Optionen im 2009 – so war das Jahr Teil I

Der seit März intakte Aufwärtstrend hat zum deutlichen Rückgang der impliziten Volatilität geführt. Noch Anfang Februar stand sie bei 50%, während in letzter Woche nur noch ca. 23% notiert wurden.

Die Vola ist das Mass der Unsicherheit der Marktteilnehmer und wird aus den gehandelten Optionspreisen anhand des im Allgemeinen akzeptierten Black-Scholes Modells errechnet.

Wenn die Optionshändler nervöser werden, dann zahlen sie auch mehr für ihre Optionen, da ihnen das Risiko eben mehr wert ist. Der Markt wird durch Verkäufer dominiert ( Stillhalter), die allerdings höheres Risiko beim Verkauf eingehen.

Und umgekehrt in Zeiten leicht aber stetig steigender Kurse nimmt diese Nervosität ab und der Markt wird durch Käufer bestimmt. Stillhalten wird auf den ersten Blick weniger lukrativ. Aber eben nur auf den ersten Blick. Denn eine geringerer Optionsprämie heisst lange nicht, dass Verkauf von Optionsn in Zeiten der Hausse nicht lohnt. Im Gegenteil. Es wird besonders lukrativ!

Ich liebe diese Zeiten.  Schauen Sie sich die monatlichen Handelsspannen der letzten Monate an:

Dezember- bis jetzt 298 Punkte

November: 531

Oktober: 494

September:  497

August:  417

Juli: 870 ( Ausrutscher!)

Juni 508

Abgesehen vom Juli lag die monatliche Handelsspanne ziemlich genau bei knapp unter 500 Punkten:

Für Optionshändler bedeutet das, dass wenn ich heute eine Kaufoption  zum Basispreis 6300  und eine Verkaufsoption zum Basispreis 5300 im Januar verkaufen würde, dann werden wohl beide Optionen am dritten Freitag im Januar wertlos verfallen und ich realisiere die volle Prämie als Gewinn.

Wollen wir wetten, dass es funktioniert?

Dieses Spiel kann man mehrfach widerholen. Die Kunst besteht darin, die Wende zu erkennen. Diese kommt nicht über die sprichwörtliche Nacht, sondern kündigt sich in Wochen an. Plötzlich gibt es große Kursstürze, auf die keine Erholung folgt. Begleitet werden dies durch schlechte Nachrichten aus der Realwirtschaft. Und so weiter.

Jetzt sind wir aber weit davon entfernt, allen Skeptikern zum Trotz. Im Übrigen glaube ich selbst nicht an die von vielen erwartete „Verschnaufpause“ zum Beginn 2010.

Veröffentlicht von Option_Basil

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