Die Entwicklungsphasen deutscher Standardaktien nach einer shweren Rezession weisen erstaunliche Parallelen auf. So erholen sich die Kurse nach einem Tiefstand zunächst sehr rasant. Wie seit März 2009 oder auch nach dem Salamicrash 2003. Für das darauffolgende Jahr ist eher ein ausgeprägter Seitwärtstrend charakteristisch. Grund: Viele Investoren und Börsianer sind skeptisch hinsichtlich der Dauer des wirtschaftlichen Aufschwungs. Im dritten Jahr nach der Rezession legt sich allmählich die Angst. Die Aktienkurse steigen weiter.
Am interessantesten dabei ist die Tatsache, dass sich die Rally auch im vierten Jahr fortsetzen könnte und zwar mit einem noch größeren Schwung als im dritten. Der Grund dafür könnte die berühmte 5. Elliottwelle sein – die letzten Investoren springen auf den fahrenden Zug und hoffen, noch in letzter Minute aussteigen zu können. Diese Hysterie beendet dann die Rally. Die Kurse gehen in die nächste Phase über – in der Regel eine Baisse.
Hört sich doch alles einfach an, oder? :-). Komischerweise ist dieses Verhalten fast schon unabhängig von externen Einflussfaktoren. Die Kursentwicklung lebt ihr eigenes Leben, sozusagen.
Wie hat es in den letzten Jahren ausgesehen ( Quelle Commerzbank)
DAX Entwicklung 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr
Tiefstand 18.01.1967 70 5,6 1,2 -16,9
07.10.1974 35,2 2,5 5,7 9,7
17.08.1982 52,1 3,2 37,8 38,4
06.10.1992 38,5 -0,2 12,2 21,5
12.03.2003 77 11,4 33,1 15,7
06.03.2009 60,3 19,0
Ich denke, die Rezession hat den Tiefpunkt nicht wie rechnerisch richtig im März 2009 sondern im Oktober 2008 erreicht. Damals lag die Stimmung am Boden.
Demnach könnte es ab Herbst stürmischer werden, da dann das dritte Jahr vorüber ist . Ansonsten ergibt die Statistik eher einen positiven Ausblick für das kommende Jahr und das Jahr danach.