Kaufpanik und das Kursziel 5870

Die Zeit der Höchststände hat begonnen. Heute heisst es, der höchste Stand seit 2008. Wenn es in diesem Tempo weiter aufwärts geht, ich meine mit derselben Steigung, dann sind wir am 14.09 bei 6500 und Ende Oktober bei 8100.

Die Zeit der fairen Risikobewertung, (erwarteter)  Bankenpleiten und Gewinnaussichten der Unternehmen sind vorbei. Jetzt zählt nur noch , dabei zu sein, den Zug nicht zu verpassen und nicht schlechter als der bereits „investierte“ Kollege von nebenan sein.

Zur Sache, der DAX hat seine Fibonacci-Minimalkorrektur überschritten und befindet sich auf dem Weg zu der Normalkorrektur bei 5870. Wie ist das zu verstehen- unverändert- der Markt  befindet sich nach wie vor in einem langfristigen Abwärtstrend, welcher allerdings stark in die Gegenrichtuing korrigiert wird. Erst ab 6411 kann von vom neuen langristigen Aufwärtstrend reden.

Was hat diese Euphorie ausgelöst? Es gab heute zu viele „gute“ bzw. gut interpretierte Nachrichten. Es war der US ISM- Index, der deutsche Einkaufsmanagerindex, der EU- Einkaufsmanagerindex. All die Stimmungsindikatoren waren besser als erwartet ausgefallen. Wen interessiert das schon der gesunkene Einzelhandelsumsatz, der wiederum gefallen war und den Marsch der deutschen Volkswirtschaft in Richtung Deflation bestätigte?

Gut, es gab positive Nachrichten aus dem Bankensektor. Zu Barclays hiess es

-Trotz höherer Risikovorsorge und Abschreibungen hat die britische Bank Barclays im ersten Halbjahr ihren Gewinn um 10% steigern können. Getragen wurde diese Entwicklung ebenso wie bei den großen Wettbewerbern vom Investmentbanking. Die Erwartungen der Analysten konnte die Barclays plc, die bisher ohne staatliche Unterstützung durch die Finanzkrise gekommen ist, allerdings nicht erfüllen.

Diese grandiose Nachrichte sorge für eine Hausse der Bankaktien.

Eine Nachricht beunruhigt mich dennoch. Die Umsätze auf Xetra sind im Juli stark gefallen.

FRANKFURT (Dow Jones)–Die Umsatzflaute im elektronischen Handel und auf dem dem Parkett der Börse Frankfurt hat sich auch im Juli fortgesetzt. Im vergangenen Monat wurden laut Orderbuchstatistik 90,4 Mrd EUR umgesetzt worden – ein Rückgang von 55%, wie die Deutsche Börse AG am Montag mitteilte. Von der Summe entfielen 84,1 Mrd EUR auf das elektronische Handelssystem Xetra, das damit einen Rückgang um 56% verzeichnete.

Auf Xetra wurden im Juli 13,7 Mio Transaktionen getätigt, ein Rückgang von 30% gegenüber dem Vorjahresmonat. An allen Wertpapierbörsen in Deutschland wurden im Juli laut Orderbuchstatistik insgesamt 103,8 Mrd EUR umgesetzt – ein Rückgang von 52%.

Bereits in den Vormonaten hatte der Frankfurter Börsenbetreiber über deutliche Umsatzrückgänge berichten müssen. So waren im Juni auf Xetra 50% weniger umgesetzt worden, die Zahl der Transaktuionen war um 17% gefallen.

Webseite: http://deutsche-boerse.com
Steht die Hausse auf sehr wackligen Beinen?


Veröffentlicht von Option_Basil

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