Börsenaussichten 2011- das sagen die Medien und Charts

Mit meinem Blog habe ich immer versucht, die Stimme des Möchtegernebörsianers zu werden. Ohne den Anspruch auf wissenschaftlichew Korrektheit aber auch bemüht nicht die offensichtliche Unwahrheit zu schreiben, vertrete ich all diejenigen, die vieles in der Ökonomie auf ihre eigene Art verstehen wollen.

Mit anderen Worten, ich schreibe, wie ich und andere Laien die Märkte verstehen und nach den besten Investmentmöglichkeiten für sich suchen, ohne dabei ein angestellter Fondmanager zu sein.  IQ über 90, idealerweise eine solide Grundausbildung in der Mathematik ( Realschulabschluss) und vor alem ein Interesse an volkswirtschaftlichen Themen reichen aus, um Spass an meinem Blog zu haben.

Deswegen finden Sie bei mir sowohl einen Einblick in die aktuellen Wirtschaftsthemen, Börsenprognosen aber auch diverse Investment-Ideen. Mal schriebe ich sehr neutral, mal zu emotional.

Was Sie in meinem Blog nicht finden, ist ein Abklatsch der Tagespresse mit einem harmolosen Kommentar. Dafür wäre mir die Zeit zu schade.

Gut, um was geht es heute- natürlich um die Börse 2011. Wie habe ich die Entwicklung im Jahr 2010 erlebt und partiizipiert.

Zunächst meine Prognose vom Anfang 2010 zum DAX. Ich habe sie am 3.Januar geschrieben. Es gab drei Szenarien. In einem, dem normalen rechnete ich mit dem DAX bei 6550 zum 31.12, in dem günstigsten sollte der DAX bei 7800 aus dem Handel am 31.12 gehen.  Tja, so wie es ausschaut, habe ich zwar intuitiv mit steigenden Börsen gerechnet, mit der nummerischen prognose lag ich dennoch daneben. Deshalb wird es keine detaillierten Jahresprognose für 2011 geben. Von Börsenprognosen, die einen längeren Zeitraum als 1 Minute erfassen, halte ich nicht viel. Systematich machen sie keinen Sinn. Es gibt so viele Faktoren, die die Kurse beeinflussen…

Sagen wir uns doch ehrlich, das Jahr 2010 war eines der verpassten Investmentchancen. Viele aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind entweder gar nicht investiert oder stiegen im Herbst aus, mit der Hoffnung, die Kurse von Daimler, Hugo Boss, VW, BMW Lufthansa Gildemeister u.a. würden jetzt nur noch fallen. Die anderen warten schon seit langem, spätestens seit die durch die Finanzkrise geprügelten Kurse sich steuerfrei günstig entwickelten und bereits im Frühling 2010 den Anlass zu Verkauf boten.

Ich gebe zu, ich selbst bin da keine Ausnahme. Dennoch sind meine Erwartungen und die Strategie nicht auf zeitgenauen Einstieg programmiert. Ich handle vorwiegend Optionen, wo es eher auf eine Stagnation ankommt. Darüber hinaus betreibe ich einen Börsenbrief DAX daily, welcher im vergangenen Jahr einen ansehnlichen Gewinn eingebracht hat. Beaduaerlicherweise habe ich kaum nach diesem System gahandelt, da es zur Zeit eine Live-Testphase durchläuft und ich habe mir vorgenommen, erst nach deren Beendigung mit echtem Geld einzusteigen.

