Ob Sie glauben oder nicht, in meinen Artikel vom 25.10.2009 habe ich zuletzt auf den DAX heute getippt und lag… nur 15 Punkte daneben.
Na und? Nichts. Es war eine gesunde charttechnische Analyse, in der ich von gleichbleibender Volatilität und einem unveränderten Trend ausgegangen war. Beide Annahmen wurden in den letzten Wochen bestätigt.
Am 5. Januar 2009 habe ich bereits fast schon traditionell meine erste Prognose aufgestellt. Demnach rechnete ich im Normalszenario mit dem DAX bei 5460 und einem extrem bullischen Szenario mit dem DAX bei über 6300. Nun sind wir etwa in der Mitte gelandet… Es war natürlich vor einem Jahr alles möglich , da die die durchschnittliche Volatilität fast dreieinhalbmal höher lag als heute. Wie auch immer, die anderen Banken lagen auch meist stark daneben.
Der folgende Artikel von mmnews stellt die Prognosen einiger Geldinstitute zusammen.
http://www.mmnews.de/index.php/200812261822/MM-News/Borse-DAX-Prognosen-2009.html
Hier das Ergebnis:
Bankhaus Mitte 2009 Ende 2009
- Bankhaus Lampe 5000 6600
- Commerzbank 4800 5400
- Deutsche Bank – 5900
- Postbank 4300 5250
- DZ Bank – 4900
- Fortis 4700 5500
- Generali 4200 4725
- Helaba 5700 6200
- HSBC – 5100
- ING 3880 4570
- Landesbank Berlin 4450 4800
- MM Warburg 3200 3600
- Royal Bank of Scotland – 3691
- Schnigge 5450 5900
- Silvia Quandt 5000 7400
- WestLB 4200 5200
Mittel 4507 5077
Man sieht, im Schnitt waren die Prognosen sehr entfernt vom heutigen Stand, aber nicht so weit wie in den Jahren zuvor.
Erstaunlich gut lag die Deutsche Bank und die Commerzbank, zumindest aus Sicht des Jahresendes 2008, als der DAX bei 5000 stand. Die Begründung damals erscheint mir plausibel. Mehr dazu in welt.de
http://www.welt.de/finanzen/article2959816/So-entwickeln-sich-die-Aktien-2009.html#vote_2960098
Die negativen Nachrichten seien bereits eingepreist, hiess es.
Ich selbst mit fast 15 Jahren Erfahrung an der Börse stelle erstaunt fest, dass die Prognosen ein wenig besser geworden sind. Und sie werden vielleicht auch im kommenden Jahr besser. Dies kann aber nur bedeuten, dass immer weniger Börsenteilnehmer davon profitieren werden.
Wenn die breite Mehrheit an der Börse doch noch Recht hat, dann heisst es, sie ist selbst nicht investiert, bzw. handelt nicht nach eigenen Vorgaben/Prognosen.
Oder?