Fast schon obligatorisch schreibe ich ein paar Worte zum heutigen kleinen Verfall. Klein ist er deshalb, zur Erinnerung, weil nur die Aktien und Indexoptionen verfallen und nicht die Futures (und Optionen auf diese). In der Zeit seit dem letzten Verfall am 15. Oktober gewann der DAX weitere 400 Punkte und er scheint einem klaren Aufwärtstrend zu folgen. Demnach kann man am großen Verfall im Dezember etwa mit 7200 rechnen. Eigentlich könnte man Kaufoptionen auf den DAX mit dem Basispreis 7250 verkaufen und sich sicher sien, dass dieser Wert nicht überschritten wird. Offenbar herrscht bereits ein Konsens diesbezüglich unter den Marktteilnehmern, weil die entsprechende Kaufoption gerade mal 10 Punkte kostet. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass das Risiko sehr hoch ist, auf falschem Fuss erwischt zu werden.
Die letzte Periode war für mich, wen wundert es bei diesem Markt, gut. Zwar hätte ich mehr aus den Positionen herausschlagen können, aber ein Teil der Gewinne musste ich abgeben, nachdem die Lufthansa stark gestiegen ist und ich den Call zurückkaufen musste.
Später führe ich eine Simulattion der Optionsstrategie durch und stellte fest, dass die Stillhaltergeschäfte bei Lufthansa wenn überhaupt dann nur für Puts undnicht mit Calls funktionieren würden. Im Gegenteil, es lohnt sich, historisch gesehen, Calls zu kaufen. Im Übrigen im Gegesatz zu BMW-Optionen.
Wie auch immer, neue Periode neue Positionen. Ich habe die LHA beendet. Von der BMW halte ich zur Zeit nur Puts und dann noch die CBK. Damit betreibe ich Covered Calls. Gleiches mit Aixtron. Die letzte Position ist natürlich stark im Gewinn, ich gedenke sie jedoch zu schliessen. Eine so volatile Aktie ist kein geeigneter Kandidat für Optionsgeschäfte. Die Liquidität ist ziemlich dürftig und die Spreads demnentsprechend hoch. Macht kein Spass. Dennoch solange ich mit den Aktien und Optionen auf Aixtron Geld mache, behalte ich diese.
Ich werde vorerst das Depot nicht erweitern, weil mir schlicht die Zeit dazu fehlt. Unter den potenziellen Kandidaten befindet sich Eon, allerdings bringt die Zeitwertrendite knappe 13% im Jahr, was wenig ist, wenn man bedenkt, monatlich die Positionen rollen zu müssen.
Eventuell überlege ich mir, Calls auf den DAX zu verkaufen, und vor allem auch Puts. Auch hier zeigten meine Untersuchungen, dass die Puts auf den DAX sich über 20 Jahre besser gelohnt hätten, als Objekt der Stillhaltergeschäfte.