Ungeachtet der Tatsache, dass meine gestrige Markteinschätzung traditionell ein perfekter Kontraindikator war, jedefalls kurzfrsitig, bin ich weiterhin der Meinung, dass die Korrektur noch lange nicht ausgestanden ist. Zwar kann es technisch durchaus einen Anstieg bis auf die Widerstandsniveau von 5684, 5763, 5841 geben, am Gesamtbild ändert sich nichts, solange diese Kursmarken nicht überschritten sind und vor allem die Nervosität abnimmt. Diese wird im Normalfall durch die sog. implizite Volatilität definiert, die ja letzten Endes ein aus der Optionsprämie der kurzfristigen DAX-Optionen abgeleiteter Parameter ist.
Die Vola steht zur Zeit bei 26%, was über dem Stand vom Jahersanfang bei 20% ist. Zum Vergleich im März 2009 stand sie bei 50% und im Oktober 2008 bei 80%, was heisst, die Erwartungshaltung damals war so, dass alles in vier Wochen dem DAX zuzumuten war, ob 0 oder 7000 am Ende des Monats.
Soweit sind wir lange nicht, aber der Anstieg stimmt nachdenklich ein. Die interessante Eigenschaft der Vola ist ihre stochastische also zufällige Veränderbarkeit einerseits und trendfolgendes Verhalten andererseits. Beide Modelle wurde in diversen Arbeiten bestätigt.
Das bedeutet , die heutige Vola unterscheidet sich wenig vom Wert der letzten Tage bis auf wenige Ereignisse, die den Wert wiederum sprunghaft verändern lassen, worauf dann erneut eine Seitwärtsbewegung folgt.
Fällt die Volatilität nicht in den kommenden Tagen, dann muss mit rascher Wiederaufnahme des Abwärtstrends gerechnet werden.
Im Moment aber tanzt der Bulle in New York ( Dow +1,7%).