DAX unterwegs zu neuen Hochs und die Identitätskrise

Was kann man über die künftige Marktentwicklung sagen? Sollte man den Analysten glauben, die ihre alte Leier spielen und von „dünner Luft“ und „Gefahrenzone“ reden? Eigentlich haben sie recht, wenn man sie als Kontraindikator interpretiert. Denn mittelfristig, d.h. für 1-6 Monate wird es vermutlich keine gravierenden Veränderungen geben. Ich halte bei meiner mehrfach widerholter Prognose, auch in diesem Blog, dass wir ein positives Börsenumfeld haben.  Für etwas Unsicherheit hat die „Griechenlandskrise“ gesorgt. Ich habe aber immer bemerkt, dass lediglich die Angst vor einer Verschärfung der Krise die Kurse vorübergehend in den Keller schickte. Die Angst erwies sich vorerst als unbegründet bzw. übertrieben. Der EURO ist nicht abgestürzt und die Aktienmärkte auch nicht. Im Gegenteil, genährt durch noch mehr billgen Geldes steigen die Kurse weiter. Wohin das führen wird, darüber kann man nur spekulieren.

Ich muss zugeben, meine Beobachtung des Marktgeschehens beschränkte sich nur auf  wenige Kennwerte, wie etwa der impliziten Volatilität. Diese Größe wird aus den gehandelten Optionspreisen berechnet und ist ein Mass der Nervosität und Unsicherheit des Marktes. Und sie ist gefallen, bzw . nur kurz und geringfügig gestiegen. Damit wusste ich, dass die Panikmache um die „Krise“ zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nur die Regenbeschwörung ist.

Der DAX befindet sich charttechnisch in einer langfristigen Korrektur der zwischen Juli 2007 und März 2009 verlaufenen Abwärtsbewegung. Diese Korrektur hat das sog.  Normalniveau bei 5870 bereits am 8.01.10erreicht, korrigierte dann selbst, um nun erneut auf die alten Stände zu klettern.

Meine Einschätzung für den DAX sieht folgendermassen aus. Kurzfristig ist eine Korrektur bis auf die Zone zwischen 5670-5870 denkbar, jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Realistischer erscheint mir ein weiteres Szenario, in dem der DAX auf über 6100 steigt, um denn etwas zu korrigieren. Das nächste langfristige Korrekturniveau liegt demnach bei 6406.

(Chart mi. fr. Genehmigung von http://www.tradesignalonline.com)

Mein Indikator zeigt gewisse Ermüdungserscheinungen, die tatsächlich auf die kommende kleine Korrektur hindeuten könnten. Das Ergebnis der letzten 10 Handelstage sieht so aus:

Shortseite: am 15. und 19 gab es jeweils nur untertägig einen Einstieg mit 30 bzw. 15 Punkten Gewinn.

Longseite:  drei Signale mit netto -30 Punkten Verlust.

Das Ergebnis seit Jahresanfang ist:

Longseite : 296 Punkte

Shortseite 452 Punkte

Insgesamt 748 Punkte in 13-11 = 24 Trades.

Veröffentlicht von Option_Basil

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