DAX- nervöse Abflachung

Ein Kurzurlaub, wie ich mir es so eben genehmigt habe, hat den großen Vorteil, dass man nach der Rückkehr mit viel realistischerem Blick auf die Märkte schaut.  Statt täglich die erwünschte bzw. prognostizierte Entwicklung herbeizusehnen, sieht man die Dinge, wie sie sind.

Der DAX tritt auf der Stelle. Seinen aktuellen Zustand gemessen an der Historie der letzten 2 Wochen kann man folgendermassen beschreiben:

– MACD – flacht ab auf relativ hohem Niveau. Dies sagt erst einmal gar nichts. Der Indikator MACD, der den Zuwahs gleitender Durchschnitte abbildet, bleibt hoch und ist damit ein bullischer Indikator.

– Tägliche Handelsspanne- diese ist stark zurückgegangen und liegt im Durchschnitt bei 25 Punkten. Das wird sichmit Sicherheit ändern, die Frage ist nur wann. Man könnte im Prinzip mit einer neutralen Optionsposition auf eine Veränderung spekulieren. Eine zukünftige Kursrichtung kann ich aus der kleinen Range nicht ableiten

– Fibonacci Korrektur- seit der Überschreitung von 6387 strebt der DAX nach dem all-time-high bei ca. 8100. Es gibt keine charttechnischen Widerstände auf dem Weg dorthin.

– Handelsvolumen- dieses geht natürlich zurück, was  jedoch in der zweiten Dezemberwoche normal ist und sah vor einiem Jahr ähnlich aus.

– Stochastik deutet auf eine kurzfristige Wende hin, die  aber schnell wieder zu Ende gehen kann.

Der DAX bewegte sich im vergangenen Jahr um mehr als 1000 Punkte, wobei mehr als die Hälfte in den letzten zwei Monaten gewonnen worden ist. Die Monate Januar- Oktober 2010 brachten zwar effektiv auch 500 Punkte, dieser Anstieg vollzog sich jedoch faktisch  in nur vier Wochen vom März-April.

Kurz und bündig- in 80% der Handelszeit, war langfristig kein Geld zu verdienen. Man hätte nur weniger als 3 Monate traden sollen und sich im Rest des Jahres  anderen sinnvolleren Beschäftigungen widmen.

Die Tage „zwischen den Jahren“ sind erfahrungsgemäß gute Handelstage mit geringem Volumen aber erstunlicher Robustheit.

Und noch eines fiel mir auf. Die implizite Volatilität gemessen an den Optionspreisen der kürzesten DAX-Future Periode ist im Laufe des Jahres von 22 auf unter 16% gefallen. Zwischenzeitlich stieg sie auf 40%, um dann wieder schnell auf unter 20% zurückuzugehen. In der letzten Woche stieg sie um ein paar Prozentpunkte, was jedoch nich überzubewerten ist. Die Nervosität in den Märkten hält sich also im Moment in Grenzen.

Das Bild unten ( m.f.G. von http://www.tradesignalonline.com) zeigt den DAX des vergangenen Jahres.

 

 

 

Veröffentlicht von Option_Basil

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