Es war eine Woche ohne fundamentale Schocks.Die Unternehmensnachrichten waren gemischt. Hier eine Zolleinigung mit Japan, da ein schwarzer Tag für Puma und dort gute Nachrichten aus dem Bankensektor. Das Ergebnis war, dass der DAX an der Stelle trat und stand am Freitagabend exakt dort, wo er die Woche begonnen hat.
Für Optionsverkäufer, zu denen ich fundamental auch gehöre, war es eine gute Woche. Eine typische Stillhalterwoche, in welcher man nichts tun soll, auch wenn jeden Tag neue Nachrichten den Markt angeblich erschüttern werden. Sogar das Hedgekonto, das eigentlich auf den Crash wartet, erholte ich. Das lag daran, dass die die Volatilitäts-Skew sich veränderte. Die implizite Volatilität ist zwar gefallen, dass heißt aber, dass die langlaufenden Positionen eher am Wert verlieren, denn die kurzfristigen. Das war aber nicht eingetreten. Denn es geschah auch etwas anderes. Die Vola hat sich für unterschiedliche Laufzeiten unterschiedlich verändert. In extrem unsicheren Phasen steigt die kurze IV mehr als die lange. Das kann man leicht erklären. Die Positionshalter der kurzen Kontrakte sind eher in Gefahr, diese zu beenden. Beruhigen sich die Zeiten, fällt die kurze IV mehr als die lange.
Ich habe keine Positionen glatt gestellt. Stattdessen eröffnete ich eine neue Diagonalposition in DBK. Keine weiteren Pläne. Wegen bevorstehender Reise will ich keine große DAX-Position in den Urlaub mitnehmen. Ich bleibe zwar immer online, sprich kann jederzeit aktiv werden, brauche dennoch keinen Streß. Denn die meisten großen Veränderungen passieren meistens dann, wenn man schlecht erreichbar ist.
Unten sind die Kontostände und die aktuelle Performance.
Optionsdepot

Hedgekonto