Wie haben sich nun die Märkte entwickelt. Der DAX legte ca. 1000 Punkte zu ( s. Chart m.f.G. von http://www.tradesignalonline.com)

 

 

Wie man sieht, tritt der Index seit Anfang Dezember auf der Stelle, was aber nicht Ungewöhnliches ist. Der 1000-Punkte Anstieg vollzog sich in ca. 7 Wochen, in den übrigen Monaten pendelte der Index seitwärts. Und wie ist die Stimmung? Natürlich positiv. in „Fokus Money“ ist von 9000 im DAX die Rede. In derivatecheck.de wird von „keinen Hindernissen auf dem Weg zu 7200 die Rede“ , vom „ungebrochenen Aufwärtstrend“ usw. geschrieben.

http://www.derivatecheck.de/analysen/Indices.m

Diese sehr positive Grundstimmung spricht eher für eine Korrektur.  Denn viele werden wohl zum Jahresende Kasse gamacht haben. Objektiv gesehen spricht nicht viel gegen einen weiteren Anstieg im 2011 bis auf das Hoch vom Juli 2007 bei 8160. Wie schnell sich dieser Anstieg dann vollzieht, weiss nur der liebe Herrgott. Ich selbst treffe meine Investment-Entscheidungen, die oft von der allgemeinen Stimmung abhängig sind, das heisst, ich weiß gar nicht, was ich in einem oder vier Monaten tun werde. Wenn nur ein paar Tausend anderer Börsianer ähnlich denken, dann kann man doch gar nicht wissen, was die Märkte tun werden.

Wir sehen andererseits eine positive Entwicklung der Unternehmensgewinne. Andererseits steigt die Inflation. Das ständige Geldpumpen in die Märkte von den Zentralbanken wird nicht ohne Folgen bleiben Der Anstieg der Rohstoffpreise ist unverkennbar. Ich habe für das vergangene Jahr fast 500 Euro Guthaben für die Heizung zurückbekommen und die monatliche Abschlagzahlung blieb unverändert. Warum, weil der Gasanbieter die Preise um 25% erhöht hat. Gut, ich hätte den Anbieter wechseln können, dann gäbe es im nächsten Jahr 50% -ige Erhöhung und ich müsste wieder wechseln.

Wir haben also die Inflation schon seit langem. Schauen Sie sich die Bauzinsen an! Durch die permanente Gelddrtuckerei wurden die Zinsen sozusagen im Schach gehalten. Nun aber reicht es offenbar nicht mehr aus und spätestens nach der Bakanntgabe der Gründung von Euro-Fonds sind die Euro-Anleihen uninteressant.

Werfen wir nun einen Blick auf den Bund Future.

 

Dieser stieg Anfang des Jahres schnell auf 135, fiel dann aber und beendet das Jahr etwa dort, wo er das Jahr begonnen hat. Das hat schon etwas  zu sagen. Die Anleihenpreise fallen und das Ende ist nicht in Sicht.  Mit 124,50 liegt der Bund Future zur Zeit knapp über der Minimlakorrektur nach Fibonacci (123), so dass man kurzfristig mit einer kleinen Erholung auf 127 rechnen könnte.

Zu diesen Zinsängsten kommen noch inflationsbedingte Zinserhöhungen in China und anderen boomenden Schwellenländern.  Und so sind wir beim nächsten Block dieses Beitrages gelandet.

Haben Sie gesehen, wie man in anderen Märkten Geld machen konnte?

Nehmen wir Russland. Der Chart unten (m.f.G. tradesignalonline.com) zeigt die Kursentwicklung von dem DWS Fonds, welcher mit einigen russischen Aktien handelt.

Wir sehen einen Zuwachs um mehr als 60% im Jahr. das ist keine Ausnahme.

DWS Türkei, die an der Börse in Istambul spielt, legt sogar fast 100% zu. OK, einen Teil hat die Börse dort inzwischen abgegeben.

Uns so geht es weiter: Polen, China und generell Asien, das waren und werden auch die Favoriten bleiben. Von der Rohstoffblase mal abgesehen… Noch bin ich nicht in Rohstoffen investiert. Wenn ich anfange, darüber zu schreiben oder gar zu investieren, dann wissen Sie, die Blase steht kurz vor dem Platzen. 🙂

In dem Sinne, Frohe Weihnachten ( die christliche Weihnachtszeit dauert noch einige Wochen)!

 

 

 

Veröffentlicht von Option_Basil

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Ein Kommentar zu “Börsenaussichten 2011- das sagen die Medien und Charts

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