onlineausgabe der Financial Times Deutschland fand ich einen sehr spannenden Artikel zum Thema Polens Wirtschaft. Interessant ist es schon deswegen, weil die gängige Meinung über Polen bislang eher negativ war. Darüber habe ich mehrfach geschrieben. Fehlendes Vertrauen der ausländischen Investoren, hoher Anteil von Frendwährungskrediten usw. Fakt ist, so die Autoren, dass
…Der Anteil des polnischen Konsums am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist mit rund 60 Prozent heute vergleichsweise hoch. Beschäftigung und Löhne sind zuletzt stetig gestiegen. Und die Verschuldung der privaten Haushalte entwickelt sich relativ moderat. „Dadurch ist unsere Wirtschaft wesentlich widerstandsfähiger gegen Turbulenzen an den Kreditmärkten“, sagte Aneta Patkowska, Sprecherin des polnischen Wirtschaftsministeriums….
Alles also halb so schlimm, die Polen kaufen wie die Amerikaner ein und verschuldet sind sie auch nicht so, wie viele zu wissen glauben ( oder wollen).
Man sieht diese späte Erleuchtung in der Investorenwelt am Beispiel von der Kursentwicklung des Zloty.
Charttechnisch sieht es für den Zloty seit Tagen wieder bullisch aus. Der EUR/PLN Kurs nähert sich der Marke von 4,2236 vom 15.04.2009. Sie könnte eventuell zum Widerstand bzw. Unterstützung für EUR/PLN werden.
Auf der anderen Seite, wie man anhand des angehängten Charts ( mit freund. Genehmigung von tradesignalonline.com)
sieht, befindet sich in der Nähe von 4,2531 eine Fibonacci-Korrektur. Darunter geht es dann schnell auf 4,0496 runter.

Fazit: Es lohnt sich aus meiner Sicht zur Zeit, in solide polnische Unternehmen einzusteigen. Dazu werde ich einen separaten Beitrag schreiben.